ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Mai 2012

Informationsdienst Wissenschaft
Pressemitteilung Deutsches Archäologisches Institut
30. Mai 2012
Wikipedia trifft Archäologie

Erster Wikipedian in Residence im Deutsche Archäologischen Institut Ab 1. Juni 2012 wird erstmals ein aktiver Wikipedia-Autor als Schnittstelle zwischen einer deutschen wissenschaftlichen Einrichtung und der freien Online-Enzyklopädie angestellt.

Mit dem sogenannten Wikipedian in Residence setzt das Deutsche Archäologische Institut (DAI) ein internationales Projekt der Wikipedia-Community in Deutschland um. Marcus Cyron, langjähriger Wikipedia-Autor, wird in den nächsten sechs Monaten den Austausch zwischen dem DAI und der ehrenamtlichen Wikipedia-Community anregen und professionell begleiten. Seine erste Aufgabe ist es, Wikipedia und den freien Zugang zu Wissen in der Langen Nacht der Wissenschaften in der Zentrale des DAI in Berlin zu präsentieren. Nachdem international bereits das British Museum oder das Chateau Versailles einen Wikipedian in Residence in ihre wissenschaftliche Arbeit integriert haben, übernimmt nun das DAI mit dem Modell eine Vorreiterrolle in Deutschland.

"Das Deutsche Archäologische Institut bietet im Bereich der Altertumswissenschaften umfangreiche Quellensammlungen und eine große Zahl wissenschaftlich hochspezialisierter Publikationen, zu denen Nichtspezialisten bisher der Zugang fehlt. Wikipedia schließt diese wichtige Lücke in der allgemeinen Wissenschaftskommunikation. Sie kann beispielsweise sehr gute einführende Artikel zur Athener Akropolis liefern, in denen sowohl die frühen (Grabungs-)Photographien als auch die neueste Literatur zu Akropolisfragen verknüpft werden können. Damit gewinnt die Wikipedia in der Summe ihrer Aktivitäten noch eine weitere Funktion, nämlich die einer eigenen, institutionsübergreifenden Quelleninfrastruktur für die Altertumswissenschaften." (Prof. Dr. Reinhard Förtsch, DAI)

Zu Marcus Cyrons Kernaufgaben als Wikipedian in Residence wird gehören, die Wissenschätze des DAI für Wikipedia zu identifizieren sowie Workshops mit Kuratoren, Fachwissenschaftlern und anderen Mitarbeitern des Instituts zu realisieren. Ziel ist es, alle diese Gruppen zu befähigen, zu Wikipedia beizutragen und Artikel erstellen zu können. Darüber hinaus wird er Tagungen und Treffen zwischen Wikipedianern und Wissenschaftlern organisieren. Dazu sind Führungen mit Ehrenamtlichen geplant, die Informationen oder Bilder für Artikel generieren können.

Die Zusammenarbeit soll sowohl für das wissenschaftliche Institut als auch für die Aktiven im Projekt Wikipedia Früchte tragen. Durch den Austausch über die Arbeit des DAI und die wissenschaftlichen Erkenntnisse kann die Qualität von Wikipedia weiter verbessert werden. Sollte die Verknüpfung von Wikipedia-Artikeln mit den entsprechenden Quellen in DAI-Systemen zur Regel werden, steigt damit die Sichtbarkeit der Leistungen des DAI und die Häufigkeit der Aufrufe seiner Inhalte im Netz. Eine wichtige Rolle kann dabei das freie Medienarchiv Wikimedia Commons spielen, aus dem heute bereits 12 Millionen frei lizenzierte Fotos, Grafiken und andere Mediendateien direkt in Wikipedia eingebunden sind. Hier können ausgesuchte, urheberrechtsfreie und zur Publikation genehmigte Archiv- und Sammlungsbestände des DAI der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden - in Wikipedia und darüber hinaus.

Wikimedia Deutschland unterstützt die Partnerschaft des DAI mit dem Wikipedian in Residence. Der freie Zugang zu kulturell wertvollen Inhalten gehört zu den Kernzielen des Vereins. Bereits 2008 konnte in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Bundesarchiv die Freigabe von mehr als 100.000 ausgesuchten Fotos erreicht werden. 2009 folgte die Öffentlichmachung von 60.000 Dateien aus der Deutschen Fotothek. Mögliche Inhalte des DAI wären Aufnahmen, die älter als 70 Jahre und urheberrechtsfrei sind, aber wichtige, heute teilweise nicht mehr erhaltene Zustände und Zusammenhänge wiedergeben. Dasselbe gilt für digitale Abbildungen aus Stichwerken des Barock oder Beschreibungen und Plänen aus frühen Archiven vor dem Beginn der Fotografie.

Das Modell des Wikipedian in Residence steht im Zeichen der Befreiung weiterer Inhalte und soll in Deutschland etabliert werden. So findet sich mit einer Ausschreibung der Stiftung Stadtmuseum Berlin ein weiteres Stellenangebot auf der Webseite von Wikimedia Deutschland.

Verfolgen Sie das Projekt unter www.dainst.org oder www.facebook.com/dainst

Informationsdienst Wissenschaft e. V.
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29. Mai 2012
Grab in Deir el-Berscha freigelegt

Während der Frühjahrskampagne 2012 der Universität Leuven in Deir el-Berscha unter der Leitung von Harco Willems stießen die Archäologen im südwestlichen Schacht des seit langem bekannten Grabes von Ahanacht I, einem Provinzgouverneur aus dem Mittleren Reich, auf ein weiteres Begräbnis aus dem frühen Mittleren Reich. Es zeigte sich schnell, dass es sich bei dem Bestatteten entweder ebenfalls um einen Gaufürsten oder um den nahen Angehörigen eines solchen gehandelt haben muss. Obwohl das Grab mindestens zweimal geplündert worden sein muss, war eine ganze Reihe von Objekten in situ in der Grabstätte verblieben, die einzigartige Informationen über die zeitgenössischen Bestattungsriten liefern. So wird hier deutlich, dass zunächst der Sarg in den Schacht verbracht wurde und anschließend die Reinigungszeremonie stattfand; im Anschluss daran erfolgte ein Opferritual.
Der erste Grabraub hatte noch in der Antike stattgefunden, woraufhin das Grab lange offen stand; durch Regengüsse bildete sich eine dicke Kalkschicht, die Plünderer des späten 19. Jhs. wohl für den Kammerboden gehalten hatten. Trotz des starken Zerfalls des hölzernen Sarges, der einer Konservierung und Restaurierung bedarf, konnte der Name des Grabinhabers entziffert werden. Er lautet Djehutinacht. Da der Vater des Ahanacht den gleichen Namen trug, ist es relativ sicher, dass dieser seinen Vater in seiner eigenen Grabstätte bestatten ließ. Die Sargreste zeigen außerdem Passagen der im Mittleren Reich üblichen Sargtexte, Nachfolger der Pyramidentexte und Vorläufer der Totenbuchpapyri späterer Zeit. Dies könnte das bisher früheste Beispiel für Sargtexte sein.
Homepage des Dayr Al-Barsha Project
mit illustrierter Pressemitteilung als PDF-Dokument zum Download



27. Mai 2012
Wissenschaftliche Bestätigung für Katzenzucht in Ägypten

An der University of California Davis vorgenommene Vergleiche der DNA von ägyptischen Katzenmumien mit modernen Wild- und Hauskatzen zeigen, dass die in der Ptolemäerzeit massenhaft als Votivgaben getöteten und mumifizierten Katzen aus Züchtungen stammen. Dieses Ergebnis bestätigt einmal mehr die von der Altertumswissenschaft schon länger als wahrscheinlich angesehene Tempelkatzenzucht.
dailymail



27. Mai 2012
Gestohlene Artefakte im Sand vergraben

Die Touristen- und Antikenpolizei fand in der Nähe des Haremhab-Grabes in Sakkara 35 (nach einer anderen Meldung 40) im Sand vergrabene, 6 cm große Uschebtifiguren aus blauer Fayence. Es wird vermutet, dass Diebe die Stücke gestohlen und vorläufig an diesem Platz deponiert haben, um sie zu einem späteren Zeitpunkt aus dem Land zu schaffen. Die Objekte stammen aus einem nahegelegenen Magazin einer Grabungsmission der Cairo University.
english.ahram
egyptindependent

15. Mai 2012
Ein Arbeiter im Sarg eines Priesters

Forscher eines Mumienprojekts am Fatebenefratelli-Hospital in Mailand fanden heraus, dass sich im Sarg des Min-Priesters Anchpachered (22./23. Dynastie) aus Achmim die sterblichen Überreste eines Mannes aus der Zeit von 400 bis 100 v.Chr. befinden. Es wird spekuliert, dass die Priestermumie entfernt wurde, um einen anderen Verstorbenen, gebettet auf eine Art Bahre aus Schilf, in dem hochwertigen Sarg zu bestatten. Der Mann starb im Alter von etwa 40 Jahren und war über 1,70 m groß, d. h. ungewöhnlich groß für die damalige Zeit. Er nahm keine Arzneimittel, litt nicht an Krankheiten und starb nicht durch Gewalteinwirkung. Mit einem Priester hatte er allerdings nichts gemein, denn seine Knie zeigen einen hohen Verschleiß, der vom Tragen schwerer Lasten herrührt. Auf der Basis des Schädels konnte sein Aussehen zu Lebzeiten rekonstruiert werden: Der Mann hatte eine markante Nase, leicht asymmetrische Augen und Brauen und eine leicht eingefallene linke Wange, hervorgerufen durch das Fehlen einiger Zähne.
Der Sarg mit der "falschen" Mumie gehört zum Bestand des Archäologischen Museums von Asti und gelangte 1903 unter ungeklärten Umständen aus einer Privatsammlung dorthin.
discovery (mit einem Fotos des rekonstruierten Gesichts)



09. Mai 2012
3D-Blick unter Mumienbinden

Durch Anwendung eines neuen 3D-Hologramm-Bildgebungsverfahrens ist es Wissenschaftlern in Edinburgh gelungen, annähernd naturgetreue CT-Aufnahmen einer Mumie anzufertigen. Die sogenannte Rhind-Mumie aus dem National Museum von Schottland ist etwa 2.000 Jahre alt (datiert auf etwa 10 v.Chr.); die Mumienhülle ist noch vollkommen intakt. Mit Hilfe der CT-Aufnahmen konnte konnte eine Reihe von Erkenntnissen gewonnen werden: Die Person ist weiblich, 1,57 m groß und starb im Alter von 25 bis 29 Jahren. In der rechten Hand hält sie eine Papyrusrolle mit dem "Buch vom Atmen". Die Todesursache konnte nicht genau festgestellt werden, Vermutungen gehen jedoch dahin, dass sie an einer Infektion infolge einer nicht behandelbaren Lungenentzündung starb. Die einzelnen CT-Aufnahmen werden nach und nach sorgfältig zusammengefügt, so dass ein komplettes 3D-Bild entsteht. Die ersten holografischen Ansichten des Kopfes brachten bereits Erstaunliches zum Vorschein: In die äußere Mumienlage sind Goldamulette eingebracht und auf dem Kopf befindet sich eine kleine metallene Kappe in Form eines Skarabäus.
photonicsonline
photonics.com (mit mehreren hervorragenden Abbildungen)


03. Mai 2012
Drei Tempel sollen in absehbarer Zeit wieder für Besucher zugänglich werden

Nevine El-Aref beschreibt in einem Beitrag in Al-Ahram online die Arbeiten zur endgültigen Herrichtung von drei Tempeln in Oberägypten:

Tempel der Mut in Karnak
Tempel der Isis in Deir el-Schelwit (Westbank von Luxor)
Tempel der Hathor auf Philae (Aswan)

Alle drei Sehenswürdigkeiten sollen schon im nächsten Jahr für die Öffentlichkeit zugänglich sein.


Gelände des Isis-Tempels in Deir El-Schelwit im November 2006
links der Propylon, rechts das Tempelhaus, im Vordergrund Reste der Umfassungsmauer

 



03. Mai 2012
Fertigstellung des Amarna-Museums mit deutscher Hilfe

Ein Artikel in der Onlineausgabe des Tagesspiegel berichtet über die vielschichtigen Probleme, die die ägyptische Antikenverwaltung zu stemmen hat, nachdem sich die politischen Voraussetzungen in Ägypten grundlegend geändert haben. In der Hauptsache quälen finanzielle Sorgen das zuständige Ministerium. Aus diesem Grunde ist man bemüht, für Bauvorhaben ausländische Partner ins Boot zu holen. Das gilt auch für das im Bau befindliche Amarna-Museum in Minja, wo die Arbeiten seit längerer Zeit ruhen. Mit deutscher Hilfe soll es nun fertiggestellt werden. Das erste Treffen zur Vorbereitung des Gemeinschaftsprojekts, bei dem Baufirma, Antikenverwaltung und deutsche Fachleute zusammenkommen sollen, ist für die erste Maihälfte geplant.



Informationsdienst Wissenschaft - idw
Pressemitteilung der Eberhard Karls Universität Tübingen
02.Mai 2012
„Das andere Ägypten“ - Die Expedition Ernst von Sieglin nach Alexandria

Sonderausstellung im Museum der Universität Tübingen MUT vom 11. Mai bis 30. September 2012: alle Marmorskulpturen der Expedition erstmals wieder vereint
Das Museum der Universität Tübingen / Alte Kulturen auf Schloss Hohentübingen und das Institut für Klassische Archäologie der Universität zeigen in einer Sonderausstellung vom 11. Juli bis 30. September 2012 beeindruckende Objekte und Dokumente zu Ernst von Sieglin und seiner Expedition nach Alexandria aus Dresden, Stuttgart und Tübingen.

Aus diesem Anlass findet am Donnerstag, dem 10. Mai 2012, um 11 Uhr auf Schloss Hohentübingen ein Pressegespräch mit Vorbesichtigung dieser Sonderausstellung sowie der neu gestalteten Abteilungen der Dauerausstellung, die gleichzeitig wiedereröffnet wird, statt. Dazu laden wir die Vertreter der Medien herzlich ein!

Der Stuttgarter Ernst von Sieglin (1848–1927) war einer der bedeutendsten Mäzene der Universität Tübingen. Der Großteil der Antikensammlung, die sich heute im Schloss Hohentübingen befindet, konnte durch seine großzügigen finanziellen Zuwendungen erworben werden. Der von humanistischen Idealen geprägte Industrielle veranlasste in den Jahren 1898 bis 1902 die berühmte Expedition Ernst von Sieglin nach Alexandria. Die Expedition hatte vor allem die Erforschung dieses „anderen“, des hellenistisch-römischen Ägyptens im Fokus.

Die vom Institut für Klassische Archäologie mit dem Museum der Universität Tübingen MUT veranstaltete Ausstellung widmet sich nun dem Leben und Werk Ernst von Sieglins und in besonderer Weise dieser Expedition. Es werden sowohl die originalen Pläne, die Tagebücher als auch zahlreiche Funde der Ausgrabung zu sehen sein. Im Mittelpunkt steht ein typisches Phänomen der hellenistisch-römischen Zeit in Ägypten: die Marmorskulptur.

Bildnis einer Ptolemäerin, Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart
Foto: Hendrik Zwietsch - Quelle: idw
Alexander der Große, Württembergisches Landesmuseum, Stuttgart
Foto: Hendrik Zwietsch - Quelle: idw

Nach dem Ende der Expedition schenkte Ernst von Sieglin die Funde und angekauften Sammlungen drei verschiedenen Museen: der Skulpturensammlung in Dresden, dem Württembergischen Landesmuseum Stuttgart und dem Archäologischen Institut der Universität Tübingen. Nach 100 Jahren werden sämtliche Marmorskulpturen erstmals in der Tübinger Ausstellung wieder vereint. Zu den Exponaten gehören Porträts Alexanders des Großen, der ptolemäischen Herrscher, der römischen Kaiser sowie der griechisch-römischen und ägyptischen Götter.

Am 26. Juni wird ein wissenschaftliches Begleitkolloquium zur Ausstellung stattfinden. Im Hirmer-Verlag, München, erscheint ein Bestandskatalog, in dem die in der Ausstellung gezeigten Objekte zum Teil erstmals veröffentlicht werden.

DAUER DER AUSSTELLUNG
11. Mai bis 30. September 2012

ORT
Museum der Universität Tübingen MUT Burgsteige 11 72070 Tübingen

ÖFFNUNGSZEITEN Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr Donnerstag, 10 bis 19 Uhr

Für Rückfragen:
Dr. Ingrid Laube, Kuratorin der Ausstellung
Universität Tübingen
Institut für Klassische Archäologie
Tel: + 49 7071 29-76094
E-Mail: ingrid.laube@uni-tuebingen.de
Frank Duerr M.A.
Museum der Universität Tübingen
Tel: +49 7071 29-74127
E-Mail: frank.duerr@uni-tuebingen.de

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Pressemitteilung der Eberhard Karls Universität Tübingen
02. Mai 2012 16:18
Museum der Universität Tübingen (MUT) zeigt seine Schätze in neuem Gewand

Ab dem 11. Mai 2012 präsentiert das Museum der Universität Tübingen MUT seine Schätze, wie z. B. die frühesten Kunstwerke der Menschheit, nach einem umfangreichen Umbau der Öffentlichkeit wieder in neuem Gewand. In enger Zusammenarbeit mit dem Amt für Vermögen und Bau Baden-Württemberg und dem Stuttgarter Innenarchitekturbüro Marina von Jacobs hat die Universität Tübingen die Dauerausstellung zu den Höhepunkten der Alten Kulturen auf Schloss Hohentübingen aktualisiert und modernisiert.

Aus diesem Anlass findet am Donnerstag, dem 10. Mai 2012, um 11 Uhr auf Schloss Hohentübingen ein Pressegespräch mit Vorbesichtigung der neu gestalteten Abteilungen sowie der Sonderausstellung zur Sammlung Ernst von Sieglin, die gleichzeitig eröffnet wird, statt. Dazu laden wir die Vertreter der Medien herzlich ein!

Zu den umgestalteten Räumen mit zweisprachiger Beschriftung gehört neben dem neuen Eingangsbereich auch ein neuer Bereich zur Geschichte des Schlosses Hohentübingen, der über das Schloss und die Nutzung durch die Universität sowie über die Abteilungen im Museum informiert. Der erste Ausstellungsraum zeigt berühmte Objekte der Älteren Urgeschichte wie die etwa 38 000 Jahre alten Eiszeitfiguren aus Mammutelfenbein, die zu den ältesten Kunstwerken der Menschheit gehören. Am bekanntesten darunter ist sicherlich das Wildpferdchen aus der Vogelherd-Höhle. Im zweiten Raum werden die Funde zum UNESCO Weltkulturerbe der keltischen Pfahlbauten neu präsentiert sowie die Grabungen in der Keltenfestung Heuneburg aus der Späthallstattzeit.

Auch die Highlights der ägyptischen Sammlung, die zu den wichtigsten Universitätssammlungen Deutschlands zählt, und Teile der Originalsammlung der Klassischen Archäologie werden in neuem Licht zu sehen sein. Dazu gehören altägyptische Särge und die Opferkammer des Seschemnefer aus einer Grabanlage aus Gizeh.


Die Opferkammer des Seschemnefer im Museum der Universität Tübingen MUT

Die Dauerausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem SWR um einen Audioguide bereichert, der auch auf Englisch durch die Ausstellungen führen wird. Zudem erscheint ein neuer Bildband zu ausgewählten „Schätzen aus dem Schloss Hohentübingen“ sowie ein Booklet, das Informationen zu allen 43 Sammlungen der Universität Tübingen bereithält.

ORT
Museum der Universität Tübingen MUT, Burgsteige 11, 72070 Tübingen

ÖFFNUNGSZEITEN
Mittwoch bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr Donnerstag, 10 bis 19 Uhr

Für Rückfragen:
Prof. Dr. Ernst Seidl, Museum der Universität Tübingen MUT
Tel.: +49 7071 29-74134
E-Mail: ernst.seidl@uni-tuebingen.de
Frank Duerr M.A., Museum der Universität Tübingen MUT
Tel: +49 7071 29-74127
E-Mail: frank.duerr@uni-tuebingen.de

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