Aswan
Aswan gilt als eine der schönsten Städte Ägyptens. Sie liegt malerisch am ersten Nilkatarakt, eingebettet in die Gebirgslandschaft. Bis hierher war der gewaltige Fluss in der Antike schiffbar. Um weiter stromaufwärts zu gelangen, mußten die pharaonischen Schiffe bei Niedrigwasser um die Stromschnellen herum über Land getragen werden, und das unter Umständen mehrmals - je nachdem wie weit südwärts die Reise ging. Denn der Fluß muß sich immer wieder seinen Weg durch felsiges Gelände bahnen, bis er ab Aswan seinen Weg ungehindert nach Norden fortsetzen kann. 

Die Gegend um Aswan wurde in alter Zeit Jebu genannt, Elefantenland. Die erste Siedlung befand sich strategisch günstig am südlichen Zipfel der Insel Elefantine. Hier, an der Grenze zu Nubien, kontrollierten die Ägypter den Schiffsverkehr auf dem Nil, und hier endete die Karawanenstraße aus dem Sudan.

Erinnert man sich der über das ganze Land verstreuten Monumente aus Rosengranit, so kann man fast sicher sein,daß das Material für diese Meisterwerke in den Steinbrüchen um Aswan gebrochen wurde. 
Interessierte Besucher der antiken Steinbrüche werden in sprachloses Erstaunen versetzt angesichts der Abmessungen der aus dem Fels gebrochenen Blöcke, vor allem in Anbetracht der vor über 3000 Jahren zur Verfügung stehenden Werkzeuge.

Auf der Nil-Insel Philae südlich von Aswan befand sich ein Isis-Heiligtum aus der 30. Dynastie (Mitte des 3. Jahrhunderts v.Chr.). Dieser Tempel wurde bis ins 6. Jahrhundert n.Chr. bewirtschaftet, bevor er durch den byzantinischen Kaiser Justinian geschlossen wurde. Mit der Schändung des Tempels und der Ermordung der dort tätigen Priester wurde das Kapitel der altägyptischen Religion gewaltsam und blutig beendet. 


 
Der Nil bei Aswan
Blick von der Insel Elefantine
in Richtung Süden
Der Fluß bietet den Menschen Ägyptens viel,
auch eine kühle Erfrischung für Mensch und Tier - hier ein Mann mit seinem Pferd. Die eigentlichen "Nilpferde", von den alten Ägyptern als göttliche Wesen verehrt, sind hier ebenso ausgestorben wie die Nilkrokodile, die jetzt nur noch oberhalb des Staudamms zu finden sind.
Ein Bad im Nil mag verlockend sein, ist aber wegen der lauernden Billharziose
gefährlich und wenig empfehlenswert
Hochbetrieb an der Fähre
Menschen, Tiere - einzeln und in Herden
hochbeladene Transporter und Fuhrwerke
alles wird - wie zu pharaonischer Zeit -
auf Schiffe verladen und so über den Fluß gebracht

 
Dämmerung über der Stadt...
...und in einigen Minuten wird Re in seiner Sonnenbarke die Nachtfahrt antreten. 

Die alten Ägypter glaubten, daß Re, die Sonne, bei Sonnenuntergang eine zwölfstündige Reise auf dem Fluß der Unterwelt antritt. Er weckt die Toten, die sich zeitweilig seiner Prozession anschließen, und kämpft gegen mächtige Feinde, ehe er am Morgen erneut geboren wird.



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