ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Januar 2013

30. Januar 2013
Neue Funde des Djehuty-Projektes in Dra Abu el-Naga

Die spanische Mission um José Manuel Galán konnte weitere Grabungserfolge erzielen. Die Wissenschaftler stießen auf einen Kindersarg mit einer Länge von 90 cm, der trotz fehlender Inschriften auf die 17. Dynastie datiert werden kann. Gemäß eines Online-Artikels von El Mundo (deutsche Übersetzung) zeigen Röntgenaufnahmen, dass das Kind vermutlich im Alter von 5 Jahren gestorben ist. Stilistisch ähnelt der Sarg acht ebenfalls zu diesem Fund gehörenden Uschebtis, die wie dieser mit einer weißen Beschichtung überzogen sind. Beschriftungen der Uschebtis und der in der Nähe ausgegrabenen Leinenstücke enthalten den Namen Ahmose bzw. Ahmose-Sapair, Königssohn aus der Zeit des Überganges von der 17. zur 18. Dynastie. Die Ausgräber erhoffen sich von dem intakten Begräbnis nebst Beigaben wertvolle Informationen aus dieser noch wenig erforschten Periode. Siehe dazu auch frühere Beiträge, zuletzt am 13.06.2012.
english.ahram
luxortimesmagazine



27. Januar 2013
Keine Reisegenehmigung für Zahi Hawass

Die Staatsanwaltschaft hat eine diesbezügliche Anfrage des ehemaligen SCA-Chefs abschlägig beschieden. Seine Reisesperre besteht seit über anderthalb Jahren.
egyptindependent



22. Januar 2013
863 Artefakte von der ägyptischen Antikenbehörde beschlagnahmt

Die Objekte wurden bei der Kontrolle eines Pkws an einem Checkpoint der Straße zwischen Kairo und Suez entdeckt. Es handelt sich um Stücke aus allen historischen Perioden, vom Alten Reich bis in die islamische Zeit.
luxortimesmagazine


22. Januar 2013
Cadiz entdeckt ägyptischen Einfluss

In mehreren kürzlich freigelegten Gräbern einer punischen Nekropole in Cadiz (Spanien) aus dem 5./4. Jh. v.Chr. entdeckten die Archäologen u.a. auch Beigaben ägyptischen Usprungs, d.h. Dutzende Amulette (Seth, Horus, Udjat), die als wichtige Hinweise auf weitreichende Handelsbeziehungen gewertet werden.
lavozdigital (spanisch)
dito (Google-Übersetzung)



15. Januar 2013
Sachmet-Statue im Mut-Tempel von Karnak gefunden

Das 1,80 m hohe Granitmonument datiert in die Zeit Amenophis' III. Die Archäologen des American Research Center in Egypt fanden die Statue bei der Verlegung von Bodenfliesen im zweiten Hof des Tempels.
luxormagazine



14. Januar 2013
Fund diverser Artefakte am Lake Karun, Fayum

Wissenschaftler der Universität Siena arbeiten seit 2012 in der Stadt Dionysias bei Qasr Qarun im Fayum. Der antike Ort war vom 3. Jh. v.Chr. bis zum 6. Jh. n.Chr. besiedelt, und es waren von den Archäologen bereits Straßen, Gebäude, Ölmühlen und ein Sobek-Tempel freigelegt worden. Der jüngste Fund umfasst rund einhundert Papyri, aber auch Ostraka sowie Königs- und Priesterstatuen.
ansamed


10. Januar 2013
Fünf Gräber aus der Dritten Zwischenzeit freigelegt

Das italienische Team des CEFB (Centro di Egittolgia Francesco Ballerini) stieß bei seinen archäologischen Arbeiten am Tempel Amenophis' II. auf der Westbank von Luxor durch Zufall auf fünf Felsgräber aus der Dritten Zwischenzeit. Jedes der Gräber verfügt über einen zur Grabkammer führenden tiefen Schacht und in den Kammern fanden sich die Überreste der Grabinhaber, beigesetzt in hölzernen Särgen. Man fand außerdem zwölf gut erhaltene Kanopen. Zwei der Begräbnisse konnten jungen Frauen zugeordnet werden, deren Mumien unversehrt sind. In einer zugemauerten Nische befand sich ein kleiner zerbrochener Sarg, in dem ein Kind im Alter von etwa sechs Monaten seine letzte Ruhe fand; für seine Reise ins Jenseits waren ihm kindliche Beigaben mit ins Grab gelegt worden.
english.ahram
luxortimesmagazine



04. Januar 2012
Jahrzehnte alte deutsche Zeitung im Ramesseum gefunden

Bei ihren Arbeiten im Ramesseum stießen Benoît Lurson und seine Kollegen von der Freien Universität Berlin in 1,20 m Tiefe nicht nur auf alte Sardinendosen und Zigearettenschachteln, sondern auch auf die Fragmente einer alten deutschen Zeitung. Es handelt sich um den Sportteil der "B.Z. am Mittag" vom 16.02.1931. Die Hinterlassenschaften könnten von einer Grabungskampagne stammen, an der bis zum 28.02.1931 auch der deutsche Archäologe Hans Steckeweh beteiligt war.
bz-berlin
bild


02. Januar 2013
Die Tiernekropolen von Sakkara

Seit einiger Zeit werden in Sakkara Katakomben untersucht, in denen in der Antike Millionen von Tiermumien abgelegt worden waren (siehe dazu auch den Beitrag vom 30.03.2011). Inzwischen stellte sich heraus, dass es sich nicht wie bisher angenommen ausschließlich um die sterblichen Überreste von Caniden handelt, was mit Blick auf den nahe gelegenen Anubis-Tempel erwartbar ist. Man fand jedoch auch Mumien von Katzen und Mangusten, über deren explizite lokale Bedeutung bisher keine Erkenntnisse vorliegen.
english.ahram