ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Oktober 2012

30. Oktober 2012
Besgestaltiger Anhänger in Jerusalem gefunden

Bei Ausgrabungen eines byzantinischen Turmes südlich des Tempelberges in Jerusalem fanden die Archäologen eine kleine, nur knapp drei Zentimeter messende Bes-Figur aus grüner Fayence. Eine Bohrung zeigt, dass sie einst an einem Band getragen wurde. Das Stück könnte aus der Eisenzeit stammen, also aus der Zeit der biblischen Könige von Israel und Juda. Dr. Elia Mazar von der Hebrew University führt aus, dass Bes-Figurinen während des zweiten und ersten vorchristlichen Jahrtausends bei den Phöniziern sehr beliebt waren und von diesen in ihrem Einzugsbereich verbreitet wurden. Ein weiterer wichtiger Fund der Israelis stammt aus herodianischer Zeit (37 v.Chr. bis 70 n.Chr), ein Gesims in römisch-konrinthischem Stil.
popular-archaeology


29. Oktober 2012
Wissenschafts und Bildungskooperation des DAI mit Ägypten

Im vergangenen Jahr schlossen Ägypten und die Bundesrepublik Deutschland eine Transformationspartnerschaft, um den demokratischen Umbruchprozess und die Stärkung der Zivilgesellschaft in Ägypten und in der Region zu fördern. Im Rahmen dieser Transformationspartnerschaft organisiert die Abteilung Kairo des DAI Projekte der Wissenschafts- und Bildungskooperation in drei Linien:

Personenförderung
Disziplinenförderung
Förderung von Kulturerbe-Management und Öffentlichkeitsarbeit

Durch die Personenförderung werden ägyptische Nachwuchsforscherinnen und -forscher der archäologischen, konservatorischen und historischen Wissenschaften unterstützt, akademische Kontakte nach Deutschland und in das europäische Wissenschaftssystem zu knüpfen, sowie intellektuelle Unabhängigkeit und die Möglichkeit zu selbstbestimmter Arbeit zu gewinnen. 2012 gingen 19 Stipendiaten nach Deutschland.

Durch Maßnahmen der Disziplinenförderung werden Schlüsseldisziplinen des archäologisch-historischen Zugangs zur Geschichte Ägyptens gefördert, um einer neuen Generation von Forschern einen autonomen, methodisch gegründeten und unideologischen Zugang zu den Quellen der eigenen Vergangenheit und den Grundlagen der eigenen historischen und kulturellen Identität zu eröffnen. In Kooperation mit dem DAAD wird an der Ain Shams Universität ein Fachlektorat Papyrologie eingerichtet. In Zusammenarbeit mit dem Inspektorat Aswan des Ministry of State for Antiquities baut das DAI Kairo ein Kompetenzzentrum ägyptische Epigraphik auf.

Durch die Förderung von Kulturerbe-Management und Öffentlichkeitsarbeit wird das zentrale Problemfeld der Sicherung, Erhaltung und Erschließung archäologischer Stätten und Museen in signifikanten Modellprojekten angegangen. Zudem werden Maßnahmen unterstützt werden, die lokale Bevölkerung in den Schutz der archäologischen Stätten zu integrieren und sachgerechte Information über Wesen und Wert der Zeugnisse des eigenen kulturellen Erbes zu verbreiten. Das DAI setzt am Fundplatz Elephantine ein mehrteiliges Musterprojekt um, zu dem die Neugestaltung des Museums, die Verfassung eines Besucherhandbuchs für die Region, ein arabischsprachiger Newsletter „Aswaneyat“ und archäologische Informationsblätter gehören. In Zusammenarbeit zwischen dem DAI Kairo, dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum in Mainz und der Universität Tübingen wird ein Projekt am Ägyptischen Museum Kairo gestartet, um die Goldblech-auf-Leder-Objekte aus dem Grabschatz des Tutanchamun zu restaurieren, um eine neue, spektakuläre Objektgruppe aus dem Grabschatz im neuen Grand Egyptian Museum erstmals auszustellen. Dazu wird ein Restaurationslabor im Museum eingerichtet und drei ägyptische RestauratorInnen werden im Labor des Römisch-Germanischen Zentralmuseums weitergebildet. In Kooperation mit der Deutschen Evangelischen Oberschule Kairo werden fächerübergreifende Unterrichtseinheiten ausgearbeitet, in denen den Schülerinnen und Schülern Zugang zur ägyptischen Vergangenheit vermittelt wird. Die Unterrichtsmaterialien und das Informationsmaterial für Lehrende sollen im Unterricht getestet, übersetzt und anderen Schulen zur Verfügung gestellt werden.

aus der Pressemitteilung des DAI


23. Oktober 2012
Entzifferung uralter Schriften mit modernem Bildwiedergabeverfahren

Mit Hilfe des Reflectance Tranformation Imaging (RTI) möchte man dem Verständnis der ältesten noch nicht entzifferten Schrift, Proto-Elamisch, näher kommen. Entsprechende Schrifttafeln wurden in höchster Qualität gescannt und in der Datenbank der Cuneiform Digital Library Initiative weltweit für jeden Interessierten zugänglich gemacht, so dass grenzüberschreitend daran gearbeitet werden kann. Proto-Elamisch ist eine Schrift, die in der Zeit von 3200 bis 3000 v.Chr. auf dem Gebiet des heutigen Iran gebräuchlich war. Bisher wurden nur einige Merkmale erkannt, wie numerische Zeichen, die sich in mesopotamischen Schriftzeugnissen wiederfinden, sowie Bildzeichen wie Schafe, Ziegen oder Korn. 80 bis 90 % der Schriftzeichen konnten jedoch bisher nicht identifiziert werden. Das Schriftsystem überdauerte nur wenige Jahrhunderte.
pasthorizonspr



Informationsdienst Wissenschaft
Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ
19. Oktober 2012
Ein schärferer Blick zurück für die Archäologie und Klimaforschung

Ein schärferer Blick zurück für die Archäologie und Klimaforschung
Jahresschichtungen in dem japanischen Suigetsu-See ermöglichen eine genauere Kalibrierung von Radiokohlenstoff-Datierungen

Mithilfe einer neuen Messreihe von Radiokohlenstoffdaten an jahreszeitlich laminierten Sedimenten aus dem Suigetsu-See in Japan ist in Zukunft eine präzisere Kalibrierung von Radiokohlenstoffdatierungen möglich. In Kombination mit einer genauen Zählung der saisonal geschichteten Ablagerungen im See ergab sich eine bisher unerreichte Präzision der bekannten 14C-Methode, mit der es jetzt möglich ist, auch ältere Objekte der Klimaforschung oder der Archäologie genauer zu datieren, als es bisher möglich war. Ein internationales Team von Geowissenschaftlern unter Leitung von Prof. Christopher Bronk Ramsey (Univ. Oxford) stellt in der neuesten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science dieses Ergebnis vor.

Die Radiokohlenstoffmethode zur Datierung von organischen und kalkhaltigen Materialien nutzt die bekannten Zerfallsraten des radioaktiven Isotops 14C, das in sehr geringen Mengen in der oberen Atmosphäre durch kosmische Strahlung gebildet wird. Da die Bildung von 14C vom Magnetfeld der Erde und der Sonnenaktivität beeinflusst wird und somit nicht konstant ist, ist dieser relative Zeitmaßstab ohne eine absolute Zeitmarke in Kalenderjahren. Die über die gemessen Zerfallsraten erstellte Zeitskala muß also noch kalibriert werden, um die Alter in Kalenderjahren angeben zu können. Dies funktioniert am besten über eine parallele Zählung von Jahreslagen in See-Sedimenten oder Jahrringen in Bäumen. Eine sehr weit zurück reichende Kalibrierung gelang nun mit den Daten aus dem bei Mikata am Japanischen Meer gelegenen Suigetsu-See. Hier konnte ein Bohrkern aus den Sedimenten gezogen werden, die mit einer jahreszeitlichen Auflösung bis über 50000 Jahre zurück reichen.

Diese neuen Daten haben sowohl für archäologische als auch paläoklimatische Forschungen eine große Bedeutung. „Mit solchen Informationen kann man nicht nur die regionalen Auswirkungen von Klimaveränderungen besser verstehen, sondern auch den auslösenden Mechanismen auf die Spur kommen“, erläutert Achim Brauer, einer der Mitinitiatoren des Projektes und am Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ verantwortlich für die Erstellung der Zeitskala in Kalenderjahren des Suigetsu-Sedimentprofils. „Wir können damit paläoklimatische Schlüsselprofile aus unterschiedlichen Regionen, wie der Arktis, Ostasien und Europa genauer synchronisieren, um festzustellen, ob plötzliche Klimaänderungen weltweit zeitgleich auftraten, oder ob Änderungen in manchen Regionen früher erkennbar sind als in anderen. Außerdem können mit der neuen Kalibrierung auch die Zeitpunkte des Aussterbens der Neandertaler oder der Ausbreitung des modernen Menschen in Europa in Zukunft genauer bestimmt werden.“

Der Suigetsu-See eignet sich besonders für die Anwendung beider Datierungsmethoden, Messung von 14C und Zählung von Jahreslagen, weil an seinen Ufern auch in der letzten Eiszeit Laubbäume wuchsen, deren Blätter in großer Zahl in den Sedimenten konserviert wurden und sich ideal für 14C Datierungen eignen. Gleichzeitig ist dieser See einer der seltenen Fälle, in denen sich Jahresschichtungen im Sediment erhalten haben.

Aufgrund der langjährigen Erfahrung der Arbeitsgruppe von Achim Brauer mit der Erstellung von präzisen Kalenderzeitskalen aus Seeablagerungen wurden GFZ-Wissenschaftler mit dieser Aufgabe betraut. Mit speziellen mikroskopischen Methoden war es erstmals möglich, den Aufbau feinster und jahrtausendealter Schichten in den Suigetsu-Sedimenten im Detail zu entschlüsseln. So identifizierten die Wissenschaftler Frühjahrslagen, die durch die Schneeschmelze gebildet wurden, Sommerlagen aus organischem Material oder Algenresten, Herbstlagen aus einem speziellen Eisenkarbonat und Winterlagen aus feinem Ton. Die Kenntnis dieses saisonalen Rhythmus der Sedimentation war Grundlage der genauen Jahreslagenzeitskala. Die hohe Qualität der neuen Suigetsu-Chronologie für den Zeitraum von 12500 bis 52800 Jahre vor heute wird dadurch deutlich, dass sie als Grundlage der nächsten Ausgabe von IntCal ausgewählt wurde, einem internationalen Standard der Radiokohlenstoff-Kalibrierung.

Christopher Bronk Ramsey et al.,“A Complete Terrestrial Radiocarbon Record for 11.2 – 52.8 kyr BP”
Science, 338, (6105), 370-374, 10.1126/science.1226660

Kontaktdaten zum Absender der Pressemitteilung unter
Helmholtz-Zentrum Potsdam - Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ

idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.
http://idw-online.de



Informationsdienst Wissenschaft
Pressemitteilung der Friedrich-Schiller-Universität Jena
16. Oktober 2012
„DNA-Analyse“ zur Entschlüsselung alter Sprachen

Jenaer Indogermanistin entwickelt bei Arbeit mit antiken „Notizzetteln“ spektakuläre Methode
Aus ganz Europa gehen inzwischen Einladungen mit Bitten um Vorträge bei Dr. Sabine Ziegler von der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein. Der Grund: Die Indogermanistin, die am Lehrstuhl von Prof. Dr. Rosemarie Lühr an der Jenaer Außenstelle der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig forscht, hat eine für mehrere Disziplinen höchst interessante Methode zur Entschlüsselung alter Inschriften entwickelt. Sie erinnert im wahrsten Sinne an die Arbeit eines Kriminalisten und trägt den Namen „mikro-linguistische“ Methode.

Im Gegensatz zu Latein – das zwar landläufig als eine „tote“ Sprache gilt, in Wahrheit aber in allen romanischen Sprachen weiterlebt – gilt für Sprachen wie Hethitisch, das bis etwa ins frühe zweite Jahrtausend v. Chr. überliefert ist, dass es wirklich ausgestorben ist. Gelegentlich aber kommt es vor, dass Archäologen sogenannte Ostraka finden. Das sind Scherben antiken Tongeschirrs, die den Menschen zur damaligen Zeit schlichtweg als Notizzettel gedient haben. Inhaltlich geht das dort zu Entschlüsselnde zwar selten über das einer heutigen Alltagsnotiz hinaus. Doch ist es eben gerade die scheinbare Banalität des Alltäglichen, die Aufschluss über die lebensweltlichen Bedingungen der damaligen Zeit liefert. Entsprechend sei das Selbstverständnis des Indogermanisten per se nicht nur das eines Sprachwissenschaftlers, sondern gleichfalls das eines Kulturwissenschaftlers, erläutert Dr. Ziegler.



Der Jenaer Indogermanistin Dr. Sabine Ziegler ist es gelungen, "südpunische" Ostraka - wie auf dem PC abgebildet - zu entziffern und dabei eine Methode zur Entschlüsselung alter Inschriften zu entwickeln.
Foto: Anne Günther/FSU - Quelle: idw

Wie anwendungspraktisch ihre neue Methode ist, davon zeugen die Rahmenbedingungen ihrer Entstehung: „Bei Ausgrabungen an einem römischen Kastell des Limes Tripolitanus in Libyen nahe der Halbwüste Hammadah al-Hamra fanden Archäologen vor zwei Jahren neben einigen lateinischen Inschriften unter anderem neun Ostraka aus der ersten Hälfte des fünften Jahrhunderts nach Christus“, erinnert sich die Indogermanistin. Keiner der zuerst hinzugezogenen Sprachwissenschaftler habe sie identifizieren können, jene „Notizzettel“ aus der Antike. Durch Vermittlung des Münchner Ägyptologen Prof. Dr. Friedhelm Hoffmann wurde Dr. Sabine Ziegler durch den Archäologen Prof. Dr. Michael Mackensen mit der Aufgabe betraut. Der Jenaer Forscherin gelang es am Ende der akribischen wie spannenden Arbeit zu ermitteln, dass das eine große Ostrakon wohl den Charakter einer schriftlichen Mahnung hatte. „Der Urheber der Beschwerde mahnt an, dass ihm folgende Dinge nicht ausgehändigt worden seien, nämlich unter anderem Getreide, Ochsen, Wasserbüffel…“, weiß Ziegler nun. Bei der Sprache, erklärt sie, handelt es sich um eine dialektale Variante des Punischen; sie hat diese „Südpunisch“ getauft.

Doch wie war ihr gelungen, woran etliche Experten zuvor gescheitert sind? Indem sie die Gesamtheit aller lautlichen, morphologischen, syntaktischen Merkmale und Eigenschaften gleichsam als DNA betrachtete – und das antike Sprach-Artefakt gleichsam einer Gen-Analyse unterzogen hat. Konzentriert und akribisch kam sie durch schrittweise Untersuchung des Textes auf bestimmte Merkmalstypen zu einer Methode, die durch ihre Exaktheit auf alle Buchstaben- und Silbenschriften anwendbar ist.
Ein Kriterium dabei ist unter anderem die statistische Häufung bestimmter Laute. Dies ist laut Ziegler im Hinblick auf eine Sprache„so typisch wie
ein Fingerabdruck“. Ebenso markant ist die jeweilige Phonemstruktur – also die Folge von Konsonanten, Vokalen oder Konsonantengruppen. Zentral ist auch die Frage nach Art und Häufung sogenannter Funktionswörter ohne eigenständige Semantik – im Deutschen zum Beispiel „auch“ oder „etwas“. Sie machen zwar im Durchschnitt nur etwa 0,05 Prozent des Gesamtwortschatzes, aber 40 bis 50 Prozent eines beliebigen literarischen Textes aus. Und so dechiffriert Dr. Ziegler nun mit ihrer Methode Texte aus unbekannten Sprachen – oder spricht darüber auf der ganzen Welt.

Kontakt:
Dr. Sabine Ziegler Lehrstuhl für Indogermanistik der Friedrich-Schiller-Universität Jena
Zwätzengasse 12, 07743 Jena
Tel.: 03641/ 944087 - E-Mail: sabine.ziegler@uni-jena.de

Weitere Informationen unter http://www.uni-jena.de

idw - Informationsdienst Wissenschaft e. V.
http://idw-online.de


09. Oktober
Tod durch schlechte Zähne

Nach einem Befund resultierend aus hochauflösenden CT-Scans der University of Western Ontario von den Kiefern eines jungen Mannes von Ende 20 / Anfang 30 aus der Ptolemäerzeit müssen diesen unerträgliche Schmerzen gequält haben. Grund war sein stark von Karies befallenes Gebiss. Ein antiker Zahnarzt hatte es zu behandeln versucht, indem er die großen Löcher mit kleinen Leinenstückchen füllte, die wahrscheinlich zuvor in eine Flüssigkeit (Feigensaft oder Zedernöl) getaucht worden waren. Die Füllungen sollten das Eindringen von Nahrungspartikeln in die stark entzündete Zahnstruktur verhindern; sie waren sicher auch mit schmerzstillenden Mitteln versetzt. Anders als Zahnfüllungen heutzutage, konnten diese bisher einzigartigen ägyptischen Hilfsmittel die Zähne aber nicht stabilisieren. Die zahlreichen Abzesse am Gebiss des Mannes waren lebensbedrohlich. Die Infektionen haben sich schließlich wohl auch in die Nebenhöhlen ausgebreitet, was den Tod des jungen Mannes herbeigeführt haben könnte.
livescience
drbicuspid



05. Oktober 2012
Raubgut in Minja beschlagnahmt

Die ägyptische Antikenpolizei stieß in Minja auf Artefakte, die dort illegal zum Verkauf angeboten werden sollten. Es handelte sich u.a. um ein hölzernes Bootsmodell, eine Statue aus Basalt und einen hölzernen Sarg von 1,70 m Länge, in dem sich eine Mumie befindet. Die Polizei hatte Hinweise erhalten, nach denen antike Objekte in einem Privathaus gelagert sein sollten, um sie auf dem Schwarzmarkt zu veräußern.
egyptindependent


05. Oktober 2012
Djoser-Pyramide: Restaurierungsarbeiten auf der Kippe

Die Arbeiten zur Restaurierung und Konservierung der Djoser-Pyramide könnten zum Erliegen kommen. Die Probleme begannen, als das mit den Arbeiten beauftragte Unternehmen Shorbagy die Arbeit einzustellen drohte, weil Zahlungen vom Antikenministerium ausgeblieben waren. Nun droht Antikenminister Mohamed Ibrahim Ali seinerseits mit der Kündigung des mit Shorbagy geschlossenen Vertrages. Die UNESCO hat Ali gebeten, sich über eventuelle Probleme im Zusammenhang mit den Arbeiten ein Bild zu machen und forderte ihn auf, zu diesem Zweck Ingenieure von der Universität Kairo in die Überprüfung einzubeziehen.
egyptindependent