ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Oktober 2010

28. Oktober 2010
Zentrum für Evolutionäre Medizin eröffnet

Die neue Institution unter Leitung von Frank Rühli und mit zur Zeit zehn Mitarbeitern ist dem Anatomischen Institut der Universität Zürich angegliedert. Hier soll über die Krankheitsentwicklung innerhalb langer Zeiträume geforscht werden.
nzz



23. Oktober 2010
Sobek-Museum am Tempel von Kom Ombo

Nach dreijähriger Fertigstellungsdauer wird am Sonntag direkt neben dem Tempel von Kom Ombo ein neues "Krokodilmuseum" eröffnet. Der Bau hat 10 Mio. LE verschlungen. Zum ersten Mal werden hier Krokodile aller Größen gezeigt. Es werden außerdem Statuen und Reliefs mit dem Bildnis des krokodilgestaltigen Gottes Sobek gezeigt, dem der Tempel von Kom Ombo auch gewidmet ist. Das Museum ist so angelegt, dass Besucher direkt im Anschluss an die Tempelbesichtigung dorthin gelangen.
luxortimesmagazine


Informationsdienst Wissenschaft - idw
Pressemitteilung der Technischen Universität Berlin
18. Oktober 2010
Leidenschaft für Nofretete - Der Archäologe Ludwig Borchardt
Ein Jahrhundertfund im Wüstensand Ägyptens wird zur „Berliner“ Königin der Herzen

Bis zum 28. November 2010 ist im Liebieg-Haus in Frankfurt a. M. die Ausstellung „Sahure – Tod und Leben eines großen Pharao“ zu sehen. Sie zeigt eine Grabung, die der Ägyptologe und Architekt Ludwig Borchardt zu Beginn des 20. Jahrhunderts leitete.

Die Büste der Nofretete, die ihr Entdecker das „lebensvollste ägyptische Kunstwerk“ nannte, ist eines der Highlights der Berliner Museumsinsel. Weniger bekannt ist der Archäologe Ludwig Borchardt, der diesen Jahrhundertfund am 6. Dezember 1912 im Sand von Tell el-Amarna, der vergessenen Stadt des Ketzerkönigs Echnaton, ausgrub. Wenig bekannt ist auch, dass viele Erfolge der deutschen Archäologie im Vorderen Orient zwischen 1870 und 1930 einer Tradition der Bauakademie/TH zu Berlin – Vorgängereinrichtung der TU Berlin - zu danken sind. Dort waren mehrere bedeutende Vertreter der historischen Bauforschung tätig, die dazu beitrugen, dass sich um 1900 in der Archäologie wissenschaftliche Methoden der exakten Vermessung und Dokumentation durchsetzten.

Durch diese Schule ging auch Ludwig Borchardt, der 1863 in Berlin in eine alte jüdische Kaufmannsfamilie von hoher kultureller Bildung hineingeboren wurde. Ludwigs jüngerer Bruder wird unter den Namen Georg Hermann (1871–1943) Schriftsteller und Chronist des berlinisch-jüdischen Milieus werden. Nach dem Abitur am Askanischen Gymnasium studierte der vielseitig interessierte Ludwig von 1883 bis 1887 Architektur an der TH Berlin. „Nebenbei“ hörte er Professor Adolf Erman (1854–1937), den damals bedeutendsten deutschen Experten der altägyptischen Philologie, und promovierte als Ägyptologe. Zunächst war Borchardt im Berliner Ägyptischen Museum tätig, ab 1888 arbeitet er als Regierungsbaumeister.

Auf Initiative Professor Ermans entsandte die Preußische Akademie der Wissenschaften 1895/96 „den Baumeister Borchardt“ zu Ausgrabungsarbeiten auf die Insel Philae. Unter anderem erarbeite Borchardt 1897 bis 1899 den Generalkatalog des Ägyptischen Museums in Kairo. Damit qualifizierte er sich zu einem ausgezeichneten Kenner der altägyptischen Kultur und zum Experten, geschickte Fälschungen zu entlarven. 1899 wurde er zum wissenschaftlichen Attaché am deutschen Generalkonsulat in Kairo berufen, um sein Expertenwissen für den Erwerb wertvoller Objekte für die Berliner Museen zu nutzen. Ab 1902 finanzierte die private „Deutsche Orientgesellschaft“ seine Ausgrabung der Tempelanlage von Abusir und in Amarna. Hier zeigte sich beim Vermessen, Zeichnen, der Dokumentation und der modellhaften Rekonstruktion des Gefundenen seine wissenschaftliche Akribie. In Ägypten lernte Borchardt auch seine Frau, die Frankfurterin Emilie Cohen kennen, die er 1903 heiratete und die seine wichtigste Mitarbeiterin wurde. Im Jahre 1907 wurde er Direktor des Deutschen Instituts für Ägyptische Altertumskunde in Kairo, das er bis 1929 leitete und in dem er mit seiner Frau auch wohnte.

Das Institutsgebäude gehört heute der Schweiz. Es beherbergt noch Borchardts Bibliothek, seinen umfangreichen Nachlass nebst Briefen sowie sein Porträt, das 1919 von Max Liebermann gemalt wurde. Viele seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen verblassten hinter den Skandalen, die seit dem ersten öffentlichen Auftreten mit der Nofretete 1924 in Berlin verbunden waren. Ludwig Borchardt starb am 12. August 1938 in Paris, wo er versuchte, sein Lebenswerk vor den Nazis zu retten. Sein Grab befindet sich in Kairo. Das Leben seines Bruders Georg Hermann endete im November 1943 in Auschwitz.

Hans Christian Förster

Weitere Informationen erteilt Ihnen gern:
Stefanie Terp, Pressesprecherin der TU Berlin
Tel.: 030/314-23922 - Fax: 314-23909 - E-Mail: pressestelle@tu-berlin.de
Die Medieninformation zum Download: www.pressestelle.tu-berlin.de/medieninformationen/

idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V. - http://idw-online.de


18. Oktober 2010
Grab aus der 5. Dynastie in Giza gefunden

Südlich der Nekropole der Pyramidenarbeiter in Giza stieß eine SCA-Mission auf das Grab des Rudjka, eines Priesters aus der 5. Dynastie. Rudjka trug verschiedene Titel und war eventuell ein wichtiges Mitglied des ägypytischen Hofes. Seine Hauptaufgabe war wohl die eines Reinigungspriester für König Chephren. Der von Priestern und Beamten durchgeführte Totenkult für Chephren überdauerte die Zeit auch nach dem Tod des Königs. Hawass führt aus, dass dieses das erste Grab sei, das in diesem Areal gefunden wurde; wegen seiner architektonischen Ausführung sei es ziemlich einmalig. Der Oberbau besteht aus Kalksteinblöcken, die einen labyrinthartigen Korridor bilden, der zum Grabeingang führt. Die Grabkammer wurde in den anstehenden Fels geschlagen. Die Wände sind farbig dekoriert mit Szenen, die z. B. Rudjka und seine Gemahlin vor einem reich gefüllten Opfertisch zeigen. Auch Darstellungen des täglichen Lebens sind zu finden. Nach Hawass könnte es sogar sein, dass dieses Grab zu einer ganzen Nekropole für Höflinge gehört - ähnlich dem West-Friedhof in Giza, dessen Kapazität möglichweise irgendwann erschöpft war. Wäre das der Fall, dann sind noch weitere Grabfunde zu erwarten.
drhawass.com
derstandard



14. Oktober 2010
Internationaler Ägyptologenkongress 2012 in Kairo

Auf seiner Homepage gibt Zahi Hawass bekannt, dass der alle vier Jahre stattfindende Internationale Ägyptologenkongress vom 07. bis 14. September 2012 im Hotel Mena House Oberoi in Giza stattfinden wird.



14. Oktober 2010
Krebs eine moderne Zivilisationskrankheit

Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie von Wissenschaftlern der Universität Manchester. Die außerordentlich weitreichende Untersuchung wurde am KNH Centre for Biomedical Egyptology durchgeführt. Als Basis dienten menschliche Überreste und Literatur aus dem alten Ägypten und aus Griechenland. Unter Hunderten von ägyptischen Mumien fand sich lediglich eine mit der Diagnose Krebs. Professor Rosalie David von der Faculty of Life Sciences kommt zu dem Ergebnis, dass Krebs in der Antike ein äußerst selten auftretendes Leiden war. Die Häufigkeit nahm erst mit steigender Umweltverschmutzung und Änderung der Ernährungsgewohnheiten zu. In industriellen Gesellschaften ist Krebs inzwischen die zweithäufigste Todesursache nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die erste histologische Krebsdiagnose an einer ägyptischen Mumie wurde im Rahmen der Studie von Michael Zimmermann, Gastprofessor am KNH Centre, vorgenommen. Dabei handelt es sich um die sterblichen Überreste eines einfachen Menschen aus der Ptolemäerzeit. Rosalie Davids Schlussfolgerung: "Wieder einmal übermitteln uns umfangreiche ägyptische Daten - zusammen mit anderen, über Jahrtausende reichende Daten - der modernen Gesellschaft eine klare Botschaft: Krebs ist vom Menschen gemacht und das ist etwas, mit dem wir uns befassen müssen."
manchester.ac

Es gab schon früher vage Krebsdiagnosen bei ägyptischen Mumien. Siehe dazu z.B. Beiträge vom 16.03.2008 und vom 01.01.2009.



13. Oktober 2010
USA geben Sarkophage zurück

Zahi Hawass ließ verlauten, dass innerhalb der nächsten zwei Wochen eine Reihe von Sarkophagen aus den USA nach Ägypten zurückkehren wird. Die Stücke wurden vor 50 Jahren illegal außer Landes gebracht. Nähere Angaben über die Herkunft machte Hawass nicht. In einem Statement lobte er jedoch die Bemühungen der USA und sagte, Amerika sei "das erste Land der Welt, das mit Ägypten hinsichtlich der Rückführung von Antiquitäten kooperiert".
AP



Informationsdienst Wissenschaft - idw
Pressemitteilung der Eberhard Karls Universität Tübingen
13. Oktober 2010
Der Königspalast von Qatna (Syrien) wurde der Öffentlichkeit zugänglich gemacht
Zeremonie im Beisein von Syriens First Lady/Weitere spannende Funde der Tübinger Ausgrabungen

Vor kurzem wurde der bronzezeitliche Königspalast von Qatna in einer feierlichen Zeremonie der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die erste Stufe der Restaurierungsmaßnahmen in dem seit 1999 von der Universität Tübingen in Zusammenarbeit mit syrischen Archäologen der Antikendirektion Damaskus und italienischen Archäologen der Universität Udine ausgegrabenen altorientalischen Großgebäude ist jetzt abgeschlossen. An der feierlichen Veranstaltung auf dem Ruinengelände nahm Dr. h.c. Asma al-Assad, die Gattin des syrischen Staatspräsidenten teil. Die First Lady Syriens ließ sich die seit 2005 andauernden, aufwändigen Restaurierungsmaßnahmen im Königspalast durch die Grabungsleiter Prof. Dr. Peter Pfälzner (Tübingen) und Prof. Dr. Daniele Morandi Bonacossi (Udine) ausführlich erläutern.
An der Zeremonie nahmen außerdem der Kulturminister Syriens und der Generaldirektor der syrischen Antikendirektion teil, von deutscher Seite die Prorektorin der Universität Tübingen, Prof. Dr. Stephanie Gropper, und der deutsche Botschafter in Damaskus sowie von italienischer Seite die Rektorin der Universität Udine und der italienische Botschafter. Prorektorin Stephanie Gropper wies in ihrem Grußwort auf die ausgezeichnete Unterstützung des Tübinger Teams durch die staatlichen syrischen Institutionen und die syrische Bevölkerung hin.
Im Mittelpunkt des Interesses stand das mit Mitteln der Kulturhilfe des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland errichtete Schutzdach über dem Palastbrunnen, das mit transparenten Polycarbonatplatten überdeckt ist. Diese wurden von der Firma Bayer als Spende zur Verfügung gestellt. Es handelt sich um eine moderne, lichtdurchlässige Bogenkonstruktion aus Stahl von 20 Meter Spannweite, die über eine Länge von 28 Metern den Bereich um das monumentale und sehr tiefe Brunnenhaus des Palastes überspannt. Das Brunnenhaus ist durch seine ungewöhnliche Größe und seine repräsentative Ausstattung mit einer breiten, 80-stufigen, an den Brunnenwänden umknickend hinab führenden Basalttreppe als einzigartiges Architekturmonument der altorientalischen Bronzezeit ausgewiesen und aus diesem Grund ein Denkmal von besonderer Schutzwürdigkeit. Es datiert in die Mittlere Bronzezeit, um etwa 1700 v. Chr.
Die von Heike Dohmann-Pfälzner geleiteten und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanzierten archäologischen Ausgrabungen des deutsch-syrischen Forscherteams der Universität Tübingen wurden parallel zu den Restaurierungsmaßnahmen bis Ende September fortgesetzt. Hier stand die weitere Freilegung der im Jahr 2009 entdeckten zweiten Gruft unter dem Königspalast von Qatna im Vordergrund. Es wurden über die bereits Anfang September gemeldeten Funde hinaus weitere erstaunliche Gegenstände aus der unberaubten Grabkammer geborgen. Dazu gehört ein ägyptischer Becher aus schwarzem, durchscheinendem Obsidian, der am Rand und am Boden mit Gold gefasst ist, sowie Schmuckstücke in Form von Armreifen und Halsringen aus Gold und wertvollen Steinen, unter anderem baltischem Bernstein. Ein Siegel mit einer Inschrift der ägyptischen Königsmutter Ahmes-Nefertari (um 1560 v. Chr.) stammt aus der durch Keramik und andere Funde einzugrenzenden Benutzungszeit des Grabes und ist dadurch ein eindrucksvoller Beleg für die engen Kontakte zwischen Qatna und Ägypten in der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr., in der späten Hyksos-Zeit und am Beginn des Neuen Reichs.
Die wahrscheinlich über 100 in der Grabkammer aufgefundenen Skelette lagen gruppenweise in größtenteils zergangenen Holzkisten, von denen bis zum Ende der Kampagne 15 Stück nachgewiesen werden konnten. Sie standen eng an eng, und zum Teil übereinander in der Gruft. Ein breiter Bronzegürtel umschlang den Beckenknochen eines Kindes. In einer anderen Holzkiste fand sich ein Kästchen mit Einlegearbeiten aus Elfenbein. Die Intarsienplättchen dekorierten das Holzkästchen auf drei Seiten und fanden sich zum Teil noch an ihrer ursprünglichen Position, da sie mit Bitumen befestigt waren. Die Intarsien zeigen Tierfiguren wie Gazellen, Affen und Löwen, Mischwesen mit Löwenkopf und Adlerkörper sowie menschliche Personen. Das Kästchen stellt ein einzigartiges Zeugnis mesopotamisch-syrischer Kunst der ausgehenden Mittleren Bronzezeit dar. Es muss in den kommenden Jahren aufwändig konserviert und restauriert werden.

Kontakt:
Prof. Dr. Peter Pfälzner
Universität Tübingen
Institut für die Kulturen des Alten Orients
Abteilung für Vorderasiatische Archäologie
Telefon +49 7071 29-78530
Telefax +49 7071 29-5056
E-Mail: http://peter.pfaelzner@uni-tuebingen.de

idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V. - http://idw-online.de



08. Oktober 2010
Grab des Amenhotep-Huy: Osiris-Antlitz auf Mumienabdeckung

Im Grab Nr. 28 im Assasif, das dem Wesir Amenhotep-Huy aus der thebanischen Zeit Echnatons zugeordnet werden könnte, gräbt derzeit eine Gemeinschaftsmission des SCA und des I.E.A.E. (El Instituto des Estudios del Antiguo Egipto), Madrid. Dabei wurde eine leinene Mumienabdeckung aus dem 2. vorchristlichen Jahrhundert zu Tage gefördert. Die Dekoration zeigt in gut erhaltenen Farben den Gott Osiris. Sein Gesicht ist frontal dargestellt, mit großen Augen und von blauer Farbe.
tendencias21 (spanisch, mit Abbildung)
deutsche Google-Übersetzung
Homepage der spanischen Amenhotep-Huy-Mission


08. Oktober 2010
Mumie eines Krokodilbabys ist keine Attrappe

Ganz im Gegensatz zu vielen anderen Tiermumien, die den Ägyptern als Votivgaben dienten, ist die 2.000 Jahre alte Mumie eines kleinen, nur 20 cm langen Krokodils in der Ny Carlsberg Glyptotek tatsächlich "echt". Das bewies ein kürzlich in Kopenhagen durchgeführter Scan. Das Ergebnis überraschte die Experten, denn sehr häufig enthalten vermeintliche Tiermumien nur Heu oder ähnliche Füllstoffe; lediglich die äußere Form ist die eines Tieres.
cphpost


08. Oktober 2010
Ägypten Teilnehmer an UNESCO-Tagung in Paris

An der 16. Tagung des Zwischenstaatlichen Ausschusses zu Förderung der Rückgabe von Kulturgütern an die Herkunftsländer nahm auch ein Vertreter des ägyptischen Ministeriums für Kultur und des SCA, Ramadan al-Badri, teil. Nach Aussage von Zahi Hawass wurde auf der Tagung u.a. die Politik Ägyptens zur Wiederbeschaffung gestohlener und illegal außer Landes gebrachter Antiquitäten vorgestellt.
Egypt State Information Service



05. Oktober 2010
Leidensgenossin für Nofretete

Der türkische Kulturminister hat eine Sphinx aus der hethitischen Hauptstadt Hattuscha, die sich im Berliner Pergamon-Museum befindet, zurückgefordert. Sollte der Forderung nicht nachgekommen werden, will man dem Deutschen Archäologischen Institut (DAI), dessen Abteilung Istanbul dort, im heutigen Bogazköy, seit 1931 arbeitet, die Grabungslizenz entziehen. Reaktionen von deutscher Seite auf dieses Ansinnen stehen noch aus.

Das nebenstehende Foto zeigt die Sphinxstatue; sie stammt von der Innenseite des "Sphingen-Tores" in Bogazköy
Höhe 2,58 m, 14. Jahrhundert v. Chr.

berlinonline
morgenpost

 

 




02. Oktober 2010
Sarkophag des Mikerinos soll gehoben werden

Nachdem er als Folge eines Schiffsunglücks vor rund 170 Jahren vor der Küste Spaniens im Meer versank, soll der Sarkophag, den Howard Vyse am 01.08.1837 in der Pyramide von Mikerinos entdeckte, nun gehoben werden.
Der Sarkophag: vor Ort in der Pyramide (links) und als Umzeichnung (rechts)
Quelle: Howard Vyse "The Pyramids of Gizeh in 1837" Vol. II
Der Plan zur Bergung des Unglücksschiffes bzw. dessen Ladung besteht schon länger (siehe Beitrag vom 14.06.2008). Mögliche Hindernisse, etwa die notwendige Genehmigung durch die spanischen Behörden, scheinen nun beseitigt. Das Projekt soll in einer gemeinsamen Mission des SCA mit den Spaniern verwirklicht werden.
Egypt State Information Service


02. Oktober 2010
Weiterer Fund in Kom el-Hettan

Wie schon häufiger im Laufe der vergangenen Jahre, stieß man auf dem Gelände des ehemaligen Gedächtnistempels Amenophis' III. wieder auf ein Statuenfragment. Es handelt sich um den oberen Teil einer Monumental-Doppelstatue aus Granit. Sie zeigt den König wahrscheinlich neben dem Gott Amun; der Kopf des Götterbildes fehlt. Ein ähnliches Statuenfragment (Amenophis III. und Re-Harachte) wurde erst im März dieses Jahres gefunden (siehe Beitrag vom 21.03.2010).
drhawass.com