ÄgyptologieNewsPaper
Redaktion, Texte und Abbildungen (sofern nicht anders erwähnt): Gitta Warnemünde
  Dezember 2013

13. Dezember 2013
Ausgrabungen in Alexandria

Ägyptische Ausgräber konnten in Al-Hamam al-Feroani in Maria im Westen von Alexandria zwei "Hallen" (Gymnasion) aus Kalkstein sowie ein Bad freilegen. Es wurden finanzielle Mittel in Höhe von 30.000 LE zur Verfügung gestellt, um die Arbeiten fortzusetzen.
SIS



08. Dezember 2013
Prinzessinnenstatuette aus Mallawi wieder aufgetaucht

Die kleine, 32 cm hohe Figur (siehe Beitrag vom 14.11.2013) konnte von Ermittlern beim Inhaber eines Kaffeehauses in Kairo sichergestellt werden. Sie sei beschädigt, jedoch nicht besonders schwer, ließ der Chef der Verwaltung ägyptischer Museen verlauten.
german.ruvr



05. Dezember 2013
Hundemumien in Abydos

In Shunet el-Zebib in Abydos wurden außergewöhnliche Hundebestattungen gefunden. Die Kadaver wurden vor rund 3.000 Jahren in Töpfen bestattet. Zwei der vielen Hundebegräbnisse sind erstaunlich gut erhalten. Die verstorbenen Tiere tragen noch ihr Fell, weshalb die Wissenschaftler ihnen Namen gaben: Houdini und Chewie. Das Fell von Houdini ist rotbraun und hat für ägyptische Spezies außergewöhnlich lange Haare. Teilweise hat es den Anschein, als sei es mit Harz o.ä. gesalbt worden. Eine eingehende Untersuchung dieser besonderen Topfbestattungen steht noch aus.
news.discovery (mit Bildergalerie)



04. Dezember 2013
Forschung mit Bodenradar im Tal der Könige

In den Jahren 2007 bis 2010 waren ägyptische Archäologen in Zusammenarbeit mit der Glen Dash Foundation for Archaeological Research damit beschäftigt, das Tal der Könige mit Bodenradar zu untersuchen. Man fand dabei auch einige Anomalien; eine konnte als Flutkontrollsystem aus pharaonischer Zeit identifiziert werden, das jedoch offenbar schon in der Antike nicht mehr weiterentwickelt worden war. Eines der bisher noch nicht gefundenen Pharaonengräber (z.B. Thutmosis II.) kam dabei nicht zum Vorschein. Zahi Hawass war aber immer davon überzeugt, dass weitere Gräber im Tal der Könige existieren müssten. Das hat sich auch schon bewahrheitet, denn KV 64 wurde erst jüngst durch Baseler Wissenschaftler entdeckt und freigelegt (siehe dazu auch Beitrag vom 30.04.2012). Der Einsatz von Bodenradar war dabei allerdings nicht behilflich. Ob mit dieser Methode eines Tages wirklich bisher noch verschollene Gräber entdeckt werden, ist ungewiss.
Anfang der 2000er Jahre hatte bereits der Ägyptologe Nicholas Reeves mit Bodenradar nach Hohlräumen und Bodenanomalien gesucht. Einige Ergebnisse hat er auf seiner Homepage veröffentlicht.
livescience



02. Dezember 2013
Ein Grab unter dem Wohnhaus
Bei der Verfolgung einer Bande von Antikenschmugglern entlang des Suez-Kanals stieß die Touristen- und Antikenpolizei unter einem Wohnhaus in El-Qantara zufällig auf ein griechisches Kalksteinrelief. Der Hohlraum unter dem Gebäude entpuppte sich als ein antikes Grab. Das Relief ist mit vier griechischen Zeilen beschriftet, bekrönt von einer geflügelten Sonnenscheibe. Das Grab selbst ist in einem sehr schlechten Erhaltungszustand, beinhaltete jedoch menschliche Skeletteile und Topfscherben. Es könnte Teil einer überbauten griechisch-römischen Nekropole sein.
english.ahram