ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Dezember 2008
30. Dezember 2008
Die Grabungen in Mersa/Wadi Gawasis am Roten Meer
Das Grabungsteam um Kathryn A. Bard und Rodolfo Fattovich, das den "Punt-Hafen" am Roten Meer archäologisch bearbeitet, stellt unter archaeogate den neuesten Grabungsbericht (2007/2008) online zur Verfügung - auch als PDF. Zu den zahlreichen Funden zählen u.a. Kupferfragmente, Textilfragmente, Ostraka, Papyrusfragment (teilweise beschriftet) sowie diverse Stelen mit zum Teil lesbaren Inschriften. Die Stelen stammen aus der Zeit des Amenemhet III. Identifiziert wurden die Daten Regierungsjahr 23 und 41. Eine der Stelen enthält den Namen eines Ameni, Wächter im Großen Palast. Ein weiterer wichtiger Fund ist ein Keramik-Kantenfragment, das auf Zweite Zwischenzeit/frühes Neues Reich datiert wird.
Über die Arbeiten in Wadi Gawasis habe ich schon in mehreren Beiträgen berichtet, zuletzt am 20.06.2008.

30. Dezember 2008
Tutanchamun-Ausstellung in Dallas: Besucherzahlen erfüllen nicht die Erwartungen
Die Einkünfte aus der Ausstellung scheinen nicht die vom Veranstalter (Dallas Museum of Art) kalkulierte Summe zu erreichen. Man erwartete 1 Mio. Besucher; damit hätten die Kosten der Ausstellung gedeckt werden können. Um das Ziel zu erreichen, müssten in den verbleibenden fünf Monaten durchschnittlich 146.000 Besucher pro Monat in die Ausstellung kommen; der bisherige Durchschnitt liegt bei nur 90.000. Die Direktorin des Museums führt die enttäuschenden Zahlen auch auf die Finanzkrise zurück.
dallasnews

28. Dezember 2008
Im Tal der Könige
So titelt ein Artikel in faz.net zum gleichnamigen Thema. Der Autor berichtet u.a. über einen Fachaufsatz von Stephen W. Cross ("The Hydrology of the Valley of the Kings, Egypt", in JEA 94, 2008). Cross hält es für möglich, dass sich unter dem komprimierten Schutt und Geröll früherer Sturzfluten noch das eine oder andere unentdeckte Grab verbirgt.

26. Dezember 2008
Mehr Details zum jüngsten Schmuggelfall
Bei dem zunächst als "Lehrer" deklarierten 61jährigen Australier, der am Flughafen von Kairo mit Schmuggelgut im Koffer dingfest gemacht wurde (siehe vorherige Meldung), handelt es sich in Wahrheit um einen Kunst- und Antiquitätenhändler aus Sidney. Bereits im Jahre 2005 war er - bis dahin unbescholten - auffällig geworden, weil auf der Webseite seines Unternehmens Stücke zum Verkauf standen, die auf einer Liste von Interpol verzeichnet waren. Er musste sie seinerzeit der australischen  Bundespolizei übergeben.
smh

24. Dezember 2008
Australier als Schmuggler entlarvt
Ein 61jähriger Lehrer aus Australien wurde in Ägypten festgenommen, bevor er seinen Flug nach Thailand antreten konnte. Sicherheitsbeamte hatten in seinem Gepäck zwei Tiermumien (eine Katze und einen Ibis) sowie 19 in Geschenkpapier eingepackte antike Figurinen, u.a. Darstellungen von Horus und Thot, gefunden. Die Mumien werden auf 300 v.Chr. datiert. Dem Mann könnte eine Gefängnisstrafe von 15 Jahren drohen.
Am gleichen Tage wurde ein weiterer Tourist an seiner Abreise gehindert, ein 26jähriger Mann - ebenfalls Lehrer. Man fand bei ihm 56 Patronen, 20 Exemplare scharfer Munition sowie ein Bajonett. Die Stücke stammen aus dem 2. Weltkrieg. Der Mann hatte sie bei El Alamein gefunden und an sich genommen.
AP
iht
dernewsticker

23. Dezember 2008
Mit Satelliten Ruinen entdecken
Wissenschaftler vermuten seit langem, bisher nur einen sehr kleinen Teil der noch in ägyptischem Boden schlummernden antiken Monumente entdeckt zu haben. Sarah Parcak, Archäologin und Chefin des Laboratory for Global Health an der Universität von Alabama in Birmingham schwört auf Satellitentechnik, um aus großer Höhe noch nicht entdeckte Ruinen aufzuspüren. "Jeder weiß, was mit dieser Technologie möglich ist und was sie bewirken kann," meint Parcak, Pionierin auf diesem Gebiet. Mit ihrer Arbeit ist sie bereit auf Hunderte von Strukturen in Mittelägypten und im Ostdelta gestoßen. In den Jahren 2003 und 2004 leitete sie Surveys und Expeditionen in diese Regionen. Dabei bestätigten sich 132 ihrer vorab ermittelten archäologische Areale, von denen allein 83 bisher weder besucht noch dokumentiert wurden. Bereits im November 2007 (Beitrag vom 26.11.2007) wurde darüber berichtet.
editon.cnn

21. Dezember 2008
Ergänzung zum Grabfund in Saqqara
Die offizielle Homepage von Zahi Hawass (SCA) veröffentlicht eine Pressemitteilung mit Fotos. Ein Video präsentiert news.bbc

21. Dezember 2008
Zwei Gräber der 5. Dynastie in Saqqara
Der SCA informiert über diesen Fund einer ägyptischen Grabungsmission in Saqqara. Freigelegt wurden zwei Gräber aus der Zeit des Unas, 5. Dynastie (um 2300 v.Chr.). Eines ist Iya-Maat, einem königlichen Baumeister und Expeditionsleiter, zuzuweisen. Iya-Maat war für die Beschaffung von Kalkstein aus Tura, Granit aus Aswan sowie rotem Farbstoff aus der Westwüste verantwortlich. Das zweite Grab gehörte einer "Vorsteherin aller Sängerinnen" namens Thinh, wie den Inschriften und Darstellungen der Grabwände zu entnehmen ist.
earthtimes
kleinezeitung
yenibursa (Foto)
abc (Foto)

21. Dezember 2008
Foto des Kopfes von Amenophis III.
Bei news.bbc ist ein weiterer Artikel zur Rückgabe zu finden, jedoch ohne neue inhaltliche Informationen. Das einzig Interessante ist ein Foto des Stückes.

19. Dezember 2008
Kopf einer Statue Amenophis' III. geht von England zurück an Ägypten
Der Königskopf war in einer spektakulären Aktion von Jonathan Tokeley-Parry, einem Antiquitätenschmuggler, der 1997 in England eine dreijährige Haftstrafe antreten musste, außer Landes gebracht worden. Tokeley-Parry hatte das Stück in einem Täuschungsmanöver mit Plastik überzogen und schwarz eingefärbt und auf diese Weise den Zoll überlistet. Ein New Yorker Antiquitätenhändler, Frederick Schultz, war ebenfalls in diesen Fall verwickelt. Im Jahre 2002 schlug der Fall hohe Wellen, als Schultz zu 33 Monaten Haft und zu einer Geldstrafe von 50.000 US-Dollar verurteilt wurde. Nach einer langen Odysee kehrt der Statuenkopf nun nach Ägypten zurück.
bbc

Die komplette Story kann bei Bedarf nachgelesen werden: The Investigation of Frederick Schultz

17. Dezember 2008
Weiteres Indiz für Echnaton als Vater von Tutanchamun
Durch den Fund eines in zwei Teile zerbrochenen Kalksteinblockes in einem Magazin in El-Aschmunein scheint sich zu bestätigen, dass Echnaton der Vater von Tutanchamun war. Der Block zeigt Tutanchamun und seine Gemahlin Achesenamun und dazu die Inschrift "leiblicher Königssohn Tutanchaton" bzw. "leibliche Königstochter Anchesenpaaton". Nach Überzeugung von Zahi Hawass (SCA) belegen diese Bezeichnungen die Vaterschaft des Echnaton sowohl für Tutanchamun als auch für seine Gemahlin Anchesenamun.
discovery.news
Homepage Zahi Hawass / Oktober 2008

16. Dezember 2008
Widdersphingen mit meroitischen Inschriften im Sudan gefunden
In el-Hassa nahe der bekannten meroitischen Pyramiden etwa 200 km nördlich von Karthoum stießen französische Archäologen bei ihren Grabungen auf dem Gelände eines Amun-Tempels auf drei Widdersphingen. Die Statuen tragen offensichtlich eine komplette königliche Widmung in meroitischer Schrift. Ähnliche Widmungen sind den Wissenschaftler bereits bekannt, allerdings nur in Bruchstücken. Meroitische Hieroglyphen sind noch nicht vollends erforscht. Man konnte bisher zwar die Aussprache der Zeichenfolgen rekonstruieren und es ist auch die Bedeutung einiger Worte bekannt, jedoch der Sinn längerer Texte konnte bislang kaum ergründet werden. Der Vergleich der jetzt gefundenen Inschriften mit den bekannten Fragmenten könnte zum Verständnis beitragen. Die Erwähnung eines bisher nur in wenigen Belegen benannten Königs namens Amanachareqerem ist ebenfalls von großer Bedeutung.
africa.reuters
bbc (mit Foto)

15. Dezember 2008
Pressemitteilung der Gerda Henkel Stiftung
Gerda Henkel Stiftung bewilligt Fördermittel für 42 Projekte


Mehr als 2 Millionen Euro stellt die Gerda Henkel Stiftung für herausragende wissenschaftliche Projekte auf dem Gebiet der
Historischen Geisteswissenschaften bereit. Die Stiftungsgremien bewilligten in ihrer zweiten Jahressitzung 38 Vorhaben aus den
Bereichen Archäologie, Geschichtswissenschaften, Historische Islamwissenschaften und Kunstgeschichte sowie vier interdisziplinäre Forschungsprojekte. Mehr als 40 Prozent der Fördermittel gehen an Antragstellerinnen und Antragsteller außerhalb Deutschlands sowie an Kooperationsvorhaben unter Beteilung ausländischer Forscherinnen und Forscher.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.gerda-henkel-stiftung.de
 
Informationsdienst Wissenschaft e.V. - idw - http://idw-online.de


13. Dezember 2008
Monumentalstatue Ramses' II. in Achmim wird nach über 15 Jahren freigelegt
Bei Fundamentarbeiten für ein neues Postamt in Achmim (Mittelägypten) im Jahre 1991 stießen Arbeiter auf die größte bisher bekannte Statue Ramses' II. Sie zu bergen, war zunächst nicht möglich, denn zuvor musste ein moderner islamischer Friedhof verlegt werden. Diese vorbereitenden Arbeiten sind inzwischen erfolgt, so dass der SCA nun in der Lage ist, den Granitkoloss auszugraben. Der Fund ist nicht nur wegen seiner Monumentalität von Bedeutung. Man könnte bei den Ausgrabungsarbeiten weitere wichtige Erkenntnisse zur Bautätigkeit Ramses' II. in Mittelägypten gewinnen. Siehe dazu auch den Beitrag vom 17.02.2008 "Der Tempel des Min in Achmim".
voanews

11. Dezember 2008
Informationsdienst Wissenschaft - idw - Pressemitteilung der
Freien Universität Berlin
DFG-Förderung für Netzwerk "Fokus Fortifikation"

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat einen gemeinsamen Förderantrag des Instituts für Klassische Archäologie /
Exzellenzcluster "Topoi" der Freien Universität Berlin und des Architekturreferats des Deutschen Archäologischen Instituts für ein
wissenschaftliches Netzwerk genehmigt. Die Plattform "Fokus Fortifikation: Antike Befestigungen im östlichen Mittelmeerraum" wird drei Jahre lang den Austausch von rund 15 Nachwuchswissenschaftlern fördern.

Die Forscher beschäftigen sich aus archäologischer, bauforscherischer oder althistorischer Perspektive mit antiken Befestigungen in Griechenland, Kleinasien und dem Vorderen Orient. Sie erhalten durch das Netzwerk die Möglichkeit, bei sechs Treffen in Deutschland, Griechenland, in der Türkei und in Syrien gemeinsame Fragestellungen an den jeweils von ihnen untersuchten Objekten vor Ort zu bearbeiten. Neben der DFG unterstützen unter anderem der Exzellenzcluster "Topoi", das Deutsche Archäologische Institut, die École Suisse d'Archéologie en Grèce und die Ephesos-Grabung des Österreichischen Archäologischen Instituts die Arbeit des Netzwerkes.

Thema der Plattform ist die Erforschung von Befestigungen im östlichen Mittelmeerraum von der späten Bronzezeit bis in die Spätantike. Die betreffenden Bauwerke stammen aus verschiedenen antiken Kulturen. Diese waren in vielfältiger Weise vernetzt oder in Konflikte eingebunden, sodass Austausch und Beeinflussung der Befestigungsanlagen in ihrem Wechselspiel mit Neuerungen in der Belagerungstechnik untersucht werden können. Befestigungen bilden dabei eine ganz eigene Gattung von Monumenten, da sich trotz der Unterschiede in Entstehungszeit, Ausführung und kulturellem Kontext immer wieder ähnliche Forschungsfragen stellen. Diese sind beeinflusst durch die schiere Dimension dieser kilometerlangen Monumente, aber auch durch die große Zahl von naturräumlichen, kulturellen und politischen Faktoren, die Bauprozess, technisch-architektonische und
ästhetisch-stilistische Formen sowie die vielschichtigen Funktionen der Befestigungen beeinflussen. Das erste Treffen des Netzwerks fand bereits Ende Oktober zum Thema "Methoden der Befestigungsforschung" in Cottbus statt. Das nächste
Treffen ist für April 2009 in Athen geplant. Die Ergebnisse der Netzwerkarbeit werden im Internet und in einer gemeinsamen
abschließenden Publikation veröffentlicht.

Sprecher des Netzwerkes:
Dr. Silke Müth, Freie Universität Berlin/Exzellenzcluster "Topoi", Tel.: 030/ 838-56579, E-Mail: silke.mueth@fu-berlin.de
Dr. Peter Schneider, Deutsches Archäologisches Institut (Architekturreferat), Tel.: 030 / 187711-137, E-Mail: ps@dainst.de

Informationsdienst Wissenschaft e.V. - idw - http://idw-online.de

09. Dezember 2008
Mehr als 300.000 US-Dollar pro Zentimeter
Bei Sotheby's kam die Statuette einer Amarna-Prinzessin - sie soll entweder Meretaton oder Maketaton zeigen - unter den Hammer. Man erwartete, für das Stück einen Preis in der Spanne von 400.000 bis 600.000 $ zu erzielen. Ein Liebhaber zahlte schließlich die stolze Summe von 1.082.500 $.
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Fotos

04. Dezember 2008
Geisteswissenschaften im Fokus: Ausschreibung für das Akademienprogramm 2011
Bis zum 30. April 2009 können sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einer Ideenskizze um eine Projektförderung im Akademienprogramm 2011 bewerben. Das gemeinsame Forschungsprogramm der deutschen Akademien der Wissenschaften ist mit einem Etat rund 47 Millionen Euro eines der größten deutschen Forschungsprogramme in den Geisteswissenschaften. Es finanziert derzeit 157 modular gestufte, langfristige Forschungsprojekte von überregionaler Bedeutung.
Details sind zu finden im Newsletter der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften.

01. Dezember 2008
Pressemitteilung der
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Spektakulärer Tempelfund in Äthiopien
Jenaer und Berliner Wissenschaftler erforschen Beziehungen zwischen Arabien und Afrika

Jena (01.12.08) Einen Tempel aus der ersten Hälfte des 1. Jahrtausends v. Chr.  haben Archäologen des Deutschen Archäologischen Instituts (DAI) in Zusammenarbeit mit der Kulturbehörde von Tigray und der Friedrich-Schiller-Universität Jena im November in Äthiopien ausgegraben. Das Heiligtum ist dem sabäischen Hauptgott Almaqah gewidmet. Es ist eines der frühesten Zeugnisse der südarabischen Besiedlung in Nordostafrika.

Bei Grabungen der äthiopischen Kulturbehörde waren im Dezember vergangenen Jahres nahe des Ortes Wuqro im Hochland von Tigray mehrere Kultobjekte erstklassiger bildnerischer Qualität gefunden worden. Darunter befindet sich  auch ein Altar mit einer Widmungsinschrift. Ein bislang nicht bekannter König erwähnt seine Inthronisation im Tempel von Yeha. "Das Zentralheiligtum der Sabäer in Äthiopien ist hier zum ersten Mal schriftlich erwähnt", erläutert Projektleiter Prof. Norbert Nebes von der Friedrich-Schiller-Universität Jena. "Die Zeichenformen und ihre sorgfältige Ausführung sind mit den frühen Zeugnissen der altsüdarabischen Hochkulturen an der Weihrauchstraße vergleichbar, wie wir sie aus dem Jemen kennen", erklärt der Jenaer
Lehrstuhlinhaber für Semitische Philologie und Islamwissenschaft.

Zu den Funden zählen die Kalksteinstatue einer Frau und mehrere Altäre. Vor dem Tempel breitete sich ein großräumiger Kulthof mit mehreren Seitenräumen aus, in denen in den nächsten Kampagnen weiter gegraben werden soll. Im Zentrum der Kultstätte stand ein Altar mit Opferbecken und Ausflüssen in Stierkopfgestalt sowie einer mehrere Meter langen Ablaufrinne. "Qualität und Erhaltung sind bislang einmalig in der noch jungen äthiopischen Archäologie", sagt Projektleiter Prof. Ricardo Eichmann, Direktor der Orient-Abteilung des DAI. In seiner Vollständigkeit und dem klaren Zusammenhang zum Tempelbau gebe es im altsüdarabischen Raum bislang keine vergleichbaren architektonischen Zeugnisse.



Der Grabungsplatz mit der antiken Tempelanlage in Wuqro
(Foto: DAI)
Der Altar mit dem Opferbecken befand sich im Zentrum der Kultstätte
(Foto: DAI)

Grabungsleiter Dr. Pawel Wolf, der auch die archäologische
Oberflächenbegehung leitete, ist sich sicher, dass der Tempel nicht
allein stand. Der Berliner Wissenschaftler vermutet in der Umgebung des Heiligtums weitere Siedlungen aus dem ersten Jahrtausend vor unserer Zeitrechnung. Künftige Grabungen sollen über die Besiedlung des äthiopischen Hochlandes durch die Sabäer und ihr Zusammenleben mit der einheimischen Bevölkerung Aufschluss geben. Prof. Ricardo Eichmann (DAI) und Prof. Norbert Nebes (FSU) haben kürzlich mit dem Leiter der Tigrai Tourism and Culture Commission (TCC) Ato Kebede Amare eine
Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Diese sieht die großräumige landschaftsarchäologische Erforschung mit detaillierten Grabungen  an ausgewählten Fundplätzen vor. Ein weiteres Projekt zur Kartierung archäologischer Fundplätze im Hochland von Tigray durch den Berliner Professor Steffen Wenig soll folgen.

Kontakt:
Prof. Dr. Norbert Nebes
Institut für Sprachen und Kulturen des Vorderen Orients an der Universität Jena
Löbdergraben 24 a, 07743 Jena - Tel.: 03641/944850/2 - E-Mail: Norbert.Nebes@uni-jena.de

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.uni-jena.de

Die gesamte Pressemitteilung inkl. Bilder erhalten Sie unter: http://idw-online.de/pages/de/news291553

Informationsdienst Wissenschaft e.V. - idw - http://idw-online.de