ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Juni 2008
30. Juni 2008
Rückgabe von Schmuggelgut an Ägypten

Die Medien berichten dieser Tage noch einmal über die Rückgabe eines Kalksteinreliefs, das aus einem Grab in Theben-West entwendet und in einem Auktionshaus gelandet war. MSNBC erwähnt eine Inschrift mit der "Kartusche einer Königin". Es dürfte sich jedoch um das Relief aus dem Grab der Mutirdis handeln, über das hier bereits mehrfach berichtet wurde (zuletzt s.u. 04.06.). Dies bestätigt auch der Egypt State Information Service. Aus London kehrte ein menschlicher Schädel aus griechisch-römischer Zeit nach Ägypten zurück.

30. Juni 2008
Vogelnekropole bei Abydos

Ein ägyptisches Team stieß im nördlichen Abydos auf drei mumifizierte Geier (!) und sieben Falken. Die Tiere sind in Binden gewickelt und teilweise in großen Töpfen bestattet worden. Das Grab hat eine Tiefe von 1,5 m. Man fand außerdem Votive, die im Zusammenhang mit der Verehrung der Vögel zu sehen sind, sowie Keramik- und Steinobjekte. Auch Uschebtis kamen zum Vorschein. Es steht nun die Entscheidung an, ob in diesem Areal weitere Grabungen in Angriff genommen werden.

latercera (in spanischer Sprache)
nortecastilla (in spanischer Sprache)

29. Juni 2008
Spanische Mission erhält Lizenz für Arbeiten am Qubbet el-Hawa, Aswan

Ein Grabungsteam der spanischen Universidad de Jaén unter der Leitung von Alejandro Serrano-Jimenez ist für eine zunächst einmonatige Kampagne nach Aswan gereist, um Untersuchungen an dortigen Gräbern aus dem Alten Reich vorzunehmen. Die Grabstätten befinden sich am Qubbet el-Hawa, einem Hügel am westlichen Nilufer in Aswan. Viele dieser Gräber sind seit langem nicht mehr wissenschaftlich bearbeitet worden und können zu einem großen Teil keiner Person zugeordnet werden. Hier möchte das spanische Team ansetzen und Wissenslücken schließen. Ziel der spanischen Wissenschaftler ist es, nach der jetzt laufenden vierwöchigen Kampagne die Grabungsarbeiten im Oktober 2009 fortzusetzen.

Das Foto zeigt einen Teil der Nekropole am Qubbet el-Hawa

ideal.es (in spanischer Sprache)

29. Juni 2008
Syrer fanden Basaltblock mit hieroglyphischer Inschrift

25 km östlich von Damaskus fanden syrische Archäologen einen 70 x 50 cm großen, u.a. mit Hieroglyphen beschrifteten Basaltblock. Der Block kann Ramses II. zugeschrieben werden. Noch sichtbar sind ein Bein des Königs und hinter ihm ein Fuß des Amun, der auch namentlich genannt ist. Das Datum ist leider unleserlich. Ein ähnliches Stück wurde bereits vor einigen Jahren im syrischen Al-Kiswah freigelegt. Auch dieses stammt aus der Regierungszeit Ramses' II. und befindet sich heute im Damaskus National Museum.

AFP

26. Juni 2008
Bemalte Holzsärge in Saqqara freigelegt

Eine ägyptische Mission des Cairo University's Archaeology College stieß nahe des Aufweges zur Unas-Pyramide in Saqqara auf verschiedene bemalte Särge. Einige von ihnen können auf die 19. Dynastie, die Zeit Ramses' II. datiert werden; andere, noch ungeöffnete Särge stammen aus der Spätzeit. Gefunden wurden sie in den Gräbern höherer Beamter der 18. und 19. Dynastie. Auch einige Statuen kamen bei den Grabungen ans Licht. Sie repräsentieren die Sarginhaber. Mit ihren Artikeln veröffentlichen einige Medien auch Abbildungen, wie chinadaily mit einem Foto des Sarges von Maay, Schreiber im Palast (Tempel?) der Maat unter Ramses II. oder dailystaregypt; dort ist die Abbildung eines bemalten Blockes zu sehen, der Wadj-Mes, Aufseher der Truppen Ramses' II., zugeordnet wird.

AFP
Egypt State Information Service

26. Juni 2008
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Universität Trier

Multi-Kulti in der Antike: Internationale Konferenz "Ägypten unter römischer Herrschaft"
3.-6. Juli 2008 in Hildesheim.

"Tradition und Transformation. Ägypten unter römischer Herrschaft" ist der Titel einer internationalen Konferenz, die vom 3. bis zum 6. Juli 2008 in Hildesheim in Kooperation zwischen Altertumswissenschaftlern der Universitäten Trier und der Swansea University (UK) sowie dem Roemer- und Pelizaeus-Museum stattfindet. Hier trifft sich die Crème de la Crème der Forschung zum römischen Ägypten. Althistoriker, Archäologen, Ägyptologen, Papyrologen und Epigraphiker aus der ganzen Welt diskutieren im Austausch der Fächer neueste Ergebnisse.

Ägypten wurde im Jahr 30 v. Chr. Provinz des römischen Imperiums. Für das Land am Nil begann damit eine neue Fremdherrschaft, denn seit dem sechsten Jahrhundert v. Chr. regierten nicht-ägyptische Könige: Zunächst waren es die Perser, dann die Ptolemäer aus Makedonien und schließlich die Römer. Neben ungebrochenen Traditionen gab es im Leben der multiethnischen Bevölkerung Ägyptens von da an massive Änderungen. Ziel der Konferenz ist es daher, für die Zeit der römischen
Fremdherrschaft dieses Spannungsverhältnis zwischen neuen Herrschaftsstrukturen und althergebrachter Lebenswelt, zwischen Wandel und Konstanz auszuloten.

Die 25 Konferenzbeiträge stützen sich entsprechend ihrer breiten fachlichen Differenzierung auf unterschiedliche Quellen  wie etwa
Papyri, Inschriften, kunsthistorische Objekte, archäologische (Be-)Funde und decken ein vielschichtiges Themenspektrum ab.
Verwaltungsstrukturen des römischen Ägyptens interessieren genauso wie Alltagskulturen, religiöses Leben und Begräbnispraxis auf dem Land, in Provinzstädten und in der Metropole Alexandria. Diesen Themen ist eine ganze Sektion gewidmet. Die Althistorikerin Prof. Katelijn Vandorpe (Uni Leuven) beispielsweise spricht über "Women and Gender in Roman Egypt", während der Ägyptologe Dr. Holger Kockelmann (Uni Trier) die "Krokodilgötterkulte" genauer unter die Lupe nimmt. Den Festvortrag
hält am 5. Juli 2008 um 19.15 Uhr Prof. Peter van Minnen (Uni Cincinnati/USA) zum Thema "Archaeology and Papyrology: Digging and Filling Holes?".

Das ausführliche Programm der Konferenz steht im Internet: http://www.sfb600.uni-trier.de/filebase/Z/A1_ProgV2008.pdf

Ausstellungseröffnung:
Die neu gestaltete ägyptische Dauerausstellung "Das Alte Reich in neuem Licht" des Roemer- und Pelizaeus-Museums wird am Abend des ersten Konferenztages, 4. Juli 08, um 18.30 Uhr eröffnet.

Zur Forschung in Trier
Gefördert wird die Tagung u.a. vom Sonderforschungsbereich 600 "Fremdheit und Armut" der Universität Trier. Konferenzorganisator ist Privatdozent Dr. Stefan Pfeiffer. Er forscht in Trier zur Entstehung der multikulturellen Gesellschaft im griechisch-römischen Ägypten. Zwei seiner aktuellen Publikationen stellen diese Ergebnisse vor: Wie sich griechisch-hellenistische und ägyptische Traditionen miteinander verbanden und gleichzeitig koexistierten zeigt Pfeiffer in seinem 2008 im Beck-Verlag erschienenen Band Herrscher- und Dynastiekulte im Ptolemäerreich. Systematik und Einordnung der Kultform. Der von
Pfeiffer herausgegebene Sammelband zu Ägypten unter fremder Herrschaft" nimmt für den gesamten Zeitraum von der persischen bis zur römischen Herrschaft verschiedene Aspekte der Fremdheit zwischen Besetzern und Untertanen in den Blick, erschienen 2007 im Verlag Antike.

Stefan Pfeiffer, Herrscher- und Dynastiekulte im Ptolemäerreich. Systematik und Einordnung der Kultform
München, Beck 2008


Stefan Pfeiffer (Hg.), Ägypten unter fremden Herrschern zwischen persischer Satrapie und römischer Provinz
Frankfurt, Verlag Antike
2007

Information und Kontakt:
PD Dr. Stefan Pfeiffer
Universität Trier
Sonderforschungsbereich "Fremdheit und Armut"
Tel.: 0651/201-2505 oder /201-2440 (Donata Schäfer)
E-Mail: <pfei3501@uni-trier.de>; <scha3203@uni-trier.de>

oder

Dr. Gisela Minn
Geschäftsführung
Sonderforschungsbereich "Fremdheit und Armut"
Tel.: 0651/201-3291
E-Mail: <minn@uni-trier.de>

Die gesamte Pressemitteilung erhalten Sie unter: http://idw-online.de/pages/de/news267657
Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung stehen unter: http://idw-online.de/pages/de/institution103
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24. Juni 2008
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Rückkehr an die Geburtsstätte
40. Jahrestagung der Ständigen Ägyptologenkonferenz in Würzburg

Sie wollen aktuelle Forschungen und Entwicklungen in ihrem Fach besprechen und neue Impulse setzen: Am kommenden Freitag den 27. Juni kehrt die Ständige Ägyptologenkonferenz (SÄK) mit ihrer 40. Jahrestagung nach Würzburg - ihre Geburtsstätte - zurück. Die Tagung wird um 15.30 Uhr in der Neubaukirche eröffnet - der Festvortrag von Professor Wilfried Seipel, Generaldirektor des Kunsthistorischen Museums Wien, beginnt um 16 Uhr. Der Ägyptologe, der in seinem Reich auch die Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation beherbergt, wirft einen Blick auf die Entwicklung des Faches seit
1968. Am darauffolgenden Samstag kommen in der Neuen Universität, Sanderring 2, von 9.30 Uhr an vor allem jüngere Wissenschaftler zu Wort und tragen ihre Arbeitsergebnisse vor. Das aktuelle Programm kann unter http://www.aegyptologie.uni-wuerzburg.de/ eingesehen werden.

Vor 40 Jahren - man schrieb das Jahr 1968 - hat die Ständige Ägyptologenkonferenz in Würzburg erstmals neue Impulse gegeben. In Würzburg traf sich der Deutsche Orientalistentag, an dem auch immer die Ägyptologen teilnahmen. Doch auch die Ägyptologie, die sich eher um gesellschaftliche Konzepte des Alten Ägypten als die der Bundesrepublik kümmert, war vom Geist von 68 erfasst. Viele der jüngeren Wissenschaftler waren mit dem Status Quo unzufrieden und fühlten sich und ihre Interessen im Kreis der Orientalisten nicht mehr aufgehoben. In verschwörerischer Runde, berichtet Martin Andreas Stadler, Mitarbeiter am Lehrstuhl für Ägyptologie die Entstehungsgeschichte, kamen rund 20 junge Ägyptologen zusammen und diskutierten im Südflügel
der Residenz. Es waren vor allem Wissenschaftler, die noch nicht auf Lehrstühlen etabliert waren, mit Ausnahme von Philippe Derchain, schon damals Professor in Köln. Der Zirkel befand, die Ägyptologie würde in der Deutschen Orientgesellschaft untergehen, und beschloss, man sei nun so weit, sich selbst zu repräsentieren. Friedrich Junge, später dann Lehrstuhlinhaber in Göttingen, trug die Idee noch auf dem Orientalistentag vor, worauf sich zwei Fronten - jung gegen alt - bildeten, und die Angelegenheit vertagt wurde. Diese "revolutionäre Zelle", wie es das ägyptologische Establishment empfand, wurde vom Bodenheimer Kreis zunächst bekämpft. Jener Bodenheimer Kreis war eine Gruppe von Ordinarien, die sich erstmals in der Wohnung von Erich Lüddeckens in Bodenheim traf, als dieser noch in Mainz Professor war. 1964 war Lüddeckens aber bereits als erster Lehrstuhlinhaber für Ägyptologie nach Würzburg berufen worden. So erweist sich Würzburg als Brennpunkt der innerägyptologischen Konflikte im denkwürdigen Jahr 1968. 1969 trafen sich die jungen Ägyptologen wieder und nun nahm die
Organisationsform der deutschsprachigen Ägyptologie Gestalt an. Man kam überein, keinen formellen, deutschen Verein mit festen
Organisationsstrukturen zu gründen, sondern sich jährlich an einem anderen Ort zu treffen. Günter Dreyer, der dieses Jahr als Direktor des Deutschen archäologischen Instituts Kairo pensioniert wird, schlug nach dem Vorbild der Ständigen Kultusministerkonferenz den Namen "Ständige Ägyptologenkonferenz" (SÄK) vor, der sich für die Treffen auch tatsächlich etabliert hat. Zunächst wurden vor allem Probleme diskutiert, die den Beruf des Ägyptologen betrafen. Im Lauf der Zeit
wandelte sich die SÄK aber zu einer Fachkonferenz mit wissenschaftlichem Schwerpunkt und ist heute eine feste Größe im
Kalender aller Ägyptologen in Deutschland, Österreich und der Schweiz geworden.

In den 40 Jahren ihres Bestehens hat sich die Konferenz laut Martin Andreas Stadler zu einem der international wichtigsten Foren der Ägyptologie entwickelt, zu dem nun rund 400 Teilnehmer erwartet werden. Zunehmend werden diese Tagungen auch von Wissenschaftlern aus dem Ausland besucht - für Stadler ein Indiz für die international führende Stellung der deutschsprachigen Ägyptologie. In Würzburg werden auch ägyptische Wissenschaftler von der ägyptischen Altertümerverwaltung, dem Supreme Council of Antiquities erwartet, die als Lepsius-Stipendiaten des Deutschen Archäologischen Instituts Kairo nach Deutschland reisen.

Kontakt: PD Dr. Martin Stadler, T (0931) 31-2787, E-Mail: martin.stadler@uni-wuerzburg.de

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.aegyptologie.uni-wuerzburg.de/
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23. Juni 2008
Bimsstein als Zeitzeuge
Pressemitteilung der Technischen Universität Wien

Wie chemische Fingerabdrücke von Vulkanausbrüchen und zahlreiche Bimssteinfunde bei archäologischen Grabungen Verbindungen zwischen den einzelnen Hochkulturen im östlichen Mittelmeer herstellen, beweist ein Chemiker der Technischen Universität (TU) Wien. Dank seiner Analysen und der Zuordnung der jeweiligen Bimssteinproben zu teilweise folgenschweren Ausbrüchen, gelang es ein Stück Kulturgeschichte im zweiten Jahrtausend vor Christus neu zu definieren. In der Bronzezeit zwischen dem 3. und 1. Jahrtausend vor Christus gab es in der Mittelmeerregion bereits rege Besiedelung. Über jede einzelne Kultur, sei es die ägyptische, die syrische oder die minoische Kultur von Santorin, gibt es eine zumeist gut erforschte, chronologische Geschichte. Zwischen den einzelnen Kulturen und Standorten fehlt jedoch meist die Verbindung, weil oftmals kein Briefverkehr oder ein ähnlicher Austausch stattgefunden hat bzw. erhalten und nachvollziehbar ist. Die einzelnen Kulturen untereinander zu synchronisieren, ist also viel schwieriger.

Nun eröffnet ein internationales Forschungsprogramm des FWF mit dem Titel "SCIEM2000" neue Perspektiven auf diesem Gebiet. Eine Forschungsgruppe am Atominstitut der Österreichischen Universitäten unter der Leitung von Professor Max Bichler beschäftigt sich mit der Identifizierung von vulkanischem Gestein aus archäologischen Grabungen. Georg Steinhauser, Projektassistent und Chemiker an der Abteilung Strahlenphysikalische Analytik und Radiochemie des Atominstitutes: "Bimsstein ist schaumiges Vulkangestein. Heute kennt man das auf Wasser schwimmende Gestein zumeist als Kosmetikbehelf zum Beispiel für verhornte Fußsohlen." Auch im Altertum wurde Bimsstein häufig als Schleifmittel eingesetzt und wird immer wieder in archäologischen Ausgrabungen des Mittelmeerraums aufgefunden. Da es jedoch nicht überall Vulkane gibt, ist eine rege Handelstätigkeit um dieses Produkt ausgebrochen. "In Ägypten fand man Bimsstein in ehemaligen Werkstätten. In einigen Ausgrabungen gibt es sogar noch Steine mit richtigen Schleifspuren. Sie wurden zum Schleifen von Skulpturen, Bauwerken, Bronzegegenständen usw. verwendet. Mit Hilfe der chemischen Analysen können wir zurückverfolgen, von welchen Vulkanen die Proben ursprünglich stammen", erklärt Georg Steinhauser. Bimsstein hat nämlich, ebenso wie die feinkörnige Vulkanasche, eine bestimmte chemische Zusammensetzung, einen charakteristischen 'Cocktail' an Spurenelementen. Daraus können die Forscher einen chemischen Fingerabdruck erstellen und, wie in der Kriminalistik, mit einer Datenbank vergleichen. Untersucht werden daher sowohl Bimse aus mediterranen Vulkanzentren, als auch ärchologisch relevante Bimssteinfunde. Gleicht der Fingerabdruck des Fundstücks dem eines Gesteintyps der Datenbank, ist die Herkunft zweifelsfrei bewiesen.

So liegt die Vermutung nahe, dass die Ägypter kurzerhand Bimsstein in Griechenland bestellt haben. Diese Handelsbeziehungen konnten die Forscher mit Hilfe der Instrumentellen Neutronenaktivierungsanalyse (INAA), bei der Bimssteinproben im Forschungsreaktor mit Neutronen bestrahlt und anschließend gammaspektrometrisch vermessen werden, nachweisen. Auf diese Art wird der chemische Fingerabdruck jener charakteristischen 25 Haupt- und Spurenelemente erstellt. "Wir konnten aufdecken, dass Bimsstein als Handelsware (vermutlich auf dem Seeweg) Distanzen von bis zu 2.000 Kilometer im Mittelmeer zurückgelegt hat. Beispielsweise von der äolischen Insel Lipari nördlich von Sizilien bis nach Palästina, von Griechenland bis nach Ägypten. Als besonderer Zeitmarker gilt der Ausbruch der vulkanischen Insel Santorin, etwa 1.600 vor Christus. Er war so stark, dass die gesamte minoische Kultur ausgelöscht wurde. Findet man diese Aschenschicht bzw. Bimsstein nun in verschiedenen archäologischen Ausgrabungen, hat man auf einmal einen fixen Zeithorizont und kann die Kulturen synchronisieren. Dies erlaubt dann auch die Feststellung, dass jener Herrscher mit jenem Pharao zeitgleich regiert haben muss", so Steinhauser. Im Falle von Bimssteinfunden in einer Grabung kann man zumindest sagen, dass Santorin bereits ausgebrochen sein musste - der Zeitpunkt des Ausbruchs entspricht folglich dem Maximalalter der Fundstelle der Grabung.

Fotodownload

Rückfragehinweis:
Projektass. (FWF) Mag. Dr. Georg Steinhauser
Atominstitut der Österreichischen Universitäten
Technische Universität Wien
Stadionallee 2, 1020 Wien
T +43/1/58801 - 14189
F +43/1/58801 - 14199
E georg.steinhauser@ati.ac.at

Aussender:
Mag. Daniela Hallegger
TU Wien - PR und Kommunikation
Karlsplatz 13/E011, A-1040 Wien
T +43-1-58801-41027
F +43-1-58801-41093
E daniela.hallegger@tuwien.ac.at
http://www.tuwien.ac.at/pr

20. Juni 2008
Taue vom "Punt-Hafen" im Wadi Gawasis untersucht

Über die Arbeit von Kathryn Bard und Rodolfo Fattovich, die am Roten Meer eine Reihe von Höhlen mit maritimen Gegenständen, aber auch anderen Artefakten freilegen, wurde schon mehrfach berichtet. Die schätzungsweise 60 sehr gut erhaltenen, teilweise noch in aufgewickeltem Zustand befindlichen Taue (und das seit über 4.000 Jahren) sind in einem sehr guten Erhaltungszustand, so dass es möglich war, sie eingehender zu untersuchen. Mit ihren 30 m Länge wurden sie wohl um das Schiff herumgelegt und an Bug und Heck fixiert. Die Schiffe könnten demzufolge 10 m kürzer gewesen sein als die Taue; die verbleibenden 5 m jeder Seite wären zum Befestigen gedacht gewesen. Ein wenig Probleme bereitet noch das Material, aus dem die Taue hergestellt wurden. Nach ersten Analysen handelt es sich weder um Halfa-Gras noch um Papyrus oder Palmfasern. Am ehesten kommt Schilf in Frage. Genau wird man das erst Ende des Jahres nach Abschluss aller Untersuchungen sagen können.

discovery.com

19. Juni 2008
Einige Artikel zur Archäologie in Al-Ahram Weekly Ausgabe 902

Unter der Titel "Als Getreide Zahlungsmittel war" geht Nevine El-Aref auf die jüngst gemeldeten Ergebnisse der Grabungen in der Stadt Edfu ein, über die schon berichtet wurde. Die sieben gefundenen Silos mit einem Durchmesser von 5,5 bis 6,5 m sind bisher die größten, die man in einer städtischen Ansiedlung gefunden hat. Nadine Moeller, Leiterin der Edfu-Mission, weist darauf hin, dass Getreide zwar Nahrungsmittel war, dass es aber auch als Zahlungsmittel eingesetzt wurde. Die Pfeilerhalle, wohl Teil eines Gouverneurspalastes, diente offensichtlich Schreibern, um ihre Arbeit in Sachen Buchhaltung, Öffnen und Versiegeln von Behältern und Korrespondenz zu erledigen. Man fand Ostraka mit Listen von Gebrauchsgegenständen. Die gefundenen Siegelabdrücke stammen von Papyri, Holzkisten und Körben. Auch auf der Webseite von Zahi Hawass wird zu diesem Fundkomplex Einiges berichtet.

Ebenfalls von El-Aref ist ein Al-Ahram-Artikel zu dem Vorhaben, die Pyramide des Djoser Laserscan-Aufnahmen zu unterziehen. Die Scanner werden - auf dem Rücken von professionellen Kletterern getragen - alle vier Seiten des sechsstufigen Bauwerks mit einer Aufnahmegeschwindigkeit von 40.000 Punkten pro Sekunde abtasten. Das auf Basis dieser Technik zu erstellende 3D-Modell soll wertvolle Hinweise für  Architekten, Restauratoren und Archäologen liefern, die an der Restaurierung der Pyramide und an der permanenten Beobachtung ihres Erhaltungszustands beteiligt sind.

Schließlich findet sich in dieser Al-Ahram-Ausgabe noch eine Reportage über die geplante Einrichtung eines Museums in Assiut. Das Assiut National Museum soll seinen Platz im Alexan Pascha Palast finden, einem von einem Garten umgebenen Gebäude aus dem Jahr 1910. Es soll renoviert werden und künftig Exponate aus pharaonischer, frühchristlicher und islamischer Zeit beherbergen.

18. Juni 2008
Erfolgreiche Arbeit des Tell Edfu Project

In den letzten Tagen meldeten verschiedene Medien die Freilegung der Überreste von einem Verwaltungsgebäude und von Silos aus der 17. Dynastie in Edfu. Eine Halle, gebaut aus Lehmziegeln und mit 16 hölzernen Säulen bestückt, könnte nach Aussage von Zahi Hawass Teil eines Gouverneurspalastes sein. Diese Strukturen sind älter als die Silos und dienten vielleicht Schreibern als Arbeitsplatz. In der Halle aufgefundene Keramik und Siegel werden auf die 13. Dynastie datiert. Die Skarabäussiegel zeigen ein spiralförmiges Muster und Hieroglyphen.Grabungsleiterin Nadine Moeller meint, die Entdeckung spiegele die politische Situation Ägyptens zu der Zeit wieder, als Könige des kleinen thebanischen Reiches in Oberägypten regierten.

Die Freilegung der Gebäudestrukturen erfolgte bereits im Jahre 2007. Das Tell Edfu Project der Universität Chicago betreibt eine eigene Webseite und bietet dort auch Newsletter zum Download an. Der Newsletter des Jahres 2007 enthält eine Reihe weiterer wertvoller Hinweise und Details sowie aussagekräftige Fotos über die erst jetzt in der Presse gemeldeten Ergebnisse. Die Wissenschaftler aus Chicago arbeiten bereits einige Jahre an der Erforschung der Stadt Edfu.

Egypt State Information Service
earthtimes
mediafax (Fotos)

18. Juni 2008
Kleopatra-Grab vermutlich nicht in Taposiris Magna

Ausgabe 900 von Al-Ahram Weekly enthält einen Report mit Fotos über jüngste Funde in Ägypten. Darin weisen die Ausgräber nun sehr enttäuscht darauf hin, dass sich das Grab von Kleopatra und Markus Antonius wohl doch nicht im Osiris-Tempel Taposiris Magna befindet, wie man es sich erhofft hatte (siehe u.a. auch Artikel vom 30.08.2008). Es wurden zwar ein Alabasterkopf der Kleopatra, eine eventuell Markus Antonius zuzuschreibende Maske, eine Alabasterstatue der Aphrodite sowie eine kopflose königliche Basaltstatue aus ptolemäischer Zeit freigelegt, jedoch deutet nichts auf eine Bestattung der beiden berühmten historischen Persönlichkeiten hin. In tiefen Tunneln und Korridoren stieß man auf Grundsteine, nach denen Ptolemaios II. der Erbauer des Tempels gewesen sein soll.

Weiterhin werden in dem Artikel noch einmal die bereits bekannten jüngsten Entdeckungen von militärischen Anlagen am Horusweg erwähnt sowie die Freilegung einer Fabrikationsanlage für Wein aus frühchristlicher Zeit (6. Jahrhundert) auf dem Sinai. Näheres dazu ist auch bei nationalgeographic nachzulesen.

15. Juni 2008
Weitere ägyptische Mumie in einem indischen Museum im Gefahr?

Zu den Attraktionen des Albert Hall Museum in Jaipur gehört die etwa 2.300 Jahre alte Mumie einer ägyptischen Priesterin, die 1887 als Mitbringsel des seinerzeitigen Regenten von Jaipur von Kairo aus den Weg dorthin fand. Inzwischen ist ihr Zustand Besorgnis erregend. Bei der letzten Restaurierung wurden gravierende Fehler gemacht, wie Nasry Iskander vom Ägyptischen Museum Kairo vor einigen Jahren feststellte. Er bot an, den Indern zwecks sachgerechter Lagerung eine luftdichte Vitrine zur Verfügung zu stellen. Man warte allerdings auf eine entsprechende Anforderung bei den ägyptischen Behörden. Die sei bis heute nicht erfolgt, schreibt die Times of India und prangert außerdem an, dass die geschätzten 1.000 US $, die eine nochmalige Restaurierung und Konservierung kosten würden, von der Museumsleitung nicht zur Verfügung gestellt werden. Man sehe keine Notwendigkeit, aktiv zu werden; die Mumie sei wohlbehalten, meinen dort die Offiziellen.

Bereits im Juli 2007 wurde über eine Mumie in Hyderabad berichtet, die zu verfallen droht. Dort allerdings hatte man sowohl ägyptische als auch britische Experten um Hilfe gebeten. Es ist nicht bekannt, ob diese inzwischen erfolgt ist.

14. Juni 2008
Suche nach dem versunkenen Sarkophag des Mikerinos

Robert Ballard, Entdecker des Titanic-Wracks im Atlantik, soll sich auf die Suche machen nach dem Sarkophag des Mikerinos, der seit rund 170 Jahren irgendwo auf dem Grunde des Meeres schlummert. Nachdem Howard Vyse ihn in der Pyramide des Mikerinos in Giza aufgefunden hatte, sollte er nach England verschifft werden. Er kam niemals an, denn die "Beatrice", die dieses Kleinod aus poliertem Basalt an Bord hatte, sank vor der spanischen Küste - vielleicht vor Alicante. Der SCA möchte das Wrack mit Hilfe von Unterwasserrobotern aufspüren lassen. Man ist bemüht, zur Finanzierung des Projekts die National Geographic Society "ins Boot" zu holen. Neben Robert Ballard ist auch Franck Goddio als Unterstützer im Gespräch. Goddio war bereits vor der Küste Alexandrias überaus erfolgreich. Der SCA strebt eine Kooperation mit den spanischen Behörden an, ohne deren Einverständnis die Arbeiten vermutlich nicht durchgeführt werden können. Problematisch und hinderlich bei dem Unterfangen ist allerdings, dass Spanien derzeit im Rechtsstreit mit der amerikanischen Odyssey Marine Exploration liegt, die man der Plünderung bezichtigt. Es geht dabei um ein mit Gold- und Silbermünzen beladenes Schiff der spanischen Marine, die "Nuestra Senora de las Mercedes", die 1804 vor der Küste Portugals gesunken ist.

timesonline

13. Juni 2008
Berliner Leihgaben für das Deutsche Elfenbeinmuseum

Ab April 2009 wird das Ägyptische Museum Berlin dem Deutschen Elfenbeinmuseum in Erbach rund 70 Leihgaben zur Verfügung stellen. Sie gehören zu einer dort stattfindenden, etwa fünfmonatigen Sonderausstellung rund um die Amarnazeit.

echo-online.de

10. Juni 2008
3D-Dokumentation der Djoser-Pyramide

Mit Hilfe von 3D-Scans soll von der Djoser-Pyramide ein virtuelles Modell angefertigt werden. Damit möchte man Archäologen ein Hilfsmittel an die Hand geben, mit dem jeder Schritt des Pyramidenbaus und jede Steinbewegung nachzuvollziehen wäre. Durchgeführt werden die Arbeiten in einem Gemeinschaftsprojekt des SCA mit einer japanischen Mission (Osaka University) und einer amerikanischen Mission unter der Leitung vom Mark Lehner.
Egypt State Information Service
guardians.net

Ähnliche Projekte sind hierzulande seit Langem bekannt. 3D-Scan wurde u.a. in Naga eingesetzt während der Grabungskampagne des Ägyptischen Museums Berlin sowie in Bubastis bei der Erforschung des dortigen Tempels der Bastet und auch in Amarna (siehe 3D SRC)

06. Juni 2008
Weitere Festungen auf dem Sinai ausgegraben

Ein ägyptische Mission hat nach Angaben des Egypt State Information Service zwei weitere Festungen ausgegraben. Eine der beiden liegt bei Tel Habwa am antiken Horusweg und wird auf die 18./19. Dynastie datiert. Die zweite stammt wohl aus der Perserzeit.

Erst vor ein paar Tagen war über den Fund einer großen Festungsanlage berichtet worden. Aus diesem Fund stammt ein Relief, Teil eines Gebäudeabschlusses mit Hohlkehle, von dem National Geographic News ein Foto veröffentlicht haben (der Block liegt falsch herum). Interessant ist auch der Hinweis auf eine Inschrift von Thutmosis II., einem Pharao mit relativ kurzer Regierungsdauer. Allerdings ist inschriftlich bekundet, dass Thutmosis II. im südlichen Palästina gegen sogenannte Schasu-Beduinen kämpfte. In seinem Grab in Elkab schreibt der hohe Beamte Ahmose, genannt Pennechbet, über seine Begleitung der Könige Ahmose, Amenophis I., Thutmosis I. und Thutmosis II. Zu letzterem heißt es "...; ich begleitete den König von Ober- und Unterägypten Aa-cheper-n-Re, den seligen; was ich wegführte im Schasu-Lande waren sehr viele Gefangene, ohne dass ich sie gezählt habe" (Kurt Sethe, Urk IV, 36).

05. Juni 2008
Näheres zur Identifikation der Mumie von Thutmosis I.

Kürzlich erschien die Meldung, dass - nachdem man die Mumie Hatschepsuts identifiziert zu haben glaubt - an drei weiteren Mumien DNA-Analysen vorgenommen werden sollen, um daraufhin das Erbmaterial miteinander zu vergleichen. Bisher war unklar, um welche drei Mumien es sich handelt. Al-Ahram weekly berichtet nun in seiner Ausgaber 900 Folgendes: Bei den zu vergleichenden Mumien handelt sich zum Einen um die sterbliche Hülle eines Mannes, die Anfang des 20. Jahrhunderts vor dem Grab von Sethos II. gefunden wurde, sowie um zwei weibliche Körper, die Giovanni Belzoni in KV 21 vorfand. Alle drei Mumien zeigen die typische königliche Haltung der Arme.

Nach Aussage von Zahi Hawass (SCA) sollen außerdem im Rahmen eines CT-Scan-Projekts die Mumien der Familienmitglieder (auch der unbekannten, aber möglichen Familienmitglieder) aus der Amarnazeit untersucht und mit den bereits vorliegenden Ergebnissen von Tutanchamun verglichen werden. Man erhofft sich davon neue genealogische Erkenntnisse.

05. Juni 2008
Teile einer Sphingenallee und Struktur einer Pyramide in Saqqara freigelegt

Verschiedene Medien melden den Fund einer Sphingenalle in Saqqara, die nach Aussage von Zahi Hawass (SCA) in griechischen bzw. römischen Inschriften erwähnt ist. Der nun freigelegte Teil gehört zu einer Allee, die vom Serapeum zum Tempeleingang des Anubeion führte. Ein Kalksteinblock mit Inschriften von Ptolemäus V. lässt darauf schließen, dass man an die südliche Seite des Anubis-Tempels gestoßen ist.

Der zweite Fund betrifft die Fundamente einer bislang verlorenen Pyramide. Richard Lepsius hatte sie bei seiner Reise in den 1840er Jahren entdeckt und mit der Nr. 29 versehen (siehe Abbildung: Ausschnitt aus LD I 33). Lepsius schreibt dazu in seinem Textband I:

Steinpyramide No. XXIX
Ihr Material scheint für neuere Bauten besonders brauchbar gewesen zu sein. Denn sie ist ganz abgetragen bis auf geringe Schutthügel, die sich aber bei näherer Untersuchung durchaus als Reste einer Pyramide ausweisen, deren Basis ca. 60 m hatte. Ein Aufweg scheint gerade aus der Ebene zu ihr heraufgeführt zu haben, an seinem unteren Ende liegen die Reste eines Tempels, die das Gefängnis des Joseph genannt werden.


Seit Lepsius' Zeiten hatte die Pyramide ein 8 m hoher Hügel aus Wüstensand begraben. Bei den jetzigen Grabungen wurden der Eingang, die Mauern und die Grabkammer freigelegt. In der Kammer fand sich ein Kalksteinblock, der zu deren nördlicher Mauer gehören könnte. Weiterhin kamen der Deckel eines Sarkophags sowie ein  flacher Schacht zum Vorschein; zu Letzterem wird spekulativ angenommen, er wäre ursprünglich für Kanopen vorgesehen gewesen. Die Pyramidenstruktur wird von einigen Wissenschaftlern ins Mittlere Reich, von anderen ins Alte Reich datiert. Hawass vermutet, es könne sich um die Pyramide des Menkauhor aus der 5. Dynastie handeln.

Die Lokalisierung der beiden obigen Baustrukturen könnten das Resultat des Saqqara Geophysical Survey Project des Glasgow Museums sein.

Egypt State Information Service
China View
inquirer.net
guardians.net (mit schönen Fotos)
Lepsius' Werke - digitalisiert von der Uni Halle

04.06.2008
Tempel von Thutmosis III. in Theben-West soll restauriert werden

Auf der spanischsprachigen Webseite terra.com wird in einer Meldung vom 26.05.2008 eine Kampagne für den kommenden Herbst angekündigt, in der unter der Leitung der Archäologin Myriam Seco mit Arbeiten an dem in Deir el-Bahari gelegenen Tempel Thutmosis III. begonnen werden soll. Es sollen Reinigungs- und Restaurierungsmaßnahmen durchgeführt sowie Kartierungen und fotografische Dokumentationen vorgenommen werden.


04.06.2008
Gestohlene Altertümer aus Auktion zurück in Ägypten

Zwei Artefakte, ein Relief aus dem Grab der Mutirdis (26. Dynastie) und der Uschebti einer Dame namens Hener aus der 19. Dynastie, die auf verschlungenen Wegen in Auktionshäusern gelandet waren, sind wieder nach Ägypten zurückgekehrt (siehe auch Artikel vom 30.04.2008).

Al-Ahram weekly (mit Foto des Reliefs)

04.06.2008
Erste Ergebnisse bei Potsdamer Grabungsprojekt in Bubastis

Die kürzlich beendete Grabungskampagne des Tell Basta Project unter der Leitung von Dr. Eva Lange hat erste Ergebnisse erbracht. Dies ist in einem Artikel der Märkischen Allgemeinen vom 27.05.2008 nachzulesen. Haben sich die Arbeiten in den letzten Jahren auf den Tempel der Bastet beschränkt, so wird nunmehr auch das Umfeld untersucht. Man hofft, in der Nähe des Tempeleingangs auf Königsgräber zu stoßen. Während der letzten Mission fand man jedenfalls zunächst einen Kalksteinfußboden eines vermutlich römischen Heiligtums. Für den kommenden Oktober ist eine weitere Kampagne geplant, in deren Verlauf das Gelände  geomagnetisch untersucht werden soll.