ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Juni 2010

30. Juni 2010
Schacht im Grab Sethos' I. bis zum Ende freigelegt

Seit rund drei Jahren beschäftigt sich eine Mission des SCA mit der Freilegung des, wie man inzwischen weiß, 174 m langen absteigenden Korridors im Grab Sethos' I. ( KV 17) (siehe Beitrag vom 19.04.2008). Der mit Schutt angefüllte Gang war bereits in der Vergangenheit teilweise erforscht worden, jedoch war es bisher nicht möglich gewesen, bis an sein Ende zu gelangen. Erst jetzt arbeitete man sich bis dorthin durch - ohne auf signifikante Hinweise zum Zweck des Ganges zu stoßen. Die antiken Schachtarbeiten endeten jäh im Fels. An den Wänden fand man Skizzen, die den Grabarbeitern als Arbeitsanweisungen dienten, und man fand Spuren der vorbereitenden Arbeiten zur späteren Dekoration der Schachtwände. Nach Meinung von Zahi Hawass scheint Sethos geplant zu haben, ein geheimes Grab im Grab anlegen zu lassen. Das Vorhaben blieb unvollendet und wurde wohl beim Tod des Königs aufgegeben. Eine in dem baufälligen Grab Ramses' II. arbeitende ägyptische Mission schaut sich dort u.a. nach einem vielleicht bisher unentdeckten, ähnlichen Korridor um.
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Pressemitteilung des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin
23. Juni 2010
Zweifel an mutmaßlicher Todesursache Tutanchamuns

Hamburger Tropenmediziner vermuten eine Sichelzellerkrankung
Mediziner des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin (BNI) stehen der kürzlich aufgestellten These der Gruppe um den Ägyptologen Dr. Zahi Hawass zur Todesursache des Pharaos Tutanchamun kritisch gegenüber. „Malaria in Kombination mit der Köhler-Krankheit als Grund für den frühen Tod Tutanchamuns erscheint uns eher unwahrscheinlich", sagen Dr. Christian Timmann und Prof. Christian Meyer vom BNI. Sie vermuten vielmehr eine Erbkrankheit als eigentliche Todesursache: „Die Sichelzellkrankheit ist eine wichtige Differenzialdiagnose, die man mit dem vorhandenen DNA-Material vermutlich bestätigen oder ausschließen kann.“
Im Februar 2010 veröffentlichten Dr. Hawass und Kollegen in der amerikanischen Zeitschrift „Journal of the American Medical Association“ (JAMA), dass sie in der Mumie Tutanchamuns mit Gentests spezifische Gen-Abschnitte des Malariaparasiten Plasmodium falciparum nachgewiesen hatten. Gleichzeitig zeigten computertomographische Aufnahmen neben umschriebenen Knochendefekten zwei verkürzte Mittelfußknochen des linken Fußes. Aufgrund dieser Befunde vermutete die Gruppe um Hawass eine Malaria in Kombination mit der sogenannten Köhlerschen Knochenkrankheit als Todesursache Tutanchamuns.
In einem heute veröffentlichten Kommentar (JAMA) schlagen die Forscher des BNI vor, den Pharao mit weiteren DNA-Tests zu untersuchen, um die Sichelzellkrankheit als Todesursache nachzuweisen oder auszuschließen. Den Forschern vom BNI war aufgefallen, dass sich die Daten, die Hawass und seine Kollegen veröffentlicht hatten, unter Berücksichtigung von Aspekten der medizinischen Radiologie, der genetischen Epidemiologie und der Malariaforschung auch anders interpretieren lassen.
Laut Timmann seien die radiologischen Ergebnisse der Gruppe um Hawass zwar mit der Köhlerschen Erkrankung vereinbar, doch seien diese Defekte ebenso für die Sichelzellkrankheit typisch. "Tropenmedizinern ist außerdem bekannt, dass in Malariagebieten Todesfälle aufgrund von Malaria meist im Kindesalter auftreten", erklärt Timmann. Tutanchamun sei jedoch erst im jungen Erwachsenenalter gestorben, womit eine tödlich verlaufende Malariainfektion wenig plausibel scheine.

Sichelzellkrankheit häufig in Malariagebieten
Bei der Sichelzellkrankheit nehmen die roten Blutzellen unter bestimmten Bedingungen eine Sichelform an, verschließen Blutgefäße und können dadurch Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgen. Sind Knochen betroffen, können Knochenläsionen die Folge sein.
„Die genetischen Anlagen für die Erbkrankheit werden in den Regionen gefunden, in denen Malaria gehäuft auftritt oder auftrat, unter anderem auch im alten und modernen Ägypten. Die Sichelzellkrankheit kann sich erst dann manifestieren, wenn ein Nachkomme von beiden Elternteilen Sichelzellanlagen geerbt hat – eine sogenannte rezessive Vererbung also", erklärt Meyer.
Gleich mehrere Aspekte sind grundsätzlich mit dem Erbgang und dem Auftreten einer Sichelzellkrankheit in der königlichen Pharaodynastie vereinbar. Dazu zählen der vorgeschlagene Stammbaum, die vermutliche Geschwisterschaft von Tutanchamuns Eltern und die damit erhöhte Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer rezessiven Erbkrankheit sowie das angenommene höhere Alter vieler Familienmitglieder der Tuthmosidenlinie.

Publikation:
Timmann C., Meyer C.: King Tutankhamun’s Family and Demise.
JAMA 2010;303(24):2473

Pressekontakt BNI:
Dr. Christian Timmann
Prof. Christian Meyer
Bernhard-Nocht-Str. 74
20359 Hamburg
Tel.: +49 40 42818-516/501
E-Mail: setiadi@bnitm.de

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21. Juni 2010
Südliche Vorstadt von Auaris geortet

Mit Hilfe von Bodenradar konnte das in Tell el-Dab'a tätige Team des Österreichischen Archäologischen Instituts die südlichen Bezirke der alten Hyksos-Hauptstadt Auaris ausmachen. Die Reste der Ansiedlungen befinden sich unter heutigem Bodenniveau. Die Aufnahmen von den geophysikalischen Untersuchungen zeigen sehr detailliert unterschiedliche architektonische Befunde, z. B. Häuser, Tempel, Straßen Friedhöfe sowie möglicherweise ein Hafengebiet. Wohnbezirke sind deutlich zu erkennen. Grabungsleiterin Irene Forstner-Müller berichtet, dass fast 2,6 Quadratkilometer Fläche untersucht wurden, und zwar in einer Kombination aus Radartechnik und Ausgrabungsarbeiten. Ziel der Untersuchungen war das Aufspüren des Grenzverlaufs des antiken Auaris.
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Grabungsseite Auaris

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Pressemitteilung der Fachhochschule Köln
21. Juni 2010
3500 Jahre alter Totenbuch-Papyrus zum ersten Mal wieder ausgerollt

Nach 3500 Jahren ist im Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaften der Fachhochschule Köln ein ägyptischer Totenbuch-Papyrus zum ersten Mal wieder ausgerollt worden.
Eine riskante Aufgabe, die zuvor niemand gewagt hatte aus Sorge, dieses außergewöhnliche und kostbare Fundstück zu beschädigen oder sogar zu zerstören. Und ein Moment, auf den der heutige Besitzer 40 Jahre lang gewartet hat. Das Ergebnis: Eine 3,20 Meter breite vollständig intakte Papyrusrolle, deren Farben so intensiv und frisch wirken, als ob der Papyrus erst vor kurzem fertig gestellt worden wäre. Allein die grüne Farbe bröckelte leicht und wurde sofort von den beteiligten Studentinnen unter Leitung von Prof. Dr. Robert Fuchs, dem Geschäftsführenden Direktor des Instituts für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft und weltweit gefragten Experten im Bereich Papierrestaurierung, gefestigt. Zu sehen sind: 14 heilige oder geheime Orte, Sprüche und Beschwörungsformeln, Dämonen u. a. in Form von Schlangen, Krokodilen und Nilpferden sowie zwei Abbildungen des Verstorbenen. »Damals gab es auch schon Totenbücher in unterschiedlicher Länge von der Stange«, berichtet Prof. Fuchs. »Sie waren nahezu komplett vorbereitet, nur der Platz für den Namen blieb frei. Aber diese Papyrusrolle ist etwas Besonderes, sie ist speziell für den Verstorbenen gemacht worden.« Er hieß Imn-m-Hat und war Kammerherr eines Pharaos der frühen 18. Dynastie Ägyptens, d. h. von Tutmosis III oder Amenophis II. »Also ein Beamter des mittleren Dienstes«, erläutert Prof. Fuchs, »erstaunlich, dass er sich das leisten konnte«.

Der noch nicht ausgerollte 3500 Jahre alte ägyptische Totenbuch-Papyrus, der jetzt im Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln zum ersten Mal wieder geöffnet worden ist
Foto: Prof. Dr. Robert Fuchs - Quelle IDW

Bei einer Luftfeuchtigkeit von 97 Prozent und einer Außentemperatur von 28 Grad wurde nach mehreren Tagen Vorbereitungszeit und fortlaufender Befeuchtung der Totenbuch-Papyrus unter einem Klimazelt innerhalb von fünf Stunden langsam zurückgeformt und ausgerollt.
Foto: Prof. Dr. Robert Fuchs - Quelle IDW
Der entrollte Totenbuch-Papyrus zählt zu den schätzungsweise zehn noch existierenden farbigen Papyri aus der frühen 18. Dynastie Ägyptens. Es ist die zweite Hälfte eines Totenbuch-Papyrus, dessen erste Hälfte beim unsachgemäßen Abrollen stark beschädigt worden ist und große Knicke, Risse und viele Lücken aufweist. Seit anderthalb Jahren wird diese erste Hälfte im Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft behandelt und Fragmente ergänzt, die in anderen Sammlungen gefunden und faksimiliert wurden. Die Suche nach den Teilpapyri ist eine Detektivarbeit, auf die sich Prof. Dr. Irmtraut Munro, die frühere Leiterin des Totenbuchprojektes der Universität Bonn aufs Beste versteht. Allerdings erzielen bereits kleine Bruchstücke solcher Papyri Preise von manchmal Tausend Euro und manche Besitzer wollen sich auch einfach nicht von ihren Papyri- Fragmenten trennen. Wie viele Besitzer hier insgesamt existieren, ist nicht bekannt.
Der Besitzer des jetzt frisch entrollten Papyrus hat viele Jahre gesucht bis er mit Prof. Dr. Robert Fuchs, den für ihn »weltweit besten« wissenschaftlichen Experten für dieses Projekt an der Fachhochschule Köln gefunden hat. Besonders problematisch waren die Lagerungsknicke, die als erstes sorgfältig behandelt und ganz vorsichtig aus dem Papyrus heraus gearbeitet werden mussten. Bei einer Luftfeuchtigkeit von 97 Prozent und einer Außentemperatur von 28 Grad wurde nach mehreren Tagen Vorbereitungszeit und fortlaufender Befeuchtung der Totenbuch-Papyrus innerhalb von fünf Stunden langsam zurückgeformt und ausgerollt. Er enthält neben einigem Bekannnten auch eine weitere Besonderheit: Zum ersten Mal werden hier viele Farbmischungen angewandt, von denen man bislang nicht wusste, dass sie damals bereits bekannt waren: rosa, hellblau und ein aus drei Farben gemischtes Grün.
Totenbuch-Papyri sind eine Art persönliches Gebetbuch, die aus einer Sammlung von Sprüchen und Beschwörungen individuell für die jeweilige Person zusammengestellt wurden. Leisten konnten sich das damals die sogenannten oberen Hundert, sagt Prof. Dr. Munro. Der Papyrus wurde in einer Keramikvase oder Holzbüchse ins Grab gelegt, um die Toten zu begleiten. Mit den Sprüchen und Beschwörungen können die jeweiligen Dämonen, die an den geheimen und heiligen Orten wohnen und den Toten den Hals abschneiden oder die Füße verbrennen wollen, besiegt werden.
Das Entrollungsprojekt wurde von der ersten Minute an minutiös von einem professionellen Kamerateam begleitet, um diesen einmaligen Vorgang der Fachöffentlichkeit und später auch der allgemeinen Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Jetzt muss entschieden werden, wie der Totenbuch-Papyrus künftig aufbewahrt wird. Wird er auf einem großen Kern wieder aufgerollt oder besser in Teilstücke geschnitten? Da eine Papyrusrolle nur ca. zehn bis 15 Male ohne größere Schäden abgerollt werden kann, empfiehlt Prof. Fuchs sie in etwa 1,30 Meter lange Stücke zu zerschneiden, wobei nur an den Doppeltrennstrichen zwischen den Kapiteln geschnitten werden darf, damit man die Rolle auch wieder ohne sichtbaren Schaden zusammenfügen kann, falls notwendig. Die Einzelstücke können dann zwischen zwei UV-Licht- sicheren Glasscheiben eingefasst und in einem stabilen Behälter gelagert werden. So könnten sie ohne Risiko für Ausstellungen oder andere Zwecke immer wieder entnommen werden, ohne den Papyrus zu beschädigen. »Es war schon ein großartiges Erlebnis«, berichtet Prof. Fuchs, »so einen alten Papyrus frisch entrollt zu sehen. Gleichzeitig ist es auch eine Mahnung mit ihm sehr verantwortungsvoll und sorgfältig umzugehen.«
Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. 16.000 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2009 die Angewandten Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehören neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management- Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung.
Das Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft ist durch seine vielfältigen Forschungs- und Projektarbeiten sowie zahlreichen nationalen und internationalen Kooperationsprojekte weltweit ein gefragter Partner in der wissenschaftlichen Erforschung und der Erhaltung von Kunst- und Kulturgut.

Weitere Informationen:
Fachhochschule Köln
Fakultät für Kulturwissenschaften
Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft
Prof. Dr. Robert Fuchs
E-Mail: robert.fuchs@fh-koeln.de

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.fh-koeln.de - Fachhochschule Köln
http://www.presse.fh-koeln.de - Pressestelle

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Pressemitteilung der Universität Wien
18. Juni 2010
Mit 14C-Datierungen Chronologie des Alten Ägypten neu fixiert

Im Rahmen eines dreijährigen Forschungsprojekts wurde mit Hilfe der Radiokarbonmethode die Chronologie der pharaonischen Zeit Ägyptens analysiert. Ein internationales Team aus Großbritannien, Österreich, Frankreich und Israel hat dazu zeitlich gut zuordenbare Objekte aus europäischen und nordamerikanischen Museen 14C-datiert. Von der Universität Wien war Eva Maria Wild, Leiterin des 14C-Programms am Vienna Environmental Research Accelerator (VERA)-Labor, an dem Forschungsprojekt beteiligt. Die Ergebnisse – Verschiebungen bei der Chronologie im Alten Reich und die Vordatierung des Beginns des Neuen Reichs – erscheinen nun in der aktuellen Ausgabe des renommierten Forschungsjournals "Science".
Die historische Chronologie der dynastischen Zeitperiode Ägyptens beruht auf der Dauer der Regierungszeiten der einzelnen Pharaonen, die aus schriftlichen Überlieferungen und aus archäologischen Informationen abgeleitet wurde. Diese relative Chronologie wird zeitlich durch einige astronomische Beobachtungen, die ebenfalls in den schriftlichen Aufzeichnungen dieser Zeit beschrieben werden, fixiert. Da es jedoch bei der Auslegung der überlieferten Himmelserscheinungen gewisse zeitliche Unsicherheiten gibt, erschien es wünschenswert, eine davon unabhängige absolute Chronologie für die pharaonische Zeit Ägyptens zu erstellen.

211 "Zeitproben" aus europäischen und nordamerikanischen Museen
Dies wurde nun in einem dreijährigen Projekt unter der Leitung von Christopher Bronk Ramsey, Direktor der Radiocarbon Accelerator Unit der Universität Oxford, von einem internationalen ForscherInnenteam aus Großbritannien, Österreich, Frankreich und Israel mit der Radiokarbonmethode erreicht. Dazu wurden 211 Proben aus verschiedenen europäischen und nordamerikanischen Museen 14C-datiert. Voraussetzung für die Auswahl der Proben war, dass diese eindeutig einer bestimmten Zeitperiode innerhalb der historischen ägyptischen Chronologie, wie etwa der Regierungszeit eines Pharaos oder dem Gründungszeitpunkt eines Tempelbaus, zugeordnet werden konnten. Die 14C-Datierungen wurden mit Accelerator Mass Spectrometry (AMS) an der Universität Oxford, der Universität Wien und dem Forschungslabor in Saclay/Frankreich durchgeführt.

Ergebnis: Verschiebung der bisherigen Datierung in einigen Zeitbereichen
Eva Maria Wild, Leiterin des 14C-Programms der Beschleunigeranlage des VERA-Labors und stellvertretende Sprecherin der Forschungsgruppe Isotopenforschung der Universität Wien, hat maßgeblich an dieser Studie mitgearbeitet. Sie erläutert die Ergebnisse: "Die so erstellte, auf 14C-Messungen beruhende Chronologie der pharaonischen Zeit Ägyptens bestätigt zwar im Wesentlichen die historische ägyptische Chronologie, ergibt aber doch für das sogenannte Alte Reich etwas höhere Alter als von einigen ÄgyptologInnen angenommen wurde. Zum Beispiel wird der Beginn der Regierungszeit von Djoser (3. Dynastie) in die Zeitspanne von 2691 bis 2625 v. Chr. datiert. Auch der Beginn des Neuen Reiches wird geringfügig vordatiert, in die Zeit von 1570 bis 1544 v. Chr. Dieses Ergebnis wird sicher wesentlich zur Klärung der bisher bestehenden, unterschiedlichen Meinungen über die zeitliche Fixierung der historischen ägyptischen Chronologie beitragen.“
Unter Ausnützung der auf Grund der Königslisten bekannten Information über die zeitliche Abfolge der Proben und unter Einbeziehung der ebenfalls als bekannt anzusehenden Regierungszeiten der einzelnen Pharaonen konnten die 14C-Daten sehr genau kalibriert (in Kalenderzeitbereiche umgelegt) werden. Für das Neue Reich konnte so eine Chronologie erstellt werden, die auf etwa 24 Jahre genau ist. Für die älteren Dynastien wurde diese Genauigkeit wegen der geringeren Anzahl an verfügbaren Proben zwar nicht erzielt, trotzdem wurden auch in diesem Zeitbereich erhebliche Verbesserungen der Genauigkeit gegenüber einer Einzelmessung erreicht.

14C-Datierungsprojekte an der Universität Wien
Das Beschleunigerlabor der Universität Wien gehört mit zu den international führenden Labors im Bereich der 14C-Datierungen. Neben internationalen Projektbeteiligungen ist die wohl bedeutendste Forschungskooperation ähnlicher Art der Spezialforschungsbereich (SFB) SCIEM2000. Bei diesem – von Manfred Bietak, emeritierter Professor für Ägyptologie der Universität Wien geleiteten – Forschungsprojekt geht es darum, die Kulturen im östlichen Mittelmeerraum in der Bronzezeit zu synchronisieren. Es gibt auch Zusammenarbeiten mit den Bereichen Anthropologie, Archäologie, Ur- und Frühgeschichte, Botanik und Paläontologie der Universität Wien und anderen österreichischen Universitäten. Darüber hinaus gibt es Kooperationen mit Museen, allen voran das Naturhistorische Museum in Wien.

Publikation:
Christopher Bronk Ramsey, Michael W. Dee, Joanne M. Rowland, Thomas F. G. Higham, Stephen A. Harris, Fiona Brock, Anita Quiles, Eva M. Wild, Ezra S. Marcus & Andrew J. Shortland: Radiocarbon Based Chronology for Dynastic Egypt, Science, 18. June 2010.

Kontakt
Ao. Univ.-Prof. Mag. Dr. Eva Maria Wild
Stv. Gruppensprecherin der Isotopenforschung
Universität Wien
1090 Wien, Währinger Straße 17
T +43-1-4277-517 56
T +43-1-4277-517 04
M +43-664-602 77-517 04
eva.maria.wild@univie.ac.at

Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.sciencemag.org/cgi/content/abstract/328/5985/1554 - Publikation in Science

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Pressemitteilung der Wissenschaftlichen Abteilung der Französischen Botschaft in der Bundesrepublik Deutschland
17. Juli 2010
Spitzentechnologien im Dienste der Ägyptologie

Am 8. und 9. Juli 2010 lädt die Französische Botschaft zu einer Veranstaltung zum Thema „Wissenschaft und Ägyptologie“ ein. Anlässlich der Unterzeichnung eines deutsch-französischen Kooperationsvertrages öffnet die Französische Botschaft in Berlin am 8. und 9. Juli ihre Türen, um Ihnen eine Veranstaltung zu präsentieren, die sich den Spitzentechnologien im Dienste der Ägyptologie widmet. Die Besucher können an zwei Vorträgen teilnehmen, die von anerkannten Spezialisten gehalten werden:

8. Juli, um 18.30 Uhr
Hélène Guichard
Chefkonservatorin der Abteilung für ägyptische Antiquitäten am Musée du Louvre
und verantwortlich für das Labor zur Analyse ägyptischer Antiquitäten
Vortrag zu den „archäometrischen Disziplinen“

9. Juli, um 18.30 Uhr
Prof. Christian Leblanc
Vortrag zum Thema „Die Interdiszipilinarität im Dienste der Untersuchung einer Ausgrabungsstätte: der Fall des Ramesseums in Theben/Ägypten“

Sie können die Ausstellung „Spitzentechnologien im Dienste der Ägyptologie“ besuchen. Die Öffentlichkeit kann bei dieser Gelegenheit die Reproduktion einer ägyptischen Grabstätte aus der 18. Dynastie (Tuthmosis IV./ Amenhotep III.) besichtigen. Des Weiteren erhält er die Möglichkeit, sich durch die aufgestellten Tafeln über die am häufigsten in der Ägyptologie angewandten archäometrischen Disziplinen zu informieren, die heute in der modernen Ägyptologie unerlässlich geworden sind. Diese Spitzentechnologien ermöglichen die Datierung, Analyse, Charakterisierung, Konservierung und Restaurierung von Gegenständen, Pigmenten, Mineralien und menschlichen Überresten, die bei Ausgrabungen gefunden wurden.

Im Rahmen des französisch-ägyptischen Jahres für Wissenschaft und Technologie findet neben der Ausstellung, die in Partnerschaft mit dem Ägyptologischen Seminar der Freien Universität und dem Institut für ägyptische Antiquitäten am Musée du Louvre erarbeitet wurde, die Unterzeichnung eines deutsch-französischen Ausgrabungsprojektes auf dem Tempelgelände von Ramses II statt.

Kontakt und Anmeldung : heloise.philippe@diplomatie.gouv.fr

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Pressemitteilung der Eberhard Karls Universität Tübingen
15. Juni 2010
Deutscher Archäologenverband tagt an der Universität Tübingen

Programm zu aktuellen Tendenzen in der archäologischen Forschung
Eine Standortbestimmung der gegenwärtigen Schwerpunkte in der archäologischen Forschung steht im Mittelpunkt der Jahrestagung des Deutschen Archäologenverbandes (DArV), die vom 18. bis 20. Juni 2010 im Institut für Klassische Archäologie der Universität Tübingen auf Schloss Hohentübingen stattfindet. Aktuelle Forschungsprojekte von Tübinger Archäologen bilden den Ausgangspunkt für die Diskussion über Fragestellungen und Methoden, die derzeit die Arbeit der etablierten Forscherinnen und Forscher und des wissenschaftlichen Nachwuchses prägen. Welchen Themen widmet sich die Archäologie heute? Welche Bedeutung haben dabei die neuen großen Verbundprojekte? Diese Fragen werden aus Sicht verschiedener Forschungseinrichtungen diskutiert.
Im Rahmen der Tagung feiern die rund 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ganz Deutschland zugleich das 40-jährige Bestehen des DArV. Vor dem Hintergrund dieser Geschichte wird die Tagung nicht nur neue Wege der Forschung erörtern, sondern auch die künftigen Aufgaben des Berufsverbandes. Als Vertreter der deutschen Archäologinnen und Archäologen vermittelt er die Bedeutung des archäologischen Erbes und seiner Erforschung gegenüber Politik und Öffentlichkeit.
Am Sonntag, 20. Juni, wird die Umsetzung des Bologna-Prozesses im Bereich der archäologischen Studiengänge mit dem Thema „Strukturierte Promotionsstudiengänge“ fortgesetzt. Denn nach den Bachelor- und Masterstudiengängen soll nun auch die Promotionsphase stärker formalisiert werden.

Ansprechpartner:
Deutscher Archäologenverband e.V. – DArV Geschäftsstelle
Dorfackerstraße 8, 72074 Tübingen
Tel. 0 70 71/8 39 15 Fax 0 70 71/88 81 13
E-Mail geschaeftsstelle@darv.d
Prof. Dr. Martin Bentz
Vorsitzender des DArV Institut für Kunstgeschichte und Archäologie der Universität Bonn Abt. Klassische Archäologie
Am Hofgarten 21 53113 Bonn
Tel. 02 28/73 77 35 E-Mail m.bentz@uni-bonn.d
Ausführliches Programm unter:
http://www.darv.de/MV_Programm_Tuebingen.pdf

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14. Juni 2010
Roboter in der Großen Pyramide

In der Großen Pyramide des Chufu arbeitet offensichtlich wieder ein Team, um die weitere Erkundung der "Belüftungsschächte" in der Königinnenkammer vorzubereiten. Das Team nennt sich "Djedi Team Robot", benannt nach dem Magier Djedi aus dem Papyrus Westcar, der Chufu allerhand Kunststücke vorführte, z. B. die "Wiederbelebung" einer Nilgans, nachdem er deren abgeschlagenen Kopf wieder an den Körper gefügt hatte. Der neue Roboter ist mit einer schlangenartig beweglichen Mikrokamera ausgerüstet sowie mit einem miniaturisierten Ultraschallmeßgerät, mit dessen Hilfe die Stärke des Gesteins ermittelt werden soll.
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11. Juni 2010
Mexikaner nehmen Arbeit in Theben-West wieder auf

Nach fünf Jahren ununterbrochener archäologischer und restauratorischer Arbeit einschließlich der ikonographischen Interpretation beginnt im September 2010 die sechste Grabungssaison eines mexikanischen Teams des National Institute of Anthropology and History (INAH) am Grab TT 39 in Theben West. Ziel ist es, das Grab ab 2013 für Besucher freizugeben. Zu diesem Zweck müssen u. a. 6 to Grabungsschutt, der von den umliegenden Hügeln abgerutscht ist, entsorgt werden. Dieses Material verbaut den Blick auf das 3.500 Jahre alte Grabmonument. Außerdem wird der Wanddekoration des Grabes noch einmal erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt.
TT 39 ist die letzte Ruhestätte des Puiemre, zweiter Priester des Amun unter Hatschepsut; sie ist mehrfach geplündert worden. Das Grab verfügt über einen Korridor und drei Kammern, die sich in Form, Größe und Ikonographie unterscheiden. Die nördliche Kammer enthält Wandmalereien mit dem Begräbniszug des Puiemre; sie konnten komplett wiederhergestellt werden. Die zweite Kammer, mit einer Nische für Opfergaben, war der Familie des Grabinhabers gewidmet. Die dritte Kammer ist ein kleiner Tempel mit Stelen links und rechts des Zuganges. Der Schutt soll noch akribisch auf mögliche Artefakte untersucht werden. Zu den bereits gemachten Funden zählen Keramikfragmente, Steinwerkzeuge, trockene Kräuter und Blumenbuketts - möglicherweise Reste der Begräbniszeremonie. Vor der Öffnung des Grabes für ein breiteres Publikum sind noch einige Stützungsmaßnahmen erforderlich, da das Gestein Frakturen aufweist.
artdaily

09. Juni 2010
Funde vor der ägyptischen Mittelmeerküste

In Abukir fand ein Team von Unterwasserarchäologen insgesamt 99 griechisch-römische Artefakte, darunter zwölf Bronzemünzen; vier weitere Goldmünzen stammen aus islamischer Zeit.
Egypt State Information Service

06. Juni 2010
Millionen von Begräbnissen nahe der Pyramide von Seila?

Das Archäologenteam der Brigham Young University, das an den Pyramiden des Snofru forscht (siehe auch Beitrag vom 27.12.2009), hat Erstaunliches herausgefunden. Ganz in der Nähe der Pyramide von Seila stieß man auf einen Friedhof mit einer sehr großen Anzahl von Mumien. Man vermutet, dass hier Millionen von Menschen begraben wurden. Kerry Muhlestein, Leiter der Grabungsmission, sagt: "Wir graben hier schon seit 30 Jahren und könnten noch 100 Jahre weitergraben und würden doch nur
einen geringen Teil der Mumien finden." Der Friedhof selbst stammt mit großer Wahrscheinlichkeit nicht aus der Zeit Snofrus, sondern wurde erst im Mittleren Reich angelegt. Der größte Teil der Nekropole stammt wohl aus ptolemäischer, griechisch-römischer und aus byzantinischer Zeit. Da soviele Menschen kaum im Umkreis von Seila gelebt haben können, wird nun vermutet, dass Ägypter aus allen Teilen des Landes sich hier in geweihtem Boden bestatten ließen. Demzufolge wäre die Pyramide von Seila noch Tausende von Jahren nach ihrer Errichtung als heiliger Platz angesehen worden. Beweisen lässt sich diese Vermutung bisher kaum, da keine relevanten Texte gefunden wurden. Die Annahme ist jedoch nicht ganz vor der Hand zu weisen. Immerhin wird seit Jahrzehnten gerätselt, wo sich wohl die Gräber der einfachen ägyptischen Bevölkerung befunden haben mögen; bislang kennt man beinahe ausschließlich die Ruhestätten der ägyptischen Elite.
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06. Juni 2010
Neue Magazine für archäologische Funde in Ägypten

Auf seiner Homepage berichtet Zahi Hawass, dass in den letzten acht Jahren über das Land verteilt 36 neue Lagerhäuser entstanden sind. Nachdem er sein Amt als Generaldirektor des SCA angetreten hatte, sei er konsterniert gewesen, wie die archäologischen Funde bis dahin gelagert wurden, sagt Hawass. Er habe daraufhin veranlasst, dass mit Hilfe der Baukompanie der Armee neue Gebäude errichtet werden, alle nach dem gleichen Bauplan und mit Konservierungsräumen und Fotolabors ausgestattet. Nach und nach werden die Stücke, von denen einige seit 80 Jahren nicht mehr beachtet worden waren, in die neuen Magazine verbracht - gereinigt, restauriert, fotografiert und in eine Datenbank eingegeben.

06. Juni 2010
Technischer Fortschritt - grenzenlos

Die Mumie Tutanchamuns ist auf der Basis von 3D-Scans aus photopolimerem Harz nachgebildet worden. Die Replik soll demnächst den Besuchern der momentan durch die USA tourenden Ausstellung "Tutanchamun and the Golden Age of the Pharaohs" präsentiert werden.
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03. Juni 2010
Hakeleien zwischen SCA und Diplomaten

In seiner Kolumne "Dig days" in der Ausgabe 1001 von Al-Ahram Weekly Online kündigt Zahi Hawass den britischen Diplomaten in Ägypten die Freundschaft. Es werde keine bevorzugte Behandlung mehr geben, auch Besucher der britischen Botschaft würden nicht mehr empfangen; die Beziehungen zu "deren Wissenschaftlern" seien erkaltet. Grund für diese harschen Maßnahmen ist die respektlose Behandlung von Ägyptern. Seinem Ärger über Erfahrungen mit der britischen Botschaft hatte Hawass bereits im April/Mai 2010 Luft gemacht. Bei der Beantragung eines Visums für eine Reise nach England war man dort nach seinen Angaben sehr rüde mit ihm umgesprungen. Auch andere ausländische Botschaften in Ägypten scheinen ins Visier des SCA geraten zu sein; es ist von deutschen und belgischen Diplomaten die Rede. Der Außenminister Ägyptens, Ahmed Abul-Geit, soll nun angeordnet haben, dass alle Ausländer gleich behandelt werden - ohne Sonderkonditionen für bestimmte Personenkreise.

03. Juni 2010
Untersuchung einer Mumie in Gotha

Im Helios Kreiskrankenhaus soll eine 3.000 Jahre alte Mumie einer Computertomographie unterzogen werden. Man möchte das Geschlecht und die Todesursache bestimmen, wobei man wegen der Dekoration davon ausgeht, dass es sich um die sterbliche Hülle einer Frau handelt. Die Mumie war im Jahre 1848 als Geschenk des Prinzen Albert von Sachsen-Coburg und Gotha an seinen Bruder nach Gotha gelangt. Die Stilistik des hölzernen Sarges lässt als Herkunft Mittägypten vermuten, zu datieren in die erste Hälfte der 22. Dynastie. Die Gothaer Ägyptensammlung beherbergt insgesamt drei ägyptische Mumien, von denen zwei bereits untersucht worden sind. Nun möchte man auch mehr über die dritte erfahren. Im Zuge der Untersuchung wird auch der oben erwähnte Holzsarg komplett restauriert; die Arbeiten werden im Januar 2011 abgeschlossen sein.
Pressemitteilung Helios-Kliniken

01. Juni 2010
Offizielles zum wiederentdeckten Grab des Ptahmes

Zahi Hawass beschreibt das Grab als 70 m lang mit einer Reihe von Korridoren und Kapellen. Die Architektur soll ähnlich der des Ptahemwia sein, das holländische Archäologen der Universität Leiden 2007 in Saqqara freilegten (seine Beitrag vom 14.02.2007). Ptahmes bekleidete zur Zeit Sethos' I. und Ramses' II. mehrere hohe Ämter einschl. das eines Königlichen Schreibers, eines Armeechefs sowie eines Aufsehers des Ptah-Tempels; er trug außerdem den Rangtitel eines Erbprinzen. Im Grab kamen mehrere Stelen zum Vorschein, darunter auch eine unvollendete, die den Grabinhaber mit seiner Familie vor der Thebaner Göttertriade zeigt. Auch Statuenfragmente des Ptahmes und seiner Gemahlin wurden gefunden. Ein Kopf einer weiblichen Statue, an der noch Farbreste sichtbar sind, zeigt entweder die Gemahlin oder eine der Töchter von Ptahmes. Im Schutt befanden sich außerdem Gefäße, Uschebtis und Amulette. Die ursprünglich zum Grab gehörigen Säulen waren in frühchristlicher Zeit zum Bau von Kapellen wiederverwendet worden. Die Grabstätte war im 19. Jahrhundert beraubt worden, jedoch fanden sich dennoch einige Wandfragmente, die zwecks Restaurierung sichergestellt wurden. Die Ausgrabungsarbeiten gehen weiter, denn man hofft, auch den Grabschacht zu finden und damit dann auch den Zugang zur Begräbniskammer.
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