ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion und Texte (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde

 
Juni 2006
28.06.2006
Keine Mumie in KV63

Offensichtlich hat Dr. Otto Schaden und sein Team nun auch den letzten Sarg in KV63 geöffnet. Das berichten diverse Medien, wobei teilweise die Rede vom "achten" Sarg innerhalb der Kammer ist. Bisher hieß es, es seien insgesamt sieben Särge dort aufgefunden worden. Zumindest scheint jetzt sicher, dass auch hier keine Mumie bestattet wurde. Stattdessen kamen wiederum Materialien zum Vorschein, die nach der Beschreibung meines Erachtens u.a. von einer Totenfeier herrühren könnten, wie zum Beispiel Dutzende von aus Pflanzen geflochtenen Girlanden oder Halskragen (leider gibt es noch keine Fotos) und andere, nicht näher bezeichnete religiöse Artefakte. Nadia Lokma, Chefkuratorin des Ägyptischen Museums Kairo, meinte, sie hätte dafür gebetet, eine Mumie zu finden. Das jedoch, was sich dann tatsächlich in dem Sarg befand, sei besser und man könne anhand der Stücke vielleicht herausfinden, mit welcher Person bzw. mit welchen Personen sie in Verbindung standen. Ihre Aussage "Es ist sehr selten. Es gibt nichts Ähnliches in irgendeinem Museum" stimmt nur bedingt. In KV54 fand man scheinbar Reste der Totenfeier für Tutanchamun und u.a. auch einen Halskragen aus Pflanzenmaterial. Eine Nachbildung desselben befindet sich - neben anderen pflanzlichen Artefakten aus ägyptischen Gräbern - im Botanischen Museum Berlin Dahlem (Foto). Das Original ist in Kairo ausgestellt.
Bezeichnend ist die Beschreibung der Sargöffnung: Zahi Hawass, offensichtlich gerade erst in seinem Amt bestätigt, "brach (!) ihn langsam mit bloßen Händen auf". Ein Team des Discovery Channel filmte die Episode und wird demnächst eine diesbezügliche Dokumentation in die Wohnzimmer flimmern lassen. Vielleicht erhalten wir nach der kommerziellen Ausschlachtung detailliertere wissenschaftliche Fakten geliefert.

Quellen:
Jerusalem Post
USA today
abcnews
nachrichten.ch
ntv



25.06.2006
Zwei Sarkophage nahe Giza gefunden

Reuters meldet den Fund von zwei Sarkophagen nur einen Kilometer von den Pyramiden von Giza entfernt. Die Stücke werden auf die späte 26. Dynastie datiert. Die in rot, blau und grün gehaltenen Inschriften auf dem äusseren Sarkophag (2 m lang, 70 cm breit und 60 cm tief) beziehen sich auf Osiris und Re. Der Name des Inhabers lautet Neb Ra Khatow (Nebrachatu?). Der innere Sarg ist anthropoid gestaltet und sei in gutem Zustand, sagt Zahi Hawass, Chef der ägyptischen Antikenbehörde. Die darin befindliche Mumie sei mit einer Pflanzengirlande geschmückt.



25.06.2006
Das Verhalten der Tiere im alten Ägypten

Linda Evans, Doktorandin der Macquarie University, wird ihre Dissertation dem Verhalten der Tiere im alten Ägypten widmen, schreiben die Macquarie University News. Sie hat dafür Tierdarstellungen in 291 Gräbern des Alten Reiches in Giza und Saqqara studiert und meint, dass Ägyptologen die Darstellungen in der Vergangenheit häufig fehlinterpretiert hätten. Die alten Ägypter hätten vom Verhalten der Tiere weit mehr verstanden als es uns heute bewusst sei. Ihre Beobachtungsgabe, die sie in ihre bildlichen Darstellungen eingebracht haben, sei beeindruckend gewesen, zumal eine dreidimensionale Abbildungsweise den Ägyptern nicht geläufig war.

Gut passend zu diesem Thema ist der Hinweis auf eine Ausstellung, die vom 15.07. bis zum 17.09.2006 im Berliner Zoologischen Garten gezeigt werden wird "Ägypten. Ein Tempel der Tiere". Auch hier haben sich Wissenschaftler - interdisziplinär - Gedanken über das tierische Leben im alten Ägypten gemacht, um es den Besuchern nahe zu bringen. Zur Ausstellung wird ein hochwertiger, mehr als 200 Seiten umfassender Katalog herausgegeben, der nicht nur die Exponate beschreibt, sondern durch Artikel namhafter Wissenschaftler die Thematik noch weiter vertieft.



25.06.2006

Lug und Trug - so alt wie die Menschheit

Vor Wiedereröffnung der ägyptischen Sammlung des Fitzwilliam Museums im englischen Cambridge wollten die Kuratoren noch einen Blick ins Innere ihrer aus Hawara (Fayoum) stammenden Tiermumien werfen und ließen sie einer Computertomographie unterziehen, schreibt guardian.co.uk. Das Ergebnis war zum Einen sicher niederschmetternd, bestätigt zum Anderen jedoch die halbseidenen Muimifizierungspraktiken zur Zeit des griechisch-römischen Ägypten:

Eine Katzenmumie enthielt tatsächlich das was sie enthalten sollte, eine kleine Katze, eine kunstvoll gewickelte Ibismumie ebenfalls. Zwei Mumien junger Krokodile dagegen waren mit nichts weiter als einem Rückwirbel bzw. einer Handvoll Stroh, Lumpen und Lehm gefüllt. Ein frommer Pilger, der die Mumien dem Ortsgott Sobek weihen wollte, hat den zuständigen Priestern sicherlich einen guten Preis dafür bezahlt. Bereits viele andere Untersuchungen an Tiermumien sind zu dem Ergebnis gekommen, dass diese häufig nur äusserlich ordentlich zurechtgemacht sind, im Inneren aber lediglich aus Abfall und Müll bestehen.

Die einzige menschliche Mumie des Fitzwilliam Museums, im frühen 20. Jahrhundert von William Flinders Petrie aus dem Fayoum nach England gebracht, stammt ebenfalls aus griechisch-römischer Zeit. Sie ist mit einem zu dieser Zeit üblichen, hübsch anzusehenden Mumienportrait versehen, das jedoch leider nur über den per CT gnadenlos zum Vorschein gebrachten Inhalt hinwegtäuscht: Nacken und Rücken des Körpers wurden nach dem Tode gebrochen, der Kopf wurde auf die Brust gedrückt und der Verstorbene muss bis zu seiner Mumifizierung sehr lange gelagert worden sein, denn lediglich an den Innenseiten der Oberschenkel befinden sich noch Reste von Haut. Man könnte fast annehmen, dass es sich dabei um eine Balsamierung dritter Klasse gehandelt hat, von der Herodot (2, 88) schreibt: "Die dritte, von den Ärmeren angewandte Art der Einbalsamierung ist folgende. Der Leib wird mit Rettigöl ausgespült und die Leiche dann die siebzig Tage eingelegt. Dann wird sie zurückgegeben." Das Museum möchte trotzdem eine Gesichtsrekonstruktion vornehmen, um das Portrait damit zu vergleichen.

Computertomographie zur zerstörungsfreien Untersuchung von Mumien wird von der Wissenschaft in zunehmendem Maße angewandt. twincities.com berichtet, dass das Milwaukee Public Museum seine aus Achmim stammenden Mumien ebenfalls dieser Technik unterziehen will, um Details über das Leben und Sterben der Menschen in Erfahrung zu bringen.



23.06.2006

Die Mumie der Hatschepsut

In den vergangenen Wochen gingen verschiedene verwirrende Meldungen durch die Presse bezüglich der Mumie Hatschepsuts. Bei Headlines wie "Hatschepsuts Mumie nach Kairo überführt" blieb unklar, um welche sterbliche Hülle es sich eigentlich handelt und aus welchem Grab sie stammt. Licht in das Dunkel bringt nun ein Artikel von Zahi Hawass in der jüngsten Ausgabe der KMT, den ich hier nachstehend für meine Leser zusammenfassen möchte*.

KV20 gilt als das königliche Grab der Hatschepsut im Tal der Könige. Von der Lage her scheint sich die Planung an Hatschepsuts berühmtem Totentempel in Deir el-Bahri orientiert zu haben. Als Königin, also vor Übernahme der Pharaonenwürde, bestimmte sie ihren Begräbnisplatz im Wadi Sikket Taqa el-Zeide weit entfernt vom Königstal. KV20 ist bereits seit langem bekannt, denn die ersten Besucher gehörten zur napoleonischen Ägypten-Expedition Ende des 18. Jahrhunderts. Aber erst Howard Carter machte sich im Jahre 1903 daran, das Grab im Auftrage von Theodore Davies freizuräumen. Carter fand zwei Sarkophage aus rotem Quarzit und konnte diese Thutmosis I. sowie Hatschepsut zuordnen. Er ging deshalb davon aus, dass der ursprüngliche Grabbesitzer Thutmosis I. war, während Hatschepsut später dort beigesetzt wurde. Inzwischen gehen die Wissenschaftlermeinungen jedoch dahin, dass Hatschepsut ihren Vater in ihr eigenes Grab hat umbetten lassen, indem sie einen ursprünglich für sich selbst vorgesehenen Sarkophag neu beschriften ließ und ihn darin wiederbestattete. Mumien fand Carter keine, jedoch verschiedene Einzelteile und Fragmente
  • den Quarzit-Kanopenkasten der Hatschepsut als Pharao
  • 15 Kalksteinblöcke mit roten und schwarzen Inschriftresten aus dem Amduat
  • zerbrochene Steinkrüge mit den Namen der Ahmes-Nefertari, Thutmosis I., Königin Ahmose und Hatschepsut
  • verbrannte Reste von Kopf und Fuß einer großen hölzernen Statue
Nur wenige Meter von KV20 entfernt liegt das eventell der Amme Hatschepsuts, Sit-Ra, zuzuordnende Grab KV60. Entdeckt wurde es von Howard Carter im Jahre 1903. In diesem Grab fanden sich mumifizierte Gänse und anderes Opferfleisch inmitten von "Begräbnisschutt", aber auch die entblößten Mumien von zwei älteren Frauen. Einer der beiden Körper lag in einer Sargwanne ohne Deckel, der andere auf dem nackten Boden. Carter entnahm seinerzeit lediglich die Gänse und verschloss das Grab wieder. Wahrscheinlich war es schließlich Edward Ayrton, der Sargwanne einschließlich Mumie einige Jahre später entfernte und in das Ägyptische Museum Kairo schaffen ließ, wo sie schließlich auf dem Dachboden landete. Reste einer kruden Inschrift beziehen sich auf die Amme Sit-Ra, so dass man den darin befindlichen Körper eben dieser Person zuordnete. Die zweite weibliche Mumie verblieb zunächst in KV60. Im Jahre 1989 wurde das Grab ein drittes Mal geöffnet, diesmal von Donald Ryan vom Pacific Lutheran University's Valley of the Kings Project. Ryan ließ die noch immer auf dem Felsboden liegende Mumie fotografieren und in eine Holzkiste legen.

Aufgrund von geplanten Filmarbeiten für eine Dokumentation ließ Zahi Hawass kürzlich nunmehr KV60 ein weiteres Mal öffnen und auch die zweite Mumie inzwischen nach Kairo schaffen (ESIS). Einige Wissenschaftler wie Elizabeth Thomas, aber auch Donald Ryan, vermuten, dass es sich hierbei um die sterbliche Hülle der Hatschepsut handelt. Nicht so Zahi Hawass. Er tendiert vielmehr dazu, die auf dem Museums-Dachboden in der Sargwanne ruhende Mumie als diejenige der Hatschepsut zu identifizieren und er begründet dies plausibel.
  • der linke Arm der Mumie ist in königlicher Pose angewinkelt; der rechte Arm liegt am Körper
  • die linke Hand ist zur Faust geschlossen als hätte sie einen Gegenstand gehalten
  • sie ist aufwändig mumifiziert und war ursprünglich in feinstes Leinen gewickelt, wobei die Finger einzeln bandagiert sind
  • langes weißes Haar ziert noch heute ihren Kopf
  • die Mumie ist nur 1,50 m groß, die Sargwanne jedoch 2,13 m und scheint damit nicht für diese Person angefertigt worden zu sein
  • die in der Sargwanne unter der Mumie liegenden Leinenreste sind nicht von gleicher Qualität wie die Bandagen an der Mumie
  • die ursprünglich in KV60 am Boden liegende Mumie ist weit größer und zu ihr würde die Sargwanne wesentlich besser passen
  • Letztere war bei ihrem Tod augenscheinlich bereits sehr alt und hatte große Hängebrüste (für eine Amme nicht verwunderlich); ihr Armhaltung ist nicht königlich
Hawass nimmt an, dass in der Dritten Zwischenzeit während der großen Umbettungsaktion der königlichen Mumien durch die thebanischen Priester, also in der 21./22. Dynastie, die Mumie der Hatschepsut von KV20 nach KV60 geschafft und in die Sargwanne der Sit-Ra gelegt wurde. Das heißt, bei der seit rund hundert Jahren auf dem Dachboden des Kairener Museums befindlichen Mumie könnte es sich tatsächlich um diejenige der Hatschepsut handeln, während die recht pietätlos auf dem Boden des Grabes abgelegte Person ihre Amme wäre.

Es ist nun geplant, beide Mumien in Kairener Museum zur Ausstellung zu bringen.

 *Ich hoffe, damit weder dem KMT-Herausgeber Greg Reeder noch dem Verfasser des Artikels urheberrechtlich zu nahe zu treten.


19.06.2006
Karnak in Al-Ahram Weekly Online - Ausgabe 799

In der jüngsten Online-Ausgabe von Al-Ahram Weekly findet sich ein Artikel hochbrisanten Inhalts, der sicherlich Reaktionen aller Art – vom konsternierten Kopfschütteln bis hin zum empörten Aufschrei – auslösen wird. Rund um das Karnak Development Project ist eine höchst lebendige Diskussion entbrannt, die weite Kreise gezogen hat. Da man als Außenstehender kaum Partei ergreifen kann – als Besucher war ich bisher lediglich mit großen, vor dem Tempel installierten Bauschildern konfrontiert, habe ich mich entschlossen, den Artikel möglichst wortgetreu und ohne jegliche Wertung zu übersetzen. Glücklicherweise werden neben den Berichten über die Querelen auch einige wertvolle Informationen zu jüngsten Grabungsarbeiten geliefert. Das versöhnt ein wenig.

Die Stimmung auf dem diesjährigen Jahresmeeting zwischen dem Supreme Council of Antiquities (SCA) und der französischen Mission des Centre Franco-Egyptien D'Etude des Temples de Karnak (CFEETK) war trotz freundlicher Fassade angespannt. Einige Beobachter hatten berichtet, dass das Gemeinschaftsprojekt des SCA und des Luxor City Council (LCC), das "Karnak Development Project", wohl der Grund dafür war, zumal für die geplanten Arbeiten das französischen Grabungshaus aus dem 19. Jahrhundert weichen muss. Das Haus im Kolonialstil befindet sich rechts vor dem Tempeleingang und ist für die französische Mission von traditioneller Bedeutung.

Nach Aussage des Ägyptologen Ali Radwan, Co-Direktor in der CFEETK-Delegation des französischen Wissenschaftlers Dominique Valbelle, wird das 50 Mio. LE (knapp 7 Mio. Euro) Projekt den Tempel vor zunehmender Beschädigung bewahren und ihn außerdem mit Restaurierungsmaßnahmen zu früherem Glanz verhelfen. Die zunehmende Bebauung vor dem Tempeleingang soll entfernt werden, so dass Ausgrabungen möglich werden, um den alten Kanal freizulegen, der einst den Tempel - korrespondierend mit dem Tempel der Hatschepsut in Deir el-Bahri - mit dem Nil verband.

Die Baumallee bleibt erhalten; eine Reihe von Akazien und Ficus' wird zusätzlich gepflanzt und der Tempel wird so von der daran vorbeiführenden Straße abgrenzt. Die Basare neben den Tempelmauern werden verlagert in das ehemalige Luxor Stadion an der Corniche. Stattdessen wird es einstöckige Verkaufsflächen geben sowie einen großen Parkplatz und ein Besucherzentrum. In einer Gedenkhalle zu Ehren der frühen französischen Archäologen wie Auguste Mariette, Gaston Maspero und George Legrain werden Fotos, Biografien und Bücher aus dieser Pionierzeit ausgestellt werden.

Nach drei aufeinander folgenden Treffen in Luxor von SCA und CFEETK (seit 39 Jahren in Karnak tätig) konnte man nun Übereinstimmung hinsichtlich der Projektdetails erzielen. Das Projekt hat trotzdem zu starken oppositionellen Strömungen aus verschiedenen Richtungen geführt, sowohl in Ägypten selbst als auch im Ausland. Zu den Oppositionellen zählt auch die Spezialistin für islamische Kunst und Förderin der traditionellen ägyptischen Kunst und Architektur Shahira Mehrez, die das Karnak-Projekt ebenso wie die Evakuierungen auf der Westbank und an der Umgehungsstraße von Luxor im Foto festgehalten hat. Selbst die UNESCO ist inzwischen auf den Plan getreten mit der Forderung an den SCA, seine Pläne im Zusammenhang mit diesem wichtigen Weltkulturerbe genau zu erläutern.

"Ich bin in Luxor, weil ich aufgeschreckt bin wegen des Abrisses von Gebäuden aus dem 19. Jahrhundert und der Evakuierung der Leute aus Qurna, die zweifellos zu ihrem Untergang führen wird," sagte Mehrez Al-Ahram Weekly. Sie fügte hinzu, dass vor dem Karnak-Tempel bereits Bulldozer an der Arbeit seien. "Auch wenn ich bisher keinen persönlichen Kontakt zur UNESCO hatte, wäre ich geschmeichelt, wenn ich die UNESCO mit all ihren Institutionen und Organen mit relevanten Informationen versorgen könnte. Die Angst, nicht ernst genommen zu werden, hält mich jedoch zurück." sagte sie. "Ich bin sicher nicht parteiisch hinsichtlich der Differenzen zwischen SCA oder LCC und der UNESCO - auch wenn ich Letztere unterstütze bei ihrem Standpunkt in Sachen Konservierung; ich bin auch kein Teil einer finsteren Verschwörung, die den Ägyptern Teile ihres Heimatlandes wegnehmen und es Ausländern überlassen will. Ich bin keine Ägyptologin, aber ich bin eine betroffene, kultivierte Einwohnerin und ich glaube, dass der Karnak-Tempel nicht das  Privateigentum einiger Weniger ist, sondern ein Vermächtnis, das den Ägyptern ebenso gehört wie der Menschheit als Ganzes. Ich glaube außerdem, dass ich nicht nur das Recht, sondern sogar die Pflicht habe, meine Kritik zu äußern." sagte Mehrez.

Den ganzen Monat Mai hindurch kursierten Gerüchte innerhalb der in- und ausländischen Archäologen wegen der "katastrophalen" Arrangements, die unter dem Karnak Development Project vorangetrieben wurden. Die Gerüchte besagten, dass SCA und LCC den Karnak-Tempel aus seinem optischen und antiken Kontext reißen wollten, indem sie eine verpfuschte Lösung des Problems zur weiteren Bebauung implementieren würden. Der schlimmste Teil des Planes sei, so die Gerüchte, die Errichtung eines 2 m breiten Betonwalls rund um den Tempel, der die archäologischen Schichten des Tempels beschädigen würde, sowie der Bau einer Umgehungsstraße in unmittelbarer Nähe und über die Reste von fünf unter Echnaton entstandenen Tempeln hinweg. Die Straße würde den Tempel in zwei Teile trennen. Es wurde außerdem gemunkelt, dass die Planung den Bau eines Yachthafens zwischen der Tempelfront und dem Nil einschließt, und dass ein Einkaufszentrum auf das Gelände des französischen Grabungshauses gebaut werden soll, wobei auch die 50 Jahre alte Baumallee entfernt würde. Einige Gegner der Planung sandten einen Fotobericht an die UNESCO, was den Direktor für Weltkulturerbe, Francesco Bandarin, zu der Drohung veranlasste, den Tempel von der Liste zu streichen. SCA-Generalsekretär Zahi Hawass reagierte darauf sehr zornig. Der Bericht sei nichts weiter als das Ergebnis von Gerüchten und Klatschgeschichten.

Hawass sagte gegenüber Weekly, die Planung sehe vor, frühere Fehler in der modernen Bebauung Karnaks zu korrigieren. Legrains Haus, Geschäfte, Basare und das französische Grabungshaus stünden auf einem Hafen aus dem Neuen Reich und auf dem dem Kanal, der den Karnak-Tempel mit dem Tempel der Hatschepsut auf der Westbank "verbunden" hätte. "Ich glaube, es ist an der Zeit, Karnak zu seinem einstigen Glanz und zur Ehrerbietung zurückzuführen" meinte er. Dies würde sichergestellt durch das Entfernen aller modernen Bebauung und durch weitere Erforschung der archäologischen Belege des Tempels. "Die Geheimnisse seiner Geschichte werden entschlüsselt werden". 

Nun wurde ein Komitee gebildet, das die innerhalb der Rahmenbedingungen des Projektes durchzuführenden Arbeiten überwachen soll. Die Mitglieder bestehen aus SCA-Offiziellen, prominenten Ägyptologen und Ingenieuren. Die Leitung hat Sabri Abdel-Aziz, Kopf des SCA Ancient Egyptian Department. Abdel-Aziz ist berechtigt, jederzeit einen Stopp der Arbeiten zu veranlassen, falls Probleme auftauchen und eine Untersuchung durch die Verwaltung anzufordern. 

Shahira Mehrez sieht ein weiteres Problem darin, dass der Einkaufsbereich nur 600 m vom Tempel entfernt gebaut werden soll. „Wenn die Geschäfte schleichend an oder in das Tempelgelände hineinwachsen, dann wäre das ein schrecklicher Fehler, der behoben werden muss“ sagt sie. Sie schlägt vor, dass die Rechtsberater des SCA nach einer passenderen Lösung suchen sollten. „Durch Nachbesserung sollten nicht etwa weitere Fehler entstehen“ sagt Mehrez. Sie führt aus, dass Karnak nur ein paar Minuten von den Hotels, Restaurants und Shopping Centern von Luxor entfernt liegt. „Es gibt eine Menge von Touristenshops in der Stadt und es ist nicht erforderlich, auch noch die Monumente damit vollzustopfen. Wir sollten den Wert und die Wichtigkeit der historischen Stätten nicht herabmindern und die Aufmerksamkeit der Besucher – ob einheimisch oder ausländisch – nicht ablenken von der Ehrfurcht für diese bemerkenswerte Errungenschaft der Menschheit. 

Mehrez führte ein weiteres Beispiel an für Parkplätze kombiniert mit langen Wegen vorbei an Verkaufsständen, und zwar in Deir el-Bahri am Tempel der Hatschepsut und am Eingang zum Tal der Könige. Unglückliche Touristen müssten dort Spießruten laufen, belästigt von Schwärmen von Verkäufern. 

Abdel-Aziz hält dagegen, dass die Verkaufsstände in Deir el-Bahri sich außerhalb des Tempelgeländes befinden, so dass keine Gefahr für das Monument besteht. „Es gibt jetzt einen Plan, die Stände umzusetzen in einen Gebäudekomplex unter dem Luxor Markt im City Center“ sagt er. Ein ähnlicher Plan ist terminiert für das Tal der Könige, wo das Site Management Project ein Besucherzentrum einschließt, das auch die Verkaufsstände beherbergen soll. 

Hawass sagt, er erwarte nunmehr die Ausschreibung für die architektonische Gestaltung des Parkbereiches und des Besucherzentrums in Karnak vom LCC, damit reguläre Site Management Methoden sichergestellt werden können. „Wenn die Gefahr der Verschandelung der Umgebung besteht, wird der komplette Plan gecancelt bis eine besser passende Gestaltung angeboten wird“ fügt er hinzu und sagt zu, dass auf dem Gelände, das nur Parkraum, einige Basare und ein Besucherzentrum beinhaltet, kein Restaurant gebaut werden wird. Die für den Abriss vorgesehen Gebäude umfassen nicht ausschließlich die französische Mission, sondern auch Aufenthaltsräume, Lagerräume und Werkstätten des SCA. „Sie sind fast 60 Jahre alt und kein schöner Anblick“ meint Hawass. 

Hinsichtlich der Umsiedelung der Bewohner von Qurna führte Hawass aus, dies sei nötig, weil die Menschen ihre Häuser auf antiken Gräbern errichtet haben. Über einen Zeitraum von mehr als 100 Jahren haben sie unter ihren Häusern gegraben, die Grabdecken beschädigt und die Schätze geplündert. Das Grab des Huy, Wesir unter Tutanchamun, ist ein solches Beispiel; die Decke ist dort inzwischen eingestürzt. Entsprechend der Planung werden die Einwohner von Qurna umgesiedelt nach el-Tarif außerhalb Luxors. Ihre alten Häuser werden abgerissen, einige gut erhaltene sollen jedoch dort verbleiben – allerdings ohne Bewohner. „Jeder der dazu aufruft, die Bewohner in Qurna zu belassen, ist kein national eingestellter Mensch; er oder sie ist gegen die Erhaltung und Wahrung von Ägyptens Erbe“ insistiert Hawass. 

Positives
Die französische Mission in Karnak kann mit fruchtbaren Resultaten aufwarten. Während der routinemäßigen Entfernung von modernem Füllmaterial aus einer Kapelle der 25. Dynastie unter Schabataka nahe den Priesterhäusern südöstlich des Heiligen Sees kamen verschiedene dekorierte Blöcke zum Vorschein, die zur Ostwand der Kapelle gehören. Dank früher Zeichnungen von Richard Lepsius war es möglich, die meisten von ihnen zu identifizieren. Einer der Blöcke, er wurde unter dem linken Türpfosten der Kapelle gefunden, zeigt auf der einen Seite das Gesicht eines Mädchens, das Opfergaben trägt, und auf der anderen Seite Schabataka selbst. Ein kompletter Siegelabdruck von der Tür wurde ebenfalls freigelegt, vielleicht von einem der Siegel, die zum Verschließen und Versiegeln des Eingangstors zur Kapelle verwendet wurden. Fulbert Dubois, verantwortlich für die Restaurierung und Grabung in diesem Bereich, sagte, während der nächsten Grabungssaison sollten weitere Studien durchgeführt werden, und die Hinzuziehung von Spezialisten würde es erlauben, ein komplettes Bild über das tägliche Leben der Karnak-Priester zu zeichnen. Die Ausgrabungen im Priesterbereich haben außerdem Papyri mit dem Namen Psammetik-mery-Neith hervorgebracht; ebenso Strukturen aus der Zeit vor dem Neuen Reich. 

Der Opet-Tempel zwischen dem 6. und 7. Pylon ist ein weiteres Ziel der Franzosen. Ein Restaurierungsprojekt wurde in Angriff genommen, um diesen Tempel besser zugänglich zu machen für Besucher. Während der nächsten Kampagnen wird der Tempel restauriert und zu einer neuen Attraktion in Karnak werden. Dieses Jahr hat die Säuberung von Tempelräuberlöchern es ermöglicht, die Baustruktur zu untersuchen sowie die Wiederverwendung der Verfüllung. Es wurden Zeichnungen von verschiedenen Bereichen angefertigt und Restauratorin Agnès Oboussier sagt, der dreidimensionale Plan vom Tempel und die fotografische Erfassung liefern eine aufregende grafische Dokumentation. Zehn wieder verwendete Blöcke aus der Zeit Tuthmosis’ III. und Psammetik II. wurden auf der Plattform gefunden; sie wurden auf Mastabas gesetzt. Die Plattformnische wurde restauriert und die fünf Hauptkammern des Tempels mit neuen Steinen versehen. Es gab kleine Reparaturen im Mauerwerk, die Plattformwände und der Pylon wurde konsolidiert und die Malereien im Nordraum gesäubert. Ein wieder verwendeter Block von Amenemhet III. wurde restauriert. 


Zwischen den Pfeilern des westlichen Teils des Portikus-Innenhofs von Tuthmosis IV. wurde ein Sandsteinpflaster gelegt. Viele neu gefundene dekorierte Fragmente wurden in die Pfeiler integriert. Die fotografische Aufnahme der 20 Pfeiler ist nahezu abgeschlossen.
(Standort Open Air Museum - Foto links) 


An der Kalzit-Kapelle Amenophis II. wurde die Anbringung des farbigen Anstrichs auf der Reproduktion der Obelisken fortgesetzt. Die Rekonstruktion ist fast fertig und es bleibt nur noch die Verlegung eines neuen Pflasters vor dem Bauwerk.
(Standort Open Air Museum - Foto rechts)

Ausgrabungen südöstlich des Heiligen Sees haben eine Lehmziegelbefestigung aus der Zeit Tuthmosis III. zum Vorschein gebracht. 

Negatives
Vor zwei Jahren wurde zwischen dem SCA und dem CFEETK eine Vereinbarung unterzeichnet, nach der die französische Mission sich bereit erklärt hat, eine Reihe junger ägyptischer Archäologen auszubilden. Bei ihrem diesjährigen Besuch stellte die ägyptische Behörde fest, dass die Vereinbarung nicht eingehalten wird. 

„Ich war nicht glücklich über die jungen ägyptischen Archäologen“ sagt Ali Radwan. „Sie erzählten mir, dass sie nicht von der Feldarbeit profitieren und dass die Franzosen ihnen nur kleine Arbeiten zuteilen.“ 

In einer Pressekonferenz im Luxor Museum gab Hawass dann bekannt, dass Radwan zum wissenschaftlichen Co-Direktor gemeinsam mit Dominique Valbelle vom CFEETK ernannt wird. Radwan war Assistent von Professor Gihan Zaki, Helwan University. „Ägypter müssen eine stärkere Präsenz in Karnak erhalten“ konstatierte Hawass. 

Radwan wird jedes Jahr 20 junge ägyptische Archäologen auswählen, tätig in verschiedenen Disziplinen wie Restaurierung, Dokumentation, Ausgrabung und Zeichnen, die in Karnak operieren sollen. „Ich suche nach jungen Archäologen, die nicht nur lernen wollen, sondern auch kritischen Sinnes sind und von starker Persönlichkeit. Sie müssen ihre Meinung frei zum Ausdruck bringen und ihren eigenen Standpunkt vertreten“ sagte er. 

Die Nominierung Radwans als wissenschaftlicher Co-Direktor erfolgte auch wegen einiger unzureichender Restaurierungen in zwei Arealen des Karnak-Tempels durch die französische Mission: die Kapelle Sethos’ II. und der Obelisk der Hatschepsut. Zur Rekonstruktion der Kapelle haben die Franzosen Material benutzt, das tiefgrünem Granit gleicht, welches jedoch nicht das korrekte Material ist. „Wir werden dieses Material wieder entfernen und mit Verputz ersetzen bis wir einen Original-Ziegel des Kapellenportals gefunden haben“ sagte Mansour Boreyak, Generaldirektor der Monumente von Luxor und Oberägypten. 

Hinsichtlich des Hatschepsut-Obelisken zeigten sich einige Archäologen betroffen über die Ausgrabungen, die dieses Jahr an dessen Fuß in der Wadja-Halle durchgeführt wurden. Nach der letztjährigen Ausgrabung stieß die Mission auf eine zweite lebensgroße königliche Doppelstatue des Neferhotep I. aus dem Mittleren Reich. Diese Statue zeigt den König in der üblichen königlichen Standschreitposition; er trägt ein königliches Nemes-Tuch und hält eine Keule in der einen Hand und seinen Ka an der anderen. An der Stirn trägt er das Emblem einer Kobra als königliches Symbol. Obwohl der Schacht, in dem sich die Statue befindet, wieder mit Sand verfüllt wurde, stellten einige Archäologen fest, dass die Ausgrabung die Stabilität des Obelisken beeinträchtigt hat; die Statue ist Teil des Fundaments. Das Entfernen von Füllsand, der seit dem Neuen Reich dort liegt, hat die Stabilität des Untergrundes gestört. Geologische und archäologische Studien sollen nun die exakte Position ermitteln.



13.06.2006

Notgrabungen in Aswan

Unter der Leitung von Cornelius von Pilgrim befindet sich seit Jahren ein Team des Schweizerischen Instituts für Bauforschung in Aswan im Einsatz, um bei möglichst jedem modernen Bauvorhaben in der Stadt vor Ort Sondagen und Notgrabungen vorzunehmen, ehe vielleicht noch auffindbare Relikte der Antike für immer im Beton der Baugruben verschwinden. Die aufreibende und vielleicht manchmal auch frustrierende Aufgabe einer Task Force: schneller Zugriff, möglichst genaue Aufnahme der Befunde in kürzester Zeit - und was bleibt ist vielleicht nicht mehr als eine Hinweistafel an der Wand eines Neubaus, der mehr als 2000 Jahre alte Ruinen unter sich begraben hat.

Längerer Artikel zur Arbeit von Pilgrim's und seines Teams in nzz.ch



12.06.2006

Christie's Auktionsobjekt als Diebes- und Schmuggelgut entlarvt

Ein Alabastergefäß in Form einer Ente, das in Daschhur ausgegraben und in den 1970ern aus einem Lagerhaus vor Ort entwendet worden war, befand sich in einem Katalog des New Yorker Auktionshauses Christie's. Es sollte für 20.000 bis 30.000 $ in den Verkauf gehen. Die ägyptische Antikenbehörde erhielt davon Kenntnis und forderte die Rückgabe, die nun komplikationslos erfolgen soll.
szon.de
today.reuters.com



11.06.2006

Ehrung für James Simon

Der Mäzen und Geldgeber für Borchardts Amarna-Grabungen James Simon, dem Berlin nicht nur die Nofretete-Büste verdankt, erfährt endlich eine längst überfällige Ehrung. Der Name Simons ist nicht nur mit antiken Kunstschätzen verbunden, sondern auch mit diversen Stiftungen zugunsten Bedürftiger. Im Berliner Bezirk Tiergarten befand sich einst die Villa James Simons, wo "Nofretete auf dem Kaminsims" stand, wie der Artikel in der Berliner Morgenpost betitelt ist. Heute steht auf dem Gelände die Landesvertretung Baden-Württemberg. Eine Gedenktafel wird künftig an James Simon erinnern.

Vom 19. bis 23.06.2006 kommen in der Baden-Württembergischen Landesvertretung Repliken von "Porträts der Amarna-Zeit" zur Ausstellung (Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 08.30 bis 16.30 Uhr, Freitag 08.30 bis 15.30 Uhr).



08.06.2006
Ägyptische Inschriften im iberischen Baskenland


Archäologen stießen in römischen Siedlungsruinen in Iruna-Veleia aus dem 3. Jahnhundert auf etwa 270 Inschriften, darunter auch ägyptische Hieroglyphen. Dies meldet eitb24.com. Fotos sind zu finden unter terraeantiqvae.blogia.com.


05.06.2006
Schutzmaßnahmen für die Monumente in Karnak beschlossen

Eine französisch-ägyptische Cooperation soll mit einer 50 Mio. LE Budget (knapp 7 Mio. Euro) dafür sorgen, dass die unersetzlichen Denkmäler im Tempel von Karnak künftig besser vor Zerstörung oder Beschädigung geschützt werden. Es sollen vorgeschriebene Touristenpfade angelegt werden und das komplette Areal vor dem Tempel mit seinen Shops und Wartezonen für Taxis wird umgestaltet. Einkäufsmöglichkeiten und Cafetarias werden dann in ebenso sicherer Entfernung zum Tempelareal zu finden sein wie Taxis oder Pferdedroschken. Die Inhaber der bisherigen Shops werden entschädigt.

Französische und ägyptischen Archäologen wollen ausserdem daran gehen, den antiken Nilhafen, die Tempelanlegestelle von Karnak, freizulegen, sagte Zahi Hawass im Egyptian State Information Service.


02.06.2006

KV 63

Von der Grabung gibt es offensichtlich nichts wirklich Neues. Der kleine Goldsarg, der im fünften geöffneten Holzsarg unter mehreren Kissen gefunden wurde, war leer. Man möchte versuchen, dem Inhalt der beiden noch verbliebenen geschlossenen Särge mit Hilfe eines transportablen Röntgengerätes auf die Spur zu kommen, ist bei commercialappeal.com zu lesen. Ob diese Untersuchung inzwischen erfolgt ist, weiß man nicht. Über ein Ergebnis ist bisher jedenfalls nichts bekannt geworden.

Inzwischen sind erwartungsgemäß die Spekulanten unterwegs, was den Inhalt der beiden noch ungeöffneten Särge anbelangt. Beispielsweise macht middle-east-online.com am 06.06.2006 mit der Schlagzeile auf "Tutankhamun's mum's mummy?" und viele andere Meldungen gleichen Inhalts folgen auf dem Fuße. Mansour Boraik, Chef der Antikenbehörde in Luxor, spricht von einer 70prozentigen Chance, dass eine königliche Mumie gefunden werden könnte. Dr. Otto Schaden, der Grabungsleiter, kann sich vorstellen, die sterbliche Hülle der Anchesenamun, der Witwe von Tut-anch-Amun, zu finden. SCA-Chef Zahi Hawass wiederum rechnet scheinbar damit, die Mumie der Mutter des jungen Königs zu finden - obwohl die antiken Familienverhältnisse alles andere als klar sind. Zur Zeit weiß niemand, wer die Eltern von Tut-anch-Amun sind; im Kreise diverser Wissenschaftler existieren die unterschiedlichsten Theorien. Man sollte also abwarten und sich besser nicht auf fruchtlose Spekulationen einlassen.