ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Februar 2008
28. Februar 2008
Gebeine aus KV 55 untersucht

Das Grab KV 55  wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Edward Ayrton (im Auftrage von Theodore Davies) entdeckt. Neben vielen anderen durcheinandergewürfelten und zerbrochenen Artefakten fand man den Deckel eines anthropoiden Sarges; Gesicht und Namenskartuschen waren zur Unkenntlichkeit zerstört. In der Sargwanne, von der nur ein Knäuel mit Goldfolien die Zeit überdauerte (siehe Foto der rekonstruierten Sargwanne), fand man eine stark zerstörte Mumie, die der Wissenschaft Rätsel aufgab und bis heute Objekt verschiedenster Spekulationen ist. Alle Fundstücke aus KV 55 deuten zumindest auf Mitglieder von Echnatons Familie, also auf die Amarna- bzw. Nachamarnazeit. Das kürzlich ins Leben gerufene Egyptian Mummy Project zum CT-Scan der in ägyptischen Museen und Magazinen beherbergten Mumien hat sich nun auch mit den Gebeinen aus KV 55 beschäftigt und eine entsprechende Untersuchung durchgeführt. Der Befund des Rückgrats zeigt eine leichte Skoliose und signifikante Abnutzungserscheinungen, wie sie bei älteren Menschen vorgefunden werden. Obwohl die reine Knochenuntersuchung noch nichts Endgültiges über das Alter beim Eintritt des Todes aussagt, gehen Vermutungen in die Richtung, man habe es mit einem Mann von ungefähr 60 Jahren zu tun. Die Kopfform des Mannes zeigt Ähnlichkeiten mit der des Tutanchamun. Zahi Hawass, der einen längeren Artikel mit entsprechenden Fotos auf seiner Homepage veröffentlicht hat (er ist auch Quelle meines Artikels), ist sich ziemlich sicher, nun Echnaton "gefunden" zu haben.

Im gleichen Artikel weist Hawass darauf hin, dass ein ägyptisches Team derzeit mit Grabungen im Tal der Könige beschäftigt ist. Die Arbeiten finden nördlich des Grabes von Merenptah (KV 8) statt. Hawass glaubt, dort auf das Grab von Ramses VIII. zu stoßen.

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Technische Universität Dresden, Kim-Astrid Magister, 26.02.2008

Europas größter geisteswissenschaftlicher Kongress an der TU Dresden

Unter der Schirmherrschaft des sächsischen Ministerpräsidenten Prof. Dr. Georg Milbradt findet vom 30. September bis 3. Oktober 2008 der 47. Deutsche Historikertag in Dresden statt. Rund 3.000 Gäste aus dem In- und Ausland werden zu diesem größten geisteswissenschaftlichen Kongress Europas im modernen Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden erwartet. Mit der Organisation hat der veranstaltende Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) in Kooperation mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands (VGD) ein Dresdner Organisationskomitee beauftragt.

Die Tagung bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Stand der Geschichtswissenschaft. In mehr als 50 Sektionen und in über 300 Vorträgen präsentieren Historiker/-innen ihre laufenden Forschungsprojekte und neuen Ergebnisse. Mit dem Motto "Ungleichheiten" haben die Veranstalter bewusst ein prominentes Thema unserer Tage ausgewählt, das zudem etliche methodische und inhaltliche Anknüpfungspunkte zu Nachbardisziplinen wie der Politik-, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaft aufweist. Aus historischer Perspektive stehen soziale, wirtschaftliche, religiöse, ethnische Ungleichheiten
und daraus resultierende Problemlagen zur Diskussion. Langfristige Entwicklungslinien und kulturübergreifende Phänomene dienen als eine hilfreiche Hintergrundfolie für die öffentliche Debatte über vermeintlich neue Herausforderungen unserer Tage.

Neben Beiträgen zum Rahmenthema "Ungleichheiten" bietet der Historikertag auch ein Forum für lokal- und regionalgeschichtliche
Angebote. Auf großes Interesse dürfte die Podiumsdiskussion über die neuesten Forschungsergebnisse zu den Opfern der Luftangriffe auf Dresden zählen. Anlässlich des 3. Oktobers debattieren prominente Zeitzeugen und Historiker über den Verlauf und die Folgen der deutschen Einheit.

Zu unserer großen Freude konnten wir als Partnerland die Tschechische Republik gewinnen. Konkret zeigt sich diese Kooperation beispielsweise in der wissenschaftlichen Sektion für den tschechischen Historikerverband, in zwei Exkursionen ins Nachbarland oder auch in einer Ausstellung über die jüngeren deutsch-tschechischen Beziehungen. Wir erwarten, dass vom 47. Deutschen Historikertag weitere Impulse für den tschechisch-deutschen Wissenschaftsdialog ausgehen.

Die weit über die engen Grenzen der Fachwissenschaft hinausreichende Resonanz des Historikertages lässt sich nicht zuletzt daran ablesen, dass Bundespräsident Horst Köhler am Eröffnungsabend (30.09.2008) in der Semperoper die Rede halten wird. Im Anschluss lädt der sächsische Ministerpräsident zum Empfang. Den traditionellen Höhepunkt bildet die Festveranstaltung des Historikerverbandes am 2. Oktober 2008 in der Kreuzkirche mit anschließendem Empfang des Oberbürgermeisters der Stadt Dresden im Stadtmuseum.

Der Historikertag wendet sich in erster Linie an ein geschichtswissenschaftliches Fachpublikum, steht aber ausdrücklich
auch Interessierten anderer Bereiche offen. Anmeldungen sind ab 1. April 2008 über die Internetseite www.historikertag.de möglich.

Ansprechpartner:
Dresdner Organisationsbüro, Peter E. Fäßler (Geschäftsführer), Tel. 0351 463-35816, E-Mail: historikertag@tu-dresden.de

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.historikertag.de
Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter: http://idw-online.de/pages/de/news248503
Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter: http://idw-online.de/pages/de/institution143
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23. Februar 2008
Grabungsergebnisse aus Herakleopolis magna

Eine Mission des National Archaeological Museum in Madrid hatte gemäß einer Meldung vom Januar 2005 in Ahnasia im Bezirk Beni Suef 11 Gräber aus der 1. Zwischenzeit auf einem Friedhof des alten Herakleopolis magna freigelegt. Zu den Funden gehörten Scheintüren, Opferplatten und Schmuck. National Geographic News (mit Fotos) berichten nun über weitere Details von der Arbeit der spanischen Wissenschaftler. Die Gräber waren teilweise einem oder mehreren Bränden zum Opfer gefallen, so dass ein Teil der ursprünglich ungebrannten Ziegel nun die typische rote Farbe angenommen hat. Es ist allerdings unsicher, ob hier antike Plünderer am Werke waren oder ob die Gräber gezielt zerstört werden sollten. Die Expeditionsleiterin Carmen Perez Die erhofft sich von den Funden mehr Aufschluss über die Gegebenheiten in der 1. Zwischenzeit, der Periode zwischen dem Alten und dem Mittleren Reich, über die noch immer wenig bekannt ist. Herakleopolis magna war Sitz der Könige der 9. und 10. Dynastie, deren Machtbereich sich nach heutiger Kenntnis nur auf den nördlichen Teil des ägyptischen Großreiches erstreckte. Anhand der Scheintüren und der darauf befindlichen Inschriften erhoffen sich die Archäologen weitere Teile des Puzzles. Die Türen wurden bei den Ausgrabungen nur wenige Meter von ihrem eigentlichen Aufstellungsort entfernt gefunden; sie wurden wahrscheinlich bei der Zerstörung der Gräber beiseite genommen. Neben religiösen Texten finden sich darauf auch Namen und Titel der Personen, die hier einst begraben wurden. Auf einem der drei Stücke ist der Name Chety identifiziert worden, ein Name, den auch ein zeitgenössischer König trug. Es kam häufig vor, dass loyale Beamte sich mit dem Namen ihres Königs schmückten.

Während der 1. Zwischenzeit mag es zu Kämpfen zwischen den verfeindeten Regenten von Herakleopolis und denen von Theben gekommen sein. Relaltiv sicher ist, das die Thebaner am Ende die Oberhand bekamen und mit der erneuten Reichseinigung das Mittlere Reich begründeten. Die Ausgrabungen auf dem Friedhof von Ahnasia könnten vielleicht Licht in das Dunkel dieser Zeit bringen. Die Wissenschaftler möchten herausbekommen, ob möglicherweise thebanische Armeeangehörige die Gräber anzündeten, um sie zu zerstören, oder ob Grabräuber dafür verantwortlich sind. Man versucht dies anhand der Größe der Brandherde und der Farbe der gebrannten Ziegel zu bestimmen. Die bisherigen Ergebnisse - verschiedene Gräber blieben vom Feuer gänzlich verschont - sprechen eher dafür, dass kleine Brände einzeln gelegt wurden.

Nach einer Meldung des Egypt State Information Service war ein spanisches Team im Juni letzten Jahres bei Beni Suef auf menschliche Überreste gestoßen - siehe Artikel vom 22. Juni 2007. Man kann wohl davon ausgehen, dass es sich um die gleiche Grabung handelt.

Weitere Online-Meldungen zum gleichen Thema
Egypt State Information Service vom 23.02.2008
dito vom 16.06.2007

20. Februar 2008
Neuer Präsident beim Deutschen Archäologischen Institut

Der bisherige Präsident des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI), Herrmann Parzinger, wird ab 01. März 2008 zur Stiftung Preußischer Kulturbesitz wechseln, wie sich bereits vor einem Jahr abzeichnete. Sein Nachfolger beim DAI wird Hans-Joachim Gehrke, Althistoriker und Hellenismus-Experte. Ziel Gehrke's in seiner neuen Position ist es u.a., die Archäologie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit mit "Theoretikern" in der Altertumsforschung noch fester zu verankern und Forschungsergebnisse weiter zu harmonisieren.

welt.de

20. Februar 2008
Grabungsmission in Bubastis unter neuer Leitung

Die ägyptisch-deutsche Grabungsmission im antiken Bubastis, dem heutigen Zagazig, steht nunmehr unter der Leitung von Frau Dr. des. Eva Lange. Das Tell Basta Project, ein Gemeinschaftsprojekt des Supreme Council of Antiquities (SCA) und der Universität Potsdam, umfasst die weitere Erforschung und Ergrabung des gewaltigen Tempels der Bastet und angrenzender Areale. Im Jahre 2004 stieß man hier auf ein Stelenfragment mit dem so genannten Kanopos-Dekret aus dem Jahr 238 v. Chr. Der Text dieses Dekrets war der Wissenschaft schon durch weitere, andernorts aufgefundene Ausfertigungen bekannt. Dass auch im Bastet-Tempel in Bubastis eine solche angebracht war, zeugt von der Bedeutung dieser Anlage bis in die ptolemäische Zeit. Dr. Lange wird gemeinsam mit ihrem Team noch in diesem Jahr die Arbeit aufnehmen. Den Auftakt bildet ein Survey im kommenden Frühjahr.
Die Göttin Bastet auf einem Säulenfragment
im Tempel von Bubastis


Quelle: Persönliche Information und Authorisierung

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), Franz-Georg Elpers, 20.02.2008

Kulturgüterschutz: bauschädlichen Salzen geht es an den Kragen

Wissens-Plattform nach Wikipedia-Vorbild soll Experten vernetzen - Tagung gestern und heute bei DBU

Osnabrück. Der zerstörerischen Wirkung bauschädlicher Salze für das Kulturgut in Europa und weltweit soll es verstärkt an den Kragen gehen. 18 Experten der Konservierungswissenschaften aus Dänemark, England, der Schweiz und Deutschland einigten sich heute darauf, eine moderne Plattform für Wissensmanagement im Internet nach dem Vorbild der Internet-Enzyklopädie Wikipedia ins Leben zu rufen. Sie soll einen einfachen und schnellen Zugriff auf das gesamte vorhandene Wissen aus den unterschiedlichsten Fachdisziplinen zum Erhalt des gefährdeten Kulturgutes bieten. "Bauschädliche Salze spielen bei der Zerstörung
von Kulturgut eine große Rolle. Die Salze wandern mit Feuchte durch die Materialien und verursachen immense Schäden an der einzigartigen Substanz", sagt Dr. Hans-Jürgen Schwarz von Ri-Con, Hannover, der Organisator dieser Tagung, die auf Einladung der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) in Osnabrück gestern und heute stattfand. Die Experten hatten den Stand des Wissens zum Thema diskutiert und Lücken aufgezeigt.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.dbu.de/123artikel27487_335.html

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Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Dr. Michael Schwarz, 18.02.2008

"Reinheit"

Symposion des Sonderforschungsbereichs "Ritualdynamik" der Universität Heidelberg vom 25. bis zum 27. Februar 2008 in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg (IWH) - Thema: "How Purity Is Made - Persistenz und Dynamik des Reinheitsdenkens in ritualwissenschaftlicher Perspektive"

"Reinheit" erscheint vielen heute als ein vormoderner Begriff, der höchstens noch in der Waschmittelwerbung oder in Form des
Reinheitsgebots für deutsches Bier eine Rolle spielt. Man übersieht dabei leicht, dass die Unterscheidung von erlaubt und verboten auch heute noch in nicht wenigen Religionen und Traditionen mit dem Gegensatzpaar rein und unrein begründet wird. Das
Schweinefleischverbot des Islam etwa ist auch für die hiesige Gesellschaft von Bedeutung. Meidungstendenzen, Geschmackspräferenzen oder die Wahrnehmung des Körpers sind weltweit bei vielen Menschen von Reinheitskonzepten beeinflusst und prägen deren Alltag nicht unwesentlich. Das Streben nach dem Einfachen, Echten, Authentischen, Ursprünglichen wird häufig mit dem Begriff der Reinheit verbunden und mit dem Wunsch nach Spiritualität und Heilserfahrung verknüpft. Fasten
und Askese versprechen das Gefühl der Läuterung. Dem Beichten wird eine ähnlich kathartische Wirkung zugeschrieben.

Reinheitsaspekte können einen derart hohen Stellenwert gewinnen, dass der Reinheitsgedanke ganz ins Zentrum von Glaubensvorstellungen rückt. Im religiösen Fundamentalismus verschiedenster Ausprägung haben Bezüge auf den reinen Ursprung und die Bedrohung durch Verfälschung einen festen Platz. Auch in modernen "aufgeklärten" Gesellschaften gibt es Erscheinungen, die auf diesen Gedanken zurückkommen. Ein Beispiel hierfür sind etwa die so genannten "purity balls" in den USA, bei
denen Töchter ihren Vätern feierlich Enthaltsamkeit vor der Ehe versprechen. Säkulare Ideologien tendieren dazu, die Reinheit der
Lehre, Linientreue und Einheitlichkeit des Bekenntnisses zum Selbstzweck zu machen. Dass Reinheitsmetaphern auch in weniger
ideologisch geprägten Debatten eine Rolle spielen können, hat jüngst der französische Präsident gezeigt, als er angesichts von
Ausschreitungen im Migrantenmilieu der Pariser Banlieus davon sprach, man müsse "die Vorstädte mit dem Hochdruckreiniger säubern."

Ziel der Tagung ist der wissenschaftliche Austausch über das Spektrum der Reinheitsvorstellungen anhand von Beispielen, die vom Alten Ägypten bis zu heutigen amerikanischen Evangelikalen reichen. Lässt sich ein gemeinsamer Kern dieser Konzeptionen ausmachen, auch über kulturelle Unterschiede hinweg, oder handelt es sich um ganz unterschiedliche Vorstellungen? Welche Praktiken werden angewandt, um Reinheit zu bewirken? Und welche Auswirkungen haben sie auf den Alltag? Wie wird Reinheit erfahren und welche Gefühle sind damit verbunden? Wie wird sie symbolisch nach außen hin dargestellt und öffentlich inszeniert?

Kontakt:
Dr. Udo Simon
Seminar für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients, Tel. 06221 54 29 64, udo.simon@ori.uni-heidelberg.de

Dr. Ellen Peerenboom, Geschäftsführerin
Internationales Wissenschaftsforum der Universität Heidelberg, Tel. 06221 543690, Fax 165896, iwh@uni-hd.de

Allgemeine Rückfragen von Journalisten auch an:
Dr. Michael Schwarz, Pressesprecher der Universität Heidelberg , michael.schwarz@uni-heidelberg.de

Irene Thewalt, presse@rektorat.uni-heidelberg.de

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17. Februar 2008
Der Tempel des Min in Achmim

Zahi Hawass versucht in Ausgabe 883 von Al-Ahram weekly, dieses Mal in seiner regelmäßigen Kolumne "Dig Days" dem Min-Tempel in Achmim mehr Aufmerksamkeit zu verschaffen als ihm bisher zuteil wird. Neben den großen und bekannten Tempeln von Karnak, Luxor oder Abu Simbel fristet der Min-Tempel ein Dornröschen-Dasein, da kaum ein Besucher den Weg dorthin nimmt. Der Tempel ist zu einem großen Teil modern überbaut und wurde erst (wieder)entdeckt, als vor über 20 Jahren die Bezirksverwaltung von Sohag ein neues Postgebäude errichten lassen wollte. Nach den Berichten arabischer Reisender aus dem 9. Jahrhundert war das Tempelgelände zu dieser Zeit noch in Gänze auszumachen; es soll größer gewesen sein als der Tempel von Karnak.

Einer der schönsten Funde war sicherlich die Statue der Merit-Amun, Tochter und Gemahlin Ramses' II., die heute in einem kleinen Freilichtmuseum vor Ort besichtigt werden kann (Foto). In jüngerer Zeit hatte die Antikenverwaltung wiederholt mit Raubgrabungen zu kämpfen. Ein Ortsansässiger war bei der Beisetzung eines Verwandten zufällig auf einen Königskopf gestoßen und hatte versucht, diesen später heimlich zu bergen. Dabei wurde er jedoch ertappt. Man unternahm daraufhin auf dem Gelände des muslimischen Friedhofs Testgrabungen und förderte die Basis einer monumentalen Statue zu Tage. Dies führte zu der Entscheidung, den modernen Friedhof zu verlegen und das Areal als Grabungsgelände zu deklarieren. Die Friedhofsverlegung scheint nun so gut wie abgeschlossen, so dass die Archäologen wohl bald mit ihrer Arbeit beginnen können.

17. Februar 2008
Das Tal der Wale

Wie bereits am 09. Februar 2008 vom Egypt State Information Service kurz gemeldet, ist das "Tal der Wale", das Wadi Al-Hitan, zu einer Art Nationalpark entwickelt worden. Das Wadi al-Hitan bietet u.a. Skelette von kompletten archaischen Walfamilien aus einer Zeit von vor 40 Millionen Jahren, als sich hier anstelle der Wüste ein Meer befand. Es ist damit einzigartig auf der Welt. Nach dreijähriger Entwicklungsarbeit wurde es nun von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt und erfüllt außerdem die Voraussetzungen der Studie der International Union for the Conservation of Nature (IUCN) für fossile Welterbestätten. Die neue Touristenattraktion verfügt über ein gut ausgestattetes Besucherzentrum mit Vorführraum, ein Open-Air-Fossilienmuseum, eine Cafeteria und Toiletten. Parkplätze stehen ausserhalb des geschützten Areals zur Verfügung. Sogar an einen Unterstand für Kamele wurde gedacht - für Touristen, die Wüstenschiffe als Fortbewegungsmittel bevorzugen.

Al-Ahram weekly (mit Foto von der Einweihung)

16. Februar 2008
Iker, der Krieger

Zu dem im Grab des Djehuty in Dra Abu l'Naga gefundenen Holzsarg aus dem Mittleren Reich (s.u.) gibt es nunmehr weitere Details. Man hat den Sarg nun offenbar aus seinem felsigen "Gefängnis" befreit und fand darin die Mumie des Iker auf der linken Seite liegend. Neben ihm lagen zwei Bogen und drei Stöcke, die seinen besonderen Rang bezeugen und vielleicht ein Zeichen seiner Würde als Stammes- oder Familienvorstand sind. Nachdem man bereits Pfeile (zwei von ihnen noch mit Federn am Schaftende) gefunden hat, geht Zahi Hawass davon aus, dass es sich um einen Krieger handeln könnte: "Er kämpfte in der Armee oder etwas Ähnlichem. Es gab viele Kämpfer, die den König begleiteten und er könnte einer von ihnen sein.". Ob er zur Armee oder zur königlichen Garde gehörte, ist bisher noch unklar.

Nach der Keramik und den Inschriften wird der Fund auf die frühe 11. Dynastie datiert. In dieser Zeit spielten Soldaten eine große Rolle, denn es war die Zeit nach der Reichseinigung, also nach der ersten Zwischenzeit. In dieser Epoche der relativen Ruhe seien die Menschen vielleicht wohlhabender gewesen als vorher und konnten sich schöne Begräbnisse leisten, meint Salima Ikram von der American University of Cairo. Schon das Auffinden eines Grabes aus der 11. Dynastie sei sehr selten, sagt Grabungsleiter Galan. Und Ikram fügt hinzu, der Grabfund eines Kriegers sei weitaus seltener und zeige, dass zu dieser Zeit noch viele Soldaten im Dienst waren.

Die Mumie des Iker soll dem Sarg entnommen und einer Röntgenuntersuchung unterzogen werden, um weitere Erkenntniss zu gewinnen.

thecheers
National Geographic News (mit Foto)

15. Februar 2008
Altorienalische Werbestrategien

David Wengrow vom University College London will herausgefunden haben, dass Vorläufer unserer modernen Werbung bereits in der Antike, nämlich in Mesopotamien und Ägypten zu finden sind. Die seinerzeit für Handelsware verwendeten Labels und Siegel erfüllten seiner Meinung nach nicht nur Verwaltungszwecke, sondern sollten mit ihrem Design den Käufer ansprechen - als "Aushängeschild des Herstellers".

epoc

15. Februar 2008
Tutanchamun wirft erneut seine Schatten voraus

Im Wiener Museum für Völkerkunde wird vom 09.03. bis zum 28.09.2008 eine große Ausstellung mit dem Titel "Tutanchamun und die Welt der Pharaonen" stattfinden. Nicht nur Exponate rund um den jungen König werden gezeigt werden, sondern auch bedeutende Stücke aus allen Epochen der pharaonischen Geschichte. Einige Beispiele:

70 Objekte aus dem Grab Tutanchamuns, darunter ein paar goldene Sandalen und die Miniatursärge, die der Aufnahme seiner Organe dienten, eine Kolossalstatue, möglicherweise aus dem Totentempel des Königs, sowie ein großer Uschebti.

75 Objekte aus anderen Gräbern, darunter die Goldmaske des Psusennes (21. Dynastie) aus Tanis.

Aufnahmen von CT-Untersuchungen, die die ägyptische Antikenbehörde in der Vergangenheit an Mumien hat durchführen lassen.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch von Zahi Hawass in englischer und deutscher Sprache.

Die Ausstellung wird in Europa einzig in Wien zu sehen sein.

damals

14. Februar 2008
Fund eines Holzsarges im Grab des Djehuty (TT 11)

Die spanische Mission von Jose Manuel Galan, die im Grab des Djehuty in Dra Abu l'Naga arbeitet, hat offensichtlich einen Holzsarg aus dem Mittleren Reich gefunden. Er soll einem Mann namens Iker gehören und - bis auf den unteren Teil - in gutem Zustand sein. Außerdem ist von Keramik und fünf hölzernen Pfeilen die Rede im Egypt State Information Service. Falls es sich nicht um den selben Sarg handelt, der auf der Grabungsseite erwähnt ist und der bereits im letzten Jahr gefunden wurde - und danach sieht es nicht aus, ist dies schon der zweite Sarg aus dem Mittleren Reich in TT 11.

guardians.net (mit Fotos)

14. Februar 2008
Neues Königliches Grab der 2. Dynastie in Saqqara?

Das EEF (Link s.o.) wies auf den jüngsten Online-Grabungsbericht der Universität Leiden hin und auf die dortige Eintragung, man sei auf ein weiteres Grab eines unbekannten Königs aus der 2. Dynastie gestoßen. Es befindet sich etwa 9,5 m unter dem Grab des Maya und enthält eine ganze Reihe von Artefakten aus dieser Zeit, z.B. Krüge, Scherben aus Alabaster, Gneiss, Diorit, Breccia und Keramik sowie einige Krugsiegel - leider ohne Namen des Königs. Das Grab wird anlässlich der nächsten Kampagne weiter untersucht werden.

Grabungsbericht

12. Februar 2008
Die Wirksamkeit der altägyptischen Medizin

Jackie Campbell vom KNH Center for Biomedical Egyptologie an der University of Manchester hat die Zusammensetzung der  Rezeptur altägyptischer Medizin untersucht und auf Wirksamkeit geprüft. Die Methoden der medizinische Behandlung sind uns seit langem durch entsprechende Papyri bekannt. Campbell sortierte die in den Aufzeichnungen genannten Pflanzenarten zunächst danach, ob man sie identifizieren kann. Rezepte mit unbekannten Pflanzen musste sie aus ihrer Betrachtung herausnehmen. Die verbleibenden Rezepturen wurden dann auf ihre Wirksamkeit untersucht. Sie musste sich dabei ganz auf die schriftlichen Überlieferungen verlassen, denn man hat bisher keine als Medizin identifizierte Substanz gefunden, die man auf ihre chemische Zusammensetzung untersuchen könnte. Die Ägypter schrieben jedoch ihre Rezepte immer nach dem gleichen Muster: zunächst sind die aktiven Inhaltsstoffe aufgelistet, gefolgt von Stabilisatoren, Geschmacksstoffen zum Überdecken von unangenehmen Geschmäckern, vielleicht noch einem Beruhigungsmittel und manchmal sekundären Stoffen um die Nebenwirkungen der eigentlichen Arznei zu lindern. Schließlich wurde noch ein Träger der gesamten Mischung benötigt, mit dem sie vermengt wurde.

Campbell untersuchte die Inhalte vier medizinischer Papyri mit Rezepten aus der Zeit von 1850 bis 1200 v. Chr. "Ich schaute mir zunächst die Basis und die Rezeptur der Arznei an: War es eine Creme oder ein Klistier oder etwas zum Schlucken usw. Dann schaute ich mir die Herstellung an: Würde die aktive Substanz angemessen extrahiert worden sein? Und schließlich: könnte die Medizin gewirkt haben, wurde sie korrekt verabreicht und in der richtigen Dosierung? ", sagt Campbell. Sie fand in den Übersetzungen der Pflanzennamen auch solche, die in Ägypten für die fragliche Zeit nicht belegbar sind, etwa Zimt und Anis. Andere Pflanzen existierten zwar, wurden jedoch offensichtlich nicht korrekt übersetzt. In fünfjähriger mühevoller Kleinarbeit hat Campbell eine Liste von altägyptische n Arzneimitteln zusammengestellt von allen in den Papyri erwähnten Drogen und Basen und deren Anwendung. Sie identifizierte 284 Inhaltsstoffe, davon 134 pflanzlich, 24 tierisch und 28 mineralisch. Von 550 der 1.000 Rezepturen konnte sie den Herstellungsprozess und die Wirksamkeit sicher bestimmen. Weitere 156 Rezepturen konnten nicht umfassend, jedoch immerhin insoweit aufgearbeitet werden, dass etwas über die Wirksamkeit des Heilmittels ausgesagt werden kann. Bei den verbleibenden Rezepturen konnten die Bestandteile nicht identifiziert werden bzw. war nicht herauszufinden, gegen welches Leiden sie verabreicht wurden. Campbell konnte aufgrund ihrer Arbeit feststellen, dass 62 % der altägyptischen Rezeptbestandteile noch bis in die 1970er Jahre verwendet wurden bzw. bis heute Verwendung finden, zumindest in synthetischer Form. Die Ägypter wandten zur Herstellung ihrer Heilmittel Techniken an, die immer noch geläufig sind. "Ich fand nicht eine Droge, die nicht korrekt zubereitet wurde", sagt Campbell. Auch die Formulierung der Rezepte hielt einem Vergleich mit der Moderne stand. Mit Ausnahme von Injektionen verwendeten die Ägypter die gleiche Art von Medizin wie wir es noch heute tun. Sie kannten Klistiere, Medizin zum Schlucken, Sirup, Lotionen, Einreibungen, Chremes, Salben und Mundwaschungen. Sie hatten Augentropfen (verabreicht durch einen Federkiel), Pillen, Puder, Umschläge, Inhalationen und Pessare. 65 % der ägyptischen Rezepte hatten therapeutischen Wert. Der Rest war überwiegend wirkungslos und lediglich von symbolischem Wert.

Die Forschungen von Jackie Campbell brachten jedenfalls zu Tage, wie umfassend die Kenntnisse der alten Ägypter zur Heilbehandlung waren. Deshalb ist die Schlussfolgerung in dem Artikel des orlandosentinel, den ich hier teilweise wiedergebe, gar nicht abwegig: "If she's right, the history of medicine needs rewriting." Die Wiege der Medizin stand eben in Ägypten.


11. Februar 2008
Das alte Dorf Qurna und die Archäologie

In einem bemerkenswerten Artikel in Al-Ahram weekly wird eine Bresche geschlagen für die Rehabilitation der früheren Einwohner des Dorfes Qurna auf der Westbank in Luxor - inzwischen umgesiedelt in ein weiter nördlich gelegenes Neubaugebiet. Zitiert wird auch Nicole Hanson, die sich bemüht, die Menschen von dem zweifelhalften Ruf als "west bank bandits" zu befreien. Die Qurnawis seien im 19. Jahrhundert in den Antikenhandel hineingezogen worden, nicht zuletzt auch durch die zu der Zeit in Ägypten tätigen Ägyptologen. Es herrschte eine weltweite Nachfrage nach antiken Artefakten und die wirtschaftliche Situation der Dorfbewohner trug dazu bei, dass sie sich an der Befriedigung dieser Nachfrage beteiligten - ebenso wie die damaligen Ausgräber. Bis in die 1990er Jahre jedoch lebten die Menschen vom Handwerk und vom Handel mit Kopien, die sie an Touristen verkauften. Das negative Bild der Qurnawis sei im wesentlichen durch die Überheblichkeit von Archäologen und Touristen entstanden, gefördert von der im 19. Jahrhundert noch nicht sehr ausgefeilten Methodik und Technik in der Archäologie. Von der Presse sei dies gern aufgegriffen worden, wodurch der Mythos von einem Dorf der Diebe sich manifestierte.

Die Qurnawis siedelten sich vor rund 200 Jahren zwischen den Gräbern der Noblen in Qurna an, jedoch nicht zum Zwecke der Plünderung, sondern um durch ihre Arbeit als Grabungshelfer den frühen Wissenschaftlern zu dienen. Erst mit ihrer Hilfe wurde es möglich, berühmte Gräber wie beispielsweise das des Nacht, des Userhet, des Menna oder des Rechmire auszugraben. Mit den Grabungen setzte der Run der Touristen auf Artefakte ein - echte und gefälschte. Die Kopien der Handwerker waren teilweise so hervorragend, dass man sie von echten Stücken nicht unterscheiden konnte. Nicole Hanson meint, es sei an der Zeit zu erkennen, was der Handel mit Antiquitäten im 19. Jahrhundert war: eine frühe Form der Archäologie. Dem stimmt Al-Ahram weekly von ganzem Herzen zu: "Lasst uns eine Ende machen mit jenen von offiziellen Fremdenführern und in gedruckten Reiseführern kolportierten Geschichten und akzeptieren, dass das Bild von den Qurnawis nur Teil eines viel größeren und komplizierteren Ganzen ist."

Und zu Qurna selbst: nichts ist zu sehen von offiziellen Aufsehern, die 2001 vom Welterbekommitee empfohlen wurden, um "den traditionellen urbanen Charakter zu wahren und zu schützen".

Und zur ebenfalls empfohlenen "Ausarbeitung eines Planes, um archäologische Areale festzulegen, die erforscht und gesichert werden sollten": noch nicht einmal der Schutt der zerstörten Häuser ist bisher geräumt worden vom historischen Qurna.


09. Februar 2008
Tal der Wale Naturreservat

Das "Tal der Wale" im Fayoum, in dem sich rund 400 40 Millionen Jahre alte Walskelette befinden, wurde von der UNESCO zum Weltnaturerbe erhoben.

Egypt State Information Service

07. Februar 2008
Hubschrauberpilot der US Armee wegen Antikendiebstahl in Haft genommen

Der Pilot soll im Jahre 2002 an einem Diebstahl von 370 prädynastischen Artefakten aus einem Lager der Cairo University in Maadi bzw. an deren Veräußerung beteiligt gewesen sein. Der Angeklagte war zu dieser Zeit in Ägypten stationiert. Er wurde nun in Enterprise, Alabama, festgenommen. Inzwischen ist eine ägyptische Delegation auf dem Wege in die USA, um die gestohlenen Stücke in Augenschein zu nehmen, meldet der Egypt State Information Service.

thesop

07. Februar 2008
Grab des Tutanchamun wird vorübergehend geschlossen

Wie schon im November angekündigt, wird das Grab des Tutanchamun vorübergehend zur Durchführung von Restaurierungsarbeiten geschlossen. Termin ist der 01.05.2008. Es bleibt für etwa ein Jahr geschlossen.

travelvideo

Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst, Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Sabine zu Klampen, 06.02.2008


Aus dem HAWK-Fachbereich Konservierung und Restaurierung ensteht die Fakultät Erhaltung von Kulturgut

Drei neue Vertiefungsfächer geplant / Fachkolloquium und Abschlussfeier zum 20. Geburtstag

Die HAWK baut ihren Fachbereich Konservierung und Restaurierung zur "Fakultät Erhaltung von Kulturgut" aus: Zum Wintersemester 2008/2009 ist die Einrichtung der drei zusätzlichen Vertiefungsrichtungen Museologie, Denkmalkunde und -erhaltung sowie Bau- und Siedlungsarchäologie geplant.

Schon ab Sommersemester 2008 (Beginn März 2008) bietet die neue Fakultät auch den Master-Studiengang Baudenkmalpflege. Der Studiengang gehörte bisher zur Fakultät Bauwesen. Das in diesem Zusammenhang neu gegründete Institut für Baudenkmalpflege an der Fakultät Erhaltung von Kulturgut übernimmt Forschungs- und Entwicklungsaufgaben. Stellvertretend für den Master-Studiengang und das Institut Baudenkmalpflege verstärken die Professoren Dr. Christoph Gerlach und Martin Thumm die Fakultät.

Insgesamt werden 45 neue Studienplätze geschaffen. Mittelfristig sind dann rund 340 Studierende an der Fakultät eingeschrieben. Zurzeit sind es rund 180. "Im Rahmen des von der HAWK geplanten neuen Hochschulcampus soll die neue Fakultät Erhaltung von Kulturgut auch endlich eine Infrastruktur erhalten, die ihren Anforderungen angemessen ist", sagte HAWK-Präsident Prof. Dr. Martin Thren jetzt anlässlich der  Vorstellung der Pläne zum 20. Geburtstag des nunmehr ehemaligen Fachbereichs im Roemer- und Pelizäeus Museum.

Das Studienangebot der neuen Fakultät Erhaltung von Kulturgut im Überblick:

Bachelor of Arts Präventive Konservierung mit den Vertiefungsrichtungen Konservierung und Restaurierung von

-       Buch und Papier
-       Gefasste Holzobjekte und Gemälde
-       Möbel und Holzobjekte
-       Stein und Keramik
-       Wandmalerei / Architekturoberfläche
-       Museologie
-       Denkmalkunde und -erhaltung
-       Bau- und Siedlungsarchäologie

Master of Arts Konservierung und Restaurierung
Master of Arts Baudenkmalpflege

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.hawk-hhg.de

Zu dieser Mitteilung finden Sie Bilder unter der WWW-Adresse:
http://idw-online.de/pages/de/image62014
http://idw-online.de/pages/de/image62015

Die gesamte Pressemitteilung inkl. Bilder erhalten Sie unter: http://idw-online.de/pages/de/news245813
Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter: http://idw-online.de/pages/de/institution231

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01. Februar 2008
Merkwürdigkeiten bei Mumienfunden im Fayoum

Bei ihren Ausgrabungsarbeiten stieß das russisch-amerikanische Archäologenteam nicht nur auf ein Begräbnis mit Mumien aus ptolemäischer Zeit. Der merkwürdigste Fund war das Grab eines nicht künstlich mumifizierten Kindes, das gemeinsam mit einigen mumifizierten Hunden begraben worden war. Der Körper des Kindes war teilweise mit einem Sack bedeckt und auf natürliche Weise mumifiziert. Um die untere Hälfte des Körpers waren die Hunde - sowohl sehr junge als auch erwachsene Tiere - mehr oder weniger sinnlos verteilt. Nach Salima Ikram sieht das Begräbnis weder nach einem Grab für geheiligte Tiere noch nach einer Haustierbestattung aus und bleibt bisher rätselhaft.

thaindian